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Borussia News

NEWS: 23.02.2016

„Werden eine gute Platzierung erreichen“

„Werden eine gute Platzierung erreichen“
Vizepräsident Rainer Bonhof

Standpunkt: Vizepräsident Rainer Bonhof spricht über den Derby-Sieg, die Aussichten im Kampf um einen vorderen Tabellenplatz und das bevorstehende Auswärtsspiel in Augsburg.

Herr Bonhof, Borussia hat am Wochenende das rheinische Derby gegen den 1. FC Köln mit 1:0 für sich entschieden. Was waren in Ihren Augen die Gründe für den Sieg?

Bonhof: Wir haben die erste Hälfte klar dominiert, waren sehr bissig, griffig in den Zweikämpfen und im Umschaltspiel wesentlich besser als der Gegner. Entsprechend hätte ich mir gewünscht, dass wir eine unserer Chancen nutzen, um noch vor der Pause auf 2:0 zu erhöhen. Das ist uns leider nicht gelungen, dennoch haben wir in der zweiten Hälfte die 1:0-Führung mit viel Herz und Leidenschaft und einem guten Yann Sommer im Tor verteidigt. Man hat den Jungs angesehen, dass sie das Ding unbedingt gewinnen wollten, das hat am Ende den Ausschlag gegeben.

Wie wichtig war es für die Mannschaft, hinten einmal die Null zu halten?

Bonhof: Für die Moral der Mannschaft war es natürlich enorm wichtig. Das Thema Gegentore wird von außen immer wieder an die Jungs herangetragen, doch sie sollten sich davon nicht verrückt machen lassen. Dass sie hinten stabil stehen und auch zu Null spielen können, haben sie schließlich in der Vergangenheit schon zu Genüge bewiesen. Wichtig ist es immer, die richtige Balance auf dem Platz zu haben. Das hat die Mannschaft am Samstag sehr gut hinbekommen, auch weil sich Granit und Mo sich auf der Doppel-Sechs immer gegenseitig abgesichert haben. Ist einer von beiden mit nach vorne gegangen, ist der andere hinten geblieben, diese Abstimmung war richtig gut und sicherlich einer der entscheidenden Faktoren für unsere defensive Stabilität.

Mahmoud Dahoud war nicht nur auf Grund des Siegtreffers in aller Munde. Wie bewerten Sie seine Entwicklung?

Bonhof: Mo ist zu Saisonbeginn ins kalte Wasser geworfen worden und hat sich sofort frei geschwommen. Wir waren alle davon überzeugt, dass er das Zeug dazu hat, eine gute Rolle bei uns zu spielen. Dass er den Rhythmus mit den vielen Bundesliga- und Europapokalspielen allerdings so schnell annimmt, war nicht zu erwarten. Er hat sich die nötige Härte, die man auf diesem Niveau braucht, sehr schnell angeeignet. Natürlich muss er mit seinen 20 Jahren noch sehr viel lernen, aber er macht für sein junges Alter schon erstaunlich viel richtig. Grundsätzlich ist es immer schön, wenn ein Spieler aus dem eigenen Fohlenstall Stammspieler bei den Profis wird. Es ist zugleich auch ein gutes Zeichen an den aktuellen Nachwuchs, der sieht, dass man es bei uns mit viel Fleiß und harter Arbeit nach oben schaffen kann.

Wie bewerten sie den Rückrundenauftakt mit nun drei Niederlagen und zwei Siegen?

Bonhof: Der Start war deutlich besser als in der Hinrunde, denn jetzt haben wir nach fünf Spielen sechs Punkte mehr auf dem Konto (lacht). Im Ernst: Das aufkommende Krisengerede vor dem Derby konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Aber all das, was von außen kommt, darf uns auch nicht belasten. Die Mannschaft hat in dieser Saison schon oft genug bewiesen, dass sie in der Lage ist, guten Fußball zu spielen. Natürlich war es von den Ergebnissen her kein guter Start in die Rückrunde. Aber die Leistungen waren weitgehend in Ordnung. Gegen den BVB kann man in dessen aktueller Verfassung verlieren. In Mainz sind wir allein an unserer Chancenverwertung gescheitert. Der einzige negative Ausreißer war das Spiel beim HSV, bei dem wir ab der 25. Minute den Faden verloren haben.

Noch zwölf Spiele stehen bis zum Saisonende an. Was ist in dieser Saison für Borussia möglich?

Bonhof: Wir rücken nicht von unseren Zielen ab. Unsere Marschroute ist nach wie vor, auf einem einstelligen Tabellenplatz zu landen – das bedeutet im Umkehrschluss auch, dass wir um die Europapokalplätze mitkämpfen. Bei einer richtig guten Saison wie der vergangenen Spielzeit ist es möglich, in die Champions League hineinzukommen, aber man muss auf dem Teppich bleiben und das nicht als selbstverständlich hinnehmen. Dafür sind uns andere Vereine finanziell einfach noch um Längen voraus. Trotzdem bin ich mir sicher, dass wir, wenn wir einen langen Atem beweisen, eine gute Platzierung erreichen werden. Ob und für welchen Wettbewerb es dann reicht, wird man nach dem 34. Spieltag sehen. Uns hat immer stark gemacht, dass wir nur von Spiel zu Spiel denken – und so sollten wir es auch weiterhin handhaben.

Am Sonntag (15.30 Uhr) gastiert die Fohlenelf beim FC Augsburg. Was ist notwendig, damit Borussia auch auswärts zurück in die Erfolgsspur findet?

Bonhof: Die Willensstärke und das Wir-Gefühl, dass die Mannschaft gegen Köln gezeigt hat, werden auch am Sonntag der Schlüssel zum Sieg sein. Die Augsburger sind ja nicht unbedingt unser Lieblingsgegner. Wir haben dort schon häufiger gut gespielt, sind dann aber in ihre Konter hineingelaufen. Das sollten wir am Sonntag tunlichst vermeiden. Grundsätzlich bin ich aber optimistisch, dass unsere Mannschaft ihr Potenzial abrufen und ein gutes Ergebnis erzielen wird.

Der FCA spielt am Donnerstag noch in der UEFA Europa League beim FC Liverpool. Könnte das ein kleiner Vorteil für Borussia sein?

Bonhof: Die Augsburger werden mit Sicherheit noch ein wenig unter dem Eindruck des Spiels an der Anfield Road stehen, hinzu kommen die Reisestrapazen. Dennoch bin ich mir sicher, dass sie alles versuchen werden, um die drei Punkte zu Hause zu behalten. Sie haben in Hannover gewonnen und könnten sich jetzt mit einem weiteren Sieg deutlich von den Abstiegsrängen absetzen. Da müssen wir von Beginn dagegen halten.

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