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NEWS: 15.02.2016

"Wir haben den Gegner aufgebaut"

"Wir haben den Gegner aufgebaut"
Yann Sommer war nach dem 2:3 in Hamburg enttäuscht.

Wir haben uns mit Yann Sommer über die gestrige Niederlage beim Hamburger SV, die Leistung der Fohlenelf und die Tabellensituation unterhalten.

Yann, wie fällt dein Fazit zum gestrigen Spiel aus?

Sommer: Wir müssen zugeben, dass der HSV verdient gewonnen hat. Die Leistung, die wir gezeigt haben, reicht einfach nicht, um in der Bundesliga zu punkten. Wir haben sehr gut angefangen, hatten das Spiel komplett im Griff und haben dann völlig den Faden verloren. Wir haben den Gegner mit den vielen Fehlern, die wir uns geleistet haben, unnötig aufgebaut. Der HSV war am Ende konsequenter, hatte viel mehr Chancen als wir und hat sich dementsprechend durchgesetzt.

In der Anfangsphase hat sich dieser Spielverlauf überhaupt nicht abgezeichnet…

Sommer: Das stimmt. Wir haben in den ersten 20 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir haben mit viel Vertrauen gespielt, hatten schöne Ballstafetten und sind nach einem gut herausgespielten Angriff verdient mit 1:0 in Führung gegangen. Insgesamt hatten wir das Spiel komplett im Griff, haben uns dann aber aufgrund von Kleinigkeiten völlig von unserem Kurs abbringen lassen. Zunächst hatten wir noch Glück, dass der HSV unser erstes Geschenk nicht angenommen und eine Riesenchance ausgelassen hat. Spätestens nach dieser Szene hätten wir aufwachen und das Spiel wieder mit mehr Ruhe unter unsere Kontrolle bringen müssen. Das ist uns leider nicht gelungen.

Hast du eine Erklärung dafür, wie das Spiel dermaßen kippen konnte?

Sommer: Es lag an ganz vielen Dingen. Wir haben plötzlich die entscheidenden Zweikämpfe verloren und uns zahlreiche leichtfertige Ballverluste erlaubt. Dadurch haben wir den HSV aufgebaut. Die Hamburger haben dann sehr viel Druck gemacht, weil sie gemerkt haben, dass wir wackeln. Normalerweise machen wir gerade im Spielaufbau wenig Fehler, diesmal war es leider anders. Mit unserem ersten unnötigen Ballverlust haben die Hamburger gemerkt, dass sie uns mit energischem Gegenpressing aus dem Konzept bringen können. Wir hatten in der Folge kaum mal die Gelegenheit, sauber von hinten heraus zu spielen und konnten uns im Mittelfeld kaum noch drehen. Das haben sie sehr gut gemacht.

Die Folge war, dass der HSV das Spiel noch vor der Pause drehen konnte…

Sommer: Der HSV ist durch unsere Fehler zu sehr vielen Torchancen gekommen. Zunächst haben sie diese nicht gut ausgenutzt, im weiteren Verlauf haben sie aber viel konsequenter agiert als wir. Damit haben sie drei Tore, die sie letztlich erzielt haben, erzwungen. Und genau diese Konsequenz hat bei uns gefehlt. Der HSV hätte sogar noch mehr Treffer erzielen können, weil wir zu viele Fehler gemacht haben. Bei unserem dritten Gegentreffer hat die Zuordnung beispielsweise nicht gestimmt, daran müssen wir arbeiten. Dass wir das Spiel so aus der Hand gegeben haben, hätte uns nicht passieren dürfen.

War diese Niederlage ein Rückschlag im Kampf um die internationalen Plätze?

Sommer: Jede Niederlage tut natürlich weh, wenn man den Anspruch hat, in der Tabelle oben dabei zu sein. Wir machen uns jetzt aber keine Gedanken um die Tabellensituation. Viel wichtiger ist, dass wir wieder mit mehr Konstanz und über 90 Minuten den Fußball spielen, der uns auszeichnet und den wir auch schon häufig gezeigt haben. Denn 20 Minuten gut zu spielen, reicht in der Bundesliga nicht – das haben wir gestern zu spüren bekommen. Wir müssen diese Niederlage jetzt analysieren und dann den Blick wieder nach vorne auf das Derby am Samstag richten. Da wollen wir dann unbedingt wieder drei Punkte einfahren.

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