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NEWS: 24.01.2016

Starke Reaktion wurde nicht belohnt

Starke Reaktion wurde nicht belohnt
Niederlage zum Rückrundenauftakt für André Schubert und den VfL.

„Es geht direkt von Null auf Hundert“, hatte Borussias Trainer André Schubert vor dem gestrigen Rückrundenauftakt der Fohlenelf gegen Borussia Dortmund (1:3) gesagt. Und er sollte Recht behalten.

Zwischen den beiden Namenscousinen war keine große Kennenlernphase notwendig, das Bundesliga-Topspiel am Samstagabend wurde seinem Namen gerecht. Die Gäste aus Dortmund schickten ein ums andere Mal ihre pfeilschnellen Angreifer Reus und Aubameyang auf die Reise, doch auch die Borussen waren gefährlich; mit einem Latten-Kopfball von Andreas Christensen zum Beispiel (6.). „Wir hatten durchaus schon in der ersten Hälfte sehr große Chancen“, sagte Sportdirektor Max Eberl und verwies nicht nur auf die Gelegenheit des Dänen, sondern auch noch auf einen gut vorgetragenen Konter, bei dem Oscar Wendt Pech im Abschluss hatte (19.). Die Tore machte zunächst aber der BVB, erst Marco Reus (41.) und kurz nach dem Seitenwechsel auch Henrikh Mkhitaryan (50.) - kurz vor der Pause hatte Ibo Traoré Pech mit einem Versuch.

BVB hat auf seine Chancen gewartet

Die Mannschaft habe aber trotz dieses ärgerlichen 0:2-Rückstandes eine „starke Reaktion“ gezeigt, so Eberl; in der 57. Minute erzielte Raffael den Anschlusstreffer, mit Ilkay Gündogans 1:3 eine Viertelstunde vor dem Ende war die Partie aber gelaufen. „Der BVB clever auf seine Chancen gewartet und diese mit großer Schnelligkeit eiskalt ausgenutzt“, sagte Eberl.„Es gibt in jedem Spiel Momente, die die die Richtung vorgeben. Man hatte mehrmals das Gefühl, dass man dran ist – aber dann kamen immer jeweils Fehler.“ Und genau das war das Ärgerliche an der Heimniederlage gegen den BVB: Allen drei Gegentreffern waren Schnitzer voran gegangen, „die man auf diesem Niveau einfach nicht machen darf“, so Schubert. Beim 0:1 hatte Gündogan zu viel Platz, um seinen Pass in die Tiefe zu spielen, dem zweiten und dritten Gegentreffer gingen jeweils eigene Ballverluste in der Vorwärtsbewegung voraus. „Natürlich spielt das dann auch nicht jede Mannschaft so gut aus wie Dortmund“, so der VfL-Coach. Doch die Westfalen waren gnadenlos.

„Es gibt immer etwas, das man besser machen kann"

Abgesehen von diesen letztlich Spiel entscheidenden Fehlern hat Borussia aber „gegen einen der Topklubs in Europa“ (O-Ton Eberl) eine ordentliche und engagierte Partie geboten. Ansatzpunkte für Verbesserungen hat der Trainer jedenfalls gefunden: „Es gibt immer etwas, das man besser machen kann. Wenn man es auf drei Punkte herunterbricht: Zweikampfverhalten, Kontervermeidung und Konsequenz im Torabschluss. Wir arbeiten daran – aber wir haben eine sehr junge Mannschaft.“ Dass in Granit Xhaka ein wichtiger Spieler in der Mittelfeldzentrale fehlte, habe man gemerkt. „Aber die anderen haben es auch gut gemacht.“ Am Ende sah Schubert noch einen weiteren, nicht zu verachtenden Mehrwert, den seine junge Mannschaft aus dieser Partie gezogen hat: „Natürlich kann man gegen Weltklassespieler wie Reus, Aubameyang und Mkhitaryan nicht jeden Zweikampf gewinnen. Aber Erfahrung kommt von erfahren. Und Erfahrungen dürfen die Jungs bei uns sammeln, und ein Spiel wie das gestrige kann da sehr wertvoll sein.“

Personal: Wie bereits gestern im Spiel fehlte Thorgan Hazard (Entzündung am Ohr) beim heutigen Training.

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