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NEWS: 10.02.2016

"Harte Arbeit wird belohnt"

"Harte Arbeit wird belohnt"
Martin Stranzl Foto: DFL

Wir haben uns mit Martin Stranzl über sein emotionales Comeback, die Bedeutung des Sieges gegen Bremen, seine Rolle in der Mannschaft und die kommenden Aufgaben der Fohlenelf unterhalten.

Martin, beim 5:1-Sieg gegen Werder Bremen hast du nach langer Leidenszeit dein Comeback gefeiert und bist bei deiner Einwechslung von den Fans frenetisch gefeiert worden. Das war sicher ein ganz besonderer Moment für dich, oder?

Stranzl: Auf jeden Fall. Es war ein unbeschreibliches Gefühl. Das ganze Stadion ist aufgestanden und hat mich gefeiert – so einen Empfang habe ich in meiner langen Karriere noch nicht erlebt. Ich habe bisher noch keinen Titel geholt, aber diese Anerkennung und Wertschätzung der Fans bedeutet mir genauso viel. Dieser Moment hat mir gezeigt, dass ich in meiner Karriere und speziell in den vergangenen fünf Jahren bei Borussia vieles richtig gemacht habe. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den Fans bedanken und ihnen ein Riesenkompliment für diesen tollen Moment aussprechen.

Du hast in der Winterpause offen zugegeben, dass du während deiner Verletzungspause sogar ans Karriereende gedacht hast...

Stranzl: Das stimmt. Dank der tollen Unterstützung von meiner Familie und dem ganzen Verein habe ich aber nicht aufgegeben und mich wieder herangekämpft. Und dieser Moment bei meiner Einwechslung war genau das, worauf ich in den vergangenen Wochen und Monaten hingearbeitet habe. Es war ein super Gefühl wieder auf dem Platz zu stehen und im BORUSSIA-PARK bei einem Heimsieg dabei zu sein. Diesen emotionalen Moment werde ich für immer in Erinnerung behalten – dafür spielt man Fußball. Zudem gibt mir der Empfang der Fans nochmal ein Stück mehr Mut und Zuversicht für die Aufgaben, die jetzt vor mir und der Mannschaft liegen.

In den Medien war vor dem Heimspiel gegen Bremen von einem richtungsweisenden Spiel die Rede. Wie wichtig war es aus deiner Sicht, dass ihr einen souveränen 5:1-Sieg gefeiert habt?

Stranzl: Der Druck war in der Tat enorm. Deshalb war es extrem wichtig, dass wir nach den zwei Niederlagen zum Start die Trendwende geschafft und das Spiel gewonnen haben. Die Mannschaft hat ein überragendes Spiel gezeigt und hatte nur in der zweiten Hälfte eine etwas schwächere Phase, in der wir etwas ins Wanken geraten sind und aus der wir lernen können. Insgesamt war es eine herausragende Leistung und ein hochverdienter Sieg, der auch im Hinblick auf die kommenden Wochen eine sehr große Bedeutung für uns hat. Im Fußball ist es einfach wichtig, dass man sich vom Gerede drumherum nicht beeinflussen lässt, sondern sich auf seine Arbeit konzentriert. Das ist zwar immer leichter gesagt als getan, aber am Ende wird harte Arbeit eben immer belohnt.

Worauf wird es jetzt in den nächsten Wochen und speziell im Auswärtsspiel beim Hamburger SV am Sonntag (15.30 Uhr) ankommen, damit ihr in der Erfolgsspur bleibt?

Stranzl: Es ist jetzt wichtig, dass wir als Mannschaft an das tolle Spiel gegen Bremen anknüpfen und Konstanz in unsere Leistungen bringen. Was aus meiner Sicht in der öffentlichen Diskussion aber untergeht, ist die Tatsache, dass wir aufgrund unserer vielen Verletzungssorgen gerade in der Defensive häufig wechseln mussten. Die Viererkette und das defensive Mittelfeld sind für mich spielentscheidende Positionen, auf denen man nur Stabilität und Sicherheit gewinnt, wenn man regelmäßig zusammenspielt. Die Jungs haben das zuletzt sehr gut gemacht, müssen aber auch noch Erfahrung sammeln. In Hamburg erwartet uns wieder ein schwieriges und sehr wichtiges Spiel, das wir unbedingt gewinnen wollen.

Wie siehst du künftig deine Rolle in der Mannschaft?

Stranzl: Ich habe mich zurückgekämpft, bin wieder nah dran an der Mannschaft und werde Gas geben. Ich will Druck auf unsere jungen Abwehrspieler ausüben, die es momentan sehr gut machen, denn davon profitieren wir ja alle. Andreas Christensen spielt auf der rechten Innenverteidiger-Position, auf der ich mich auch am wohlsten fühle, sehr gut. In Martin Hinteregger haben wir einen Linksfuß, einen jungen Spieler, der viel lernen will und beim Spiel gegen Bremen wieder einen Schritt nach vorne gemacht hat und immer besser hereinfindet. Ich sehe es als meine Aufgabe, die Jungs zu führen, zu stärken und Verantwortung zu übernehmen. Fußball lebt vom Konkurrenzkampf. Wenn ich spiele, gebe ich genau wie alle anderen mein Bestes. Über allem steht der Erfolg der Mannschaft.

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