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NEWS: 22.02.2016

Mit Leidenschaft die Null verteidigt

Mit Leidenschaft die Null verteidigt
Der Moment der Entscheidung: Mahmoud Dahoud trifft zum 1:0. Rechts der geschlagene FC-Keeper Timo Horn, im Hintergrund ballt Fabian Johnson die Faust.

Zum ersten Mal seit dreieinhalb Monaten blieb die Fohlenelf beim gestrigen 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Köln ohne Gegentreffer. Umso glücklicher waren alle Borussen über den Derby-Sieg.

Max Eberl übte sich in Ironie. „Wir haben das Spiel auch in der Höhe verdient gewonnen“, sagte Borussias Sportdirektor und lachte. Schließlich hatte die Fohlenelf das 84. rheinische Bundesliga-Derby denkbar knapp mit 1:0 für sich entschieden. Dass dieser Sieg in Ordnung ging, darüber waren sich jedoch alle Beteiligten einig. „Wir haben das Spiel über weite Strecken kontrolliert und leidenschaftlich verteidigt. Deshalb war es ein absolut verdienter Sieg“, befand Trainer André Schubert, dessen Mannschaft trotz drei Niederlagen aus den ersten vier Rückrundenspielen alles andere als nervös begann.

Sie übernahm von Beginn an die Initiative und nutzte gleich die erste Chance zum Führungstreffer. Nico Elvedi trieb den Ball auf der rechten Seite nach vorne und bediente Lars Stindl. Der leitete sehenswert direkt weiter auf Raffael. Der Brasilianer bewahrte - obwohl ihn gleich zwei Kölner Abwehrspieler attackierten - die Übersicht und legte quer auf den weit nach vorne aufgerückten Mahmoud Dahoud, der den tollen Angriff mit einem überlegten Außenristschuss abschloss. „Es ist ein schönes Gefühl, das Siegtor im Derby zu erzielen. Ich habe das mit der Unterstützung von Granit und der gesamten Mannschaft geschafft“, zeigte sich der 20-Jährige gewohnt bescheiden.

Bis zum Ende gezittert

Borussia drängte auf den zweiten Treffer, doch trotz vieler weiterer sehenswerter Angriffe und mehreren Torchancen blieb es bei der dünnen 1:0-Führung. „Wir haben unsere guten Aktionen nicht zu einem weiteren Treffer genutzt, deshalb mussten wir bis zum Ende zittern“, sagte Eberl. Nach der rund 60-minütigen, recht klaren Überlegenheit verließen die Borussen in der Schlussphase ein wenig die Kräfte. Die zuvor offensiv nur selten in Erscheinung getretenen Kölner kamen nun vor allem durch den eingewechselten Milos Jojic, der es aus allen Lagen versuchte, zu einigen gefährlichen Szenen. Doch Torhüter Yann Sommer war ein sicherer Rückhalt und rettete seinem Team mit einigen guten Paraden den Sieg. „Es fühlt sich super an, mal wieder zu Null gespielt zu haben. Es hat ja lange genug gedauert und dass es uns nun ausgerechnet im Derby gelungen ist, ist besonders schön“, freute sich der Schweizer.

Zum letzten Mal ohne Gegentreffer war die Fohlenelf am 7. November beim torlosen Unentschieden gegen den FC Ingolstadt geblieben. Deshalb war auch Trainer André Schubert besonders darüber froh, dass seine Schützlinge es schafften, das knappe 1:0 über die Zeit zu bringen. „Wir sind immer in der Lage, vorne mehrere Tore zu erzielen. Gestern waren wir offensiv nicht so konsequent. Deshalb ist es wichtig für uns zu wissen, dass wir so ein Spiel auch mal zu Null zu Ende spielen können“, meinte Schubert. „Die Mannschaft hat beweisen wollen, dass sie auch zu Null spielen kann“, ergänzte Eberl. „Sie hat mit großem Herz Fußball gespielt und mit großer Leidenschaft die Null verteidigt, deshalb hat sie sich diesen 1:0-Sieg absolut verdient.“

Stindl gesperrt, Herrmann zurück

Da die Konkurrenz aus Mainz (2:3 in Hoffenheim) sowie Berlin und Wolfsburg (1:1) Punkte liegen ließ, klettere Borussia durch den Sieg vorübergehend hoch auf Platz fünf. „Wir wollen auf die internationalen Plätze, aber die können wir nur erreichen, wenn wir weiter so spielen wie gegen Köln“, betonte Kapitän Granit Xhaka. Am kommenden Sonntag in Augsburg (15.30 Uhr) wollen die Borussen deshalb unbedingt nachlegen, um endlich auch die ersten Rückrunden-Punkte in der Fremde einzufahren. „Wenn wir es auch auswärts schaffen, eine so gute Struktur und Organisation wie gestern auf den Platz zu bringen, bin ich zuversichtlich, dass wir bald auch wieder in der Fremde erfolgreich sein werden“, so Eberl.

Lars Stindl wird dabei am kommenden Sonntag nicht mithelfen können. Der Angreifer sah nach einer Rangelei mit Kölns Dominic Maroh die fünfte Gelbe Karte der laufenden Bundesliga-Saison und ist damit für diese Partie gesperrt. „Lars war gestern wirklich sehr aggressiv in den Zweikämpfen. Ich muss ihn mal fragen, ob er am kommenden Wochenende etwas Spezielles vorhat“, sagte Schubert grinsend. Stindls Ausfall tut Borussia natürlich weh. Umso wichtiger ist, dass Patrick Herrmann nach viermonatiger Verletzungspause gestern erstmals wieder im Kader stand. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, nach so lange Zeit endlich wieder dabei zu sein. Vielleicht reicht es ja am nächsten Wochenende schon für ein paar Minuten“, sagte der Flügelflitzer.

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