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NEWS: 03.03.2016

Nur schwer zu greifen

Nur schwer zu greifen
Lars Stindl, Raffael und Mahmoud Dahoud fingen Patrick Herrmann nach dessen Treffer zum 3:0 ein. Foto: imago

Dank mannschaftlicher Geschlossenheit und einer taktischen Glanzleistung gelang der Fohlenelf am gestrigen Abend ein ungefährdeter 4:0-Erfolg gegen den VfB Stuttgart.

Es war der emotionale Höhepunkt eines rauschenden Fußballfests. Bei seinem Heimspiel-Comeback nach viermonatiger Verletzungspause traf Patrick Herrmann genau 32 Sekunden nach seiner Einwechslung mit seinem zweiten Ballkontakt zum 3:0. Nach feinem Zuspiel von Mahmoud Dahoud tauchte der Flügelflitzer frei vor Przemyslaw Tyton auf, legte sich das Kunstleder zurecht und überwand den Stuttgarter Schlussmann mit einem platzierten Schuss ins lange Eck. „Hereinzukommen und gleich zu treffen, dieses Gefühl kann man nicht beschreiben“, sprudelte es aus dem Torschützen heraus. „Ich wusste gar nicht mehr, wie gut es sich anfühlt, ein Tor im BORUSSIA-PARK zu schießen. Man hat dann ja auch beim Jubel gesehen, dass da einiges aus mir herausgebrochen ist.“

Taktische Umstellungen

Dass die Partie mit seinem Treffer bereits nach knapp 70 Minuten vorzeitig entschieden war, damit hätte vor dem Anpfiff sicherlich kaum einer der rund 43.000 Zuschauer gerechnet. Schließlich hatten die Gäste aus den letzten sieben Spielen 16 Punkte geholt und waren mit entsprechend breiter Brust nach Mönchengladbach gereist. Doch die Borussen hatten die Schwaben von Beginn an voll im Griff. Das lag auch daran, dass Schubert taktisch umgestellt hatte. Hinten verteidigte eine Dreierkette, die bei Ballbesitz des Gegners durch einer der beiden Außen – rechts Fabian Johnson und links Oscar Wendt bzw. Martin Hinteregger, der den verletzten Schweden nach 28 Minuten ersetzen musste – zu einer Viererkette komplettiert wurde. „Wir haben viele Spieler, die recht offensiv denken. Daher haben wir bei Ballverlusten in den gefährlichen Bereichen oftmals nicht mehr genug Leute hinter dem Ball. Deshalb war unser Ziel, als Team die Rückräume besser zu schließen – und das hat sehr gut funktioniert“, erklärte Schubert seine taktische Maßnahme.

Diese wirkte sich aber nicht nur positiv auf die defensive Organisation aus, auch in der Offensive gab die Fohlenelf ihrem Gegner immer wieder Rätsel auf. „Mo und Granit haben sich immer wieder auf die Seite abkippen lassen, da haben die Stuttgarter nicht richtig Zugriff drauf bekommen. Vorne haben sich Lars und Raffa immer wieder fallen lassen, und Thorgan ist in die Tiefe gestoßen. Durch die vielen Positionswechsel waren wir im Angriff nur sehr schwer zu greifen“, analysierte Schubert. Immer wieder wirbelte Borussia die Schwaben durcheinander. Bestes Beispiel war der Führungstreffer nach einer guten Viertelstunde. Mit einem langen Diagonalpass auf Fabian Johnson öffnete Havard Nordtveit das Spiel. Der US-Nationalspieler verarbeitete die Kugel perfekt und legte dann mustergültig für den ins Zentrum aufgerückten Hazard auf, der den Ball nur noch über die Linie drücken musste.

Als Team zusammen gearbeitet

„Thorgan war in den vergangenen Wochen immer einer unserer Aktivposten. Vor dem Spiel haben wir als Trainerteam noch gesagt, dass es das i-Tüpfelchen für ihn wäre, wenn er auch mal trifft. Deswegen freue ich mich ganz besonders für ihn, dass es diesmal geklappt hat“, sagte Schubert. Der Belgier hätte kurz darauf sogar einen Doppelpack schnüren können, scheiterte aber am Querbalken. Raffael und Lars Stindl hatten es zuvor ebenfalls verpasst, die Führung auszubauen. „Wir hätten im ersten Durchgang sicherlich die eine oder andere Torsituation besser nutzen können, aber wie wir die Chancen gegen einen Gegner, der in den letzten Spielen überragend gepunktet hat, herausgespielt haben und zudem defensiv gut dagegen gehalten haben, war hervorragend“, lobte Schubert.

Nach dem Wechsel belohnten sich seine Schützlinge mit weiteren Toren für ihre starke Vorstellung. Nachdem zuvor Hazard, Raffael und Stindl in aussichtsreichen Positionen vergeben hatten, ließ sich Raffael seine dritte Gelegenheit nicht nehmen. Der Brasilianer nutzte ein Missverständnis zwischen Tyton und Christian Genter eiskalt aus und erhöhte mit einem Schuss aus der Drehung auf 2:0. Zehn Minuten später sorgte wie eingangs erwähnt Patrick Herrmann für die Entscheidung. Der Widerstand der Schwaben war gebrochen, Sekunden vor dem Abpfiff stellten sie durch ein Eigentor von Kevin Großkreutz den 4:0-Endstand her. „Für mich lag der Schlüssel zum Sieg darin, dass sich die Jungs total auf die taktischen Vorgaben konzentriert und überragend als Team zusammen gearbeitet haben. Sie haben viel miteinander geredet und sich gegenseitig gut abgesichert“, bilanzierte Schubert.

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