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NEWS: 08.03.2016

"Ein sehr emotionaler Moment für mich"

"Ein sehr emotionaler Moment für mich"
Unter Tränen verkündete Martin Stranzl seinen Abschied vom Profifußball.

In einer eigens einberufenen Pressekonferenz hat Martin Stranzl am heutigen Dienstag unter Tränen sein Karriereende zum Ende der laufenden Saison verkündet. Der 35-jährige Österreicher sprach dabei über...

…sein Karriereende: Dass im Sommer definitiv Schluss sein wird, ist nicht leicht für mich. Mir ist die Entscheidung sehr schwer gefallen, denn eine sehr lange und schöne Zeit geht vorbei. Dieser Moment ist für mich sehr emotional und schwierig. Doch auch wenn man es mir vielleicht nicht anmerkt, freue ich mich auch schon auf die bevorstehende Zeit nach meiner Karriere, in der ich mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und mich neuen spannenden Herausforderungen widmen kann.

…die Gründe für seine Entscheidung: Die Entscheidung aufzuhören, hat sich in den vergangenen Wochen immer mehr herauskristallisiert. Die vielen Verletzungen in der jüngsten Vergangenheit haben natürlich zu meinem Entschluss entscheidend beigetragen. Mein Körper hat mir Signale gesendet, die ich nur richtig interpretieren musste. Das habe ich getan, und deshalb ist mit der Zeit die Entscheidung gereift, im Sommer einen Schlussstrich unter meine Karriere zu ziehen. Die Zeit zuletzt war nicht einfach, und deshalb fällt jetzt auch Ballast von meinen Schultern ab. Auch bei meiner Familie ist die Erleichterung groß, denn ich war zuletzt häufig unzufrieden, weil ich verletzungsbedingt nicht auf dem Platz stehen konnte und dies natürlich auch mit nach Hause genommen habe. Den richtigen Moment für ein Karriereende gibt es nicht, aber ich glaube, dass für mich im Sommer ein guter Zeitpunkt gekommen ist, meine Schuhe an den Nagel zu hängen.

…die Idee, seine Karriere in Österreich ausklingen zu lassen: Für mich gab es nur die Entscheidung aufzuhören oder in der Bundesliga weiterzumachen. Ich habe meine Heimat mit 16 Jahren verlassen und im Profibereich kein einziges Spiel in Österreich bestritten. Einen Schritt zurück kam auch jetzt für mich nicht in Frage, zumal der Zeitaufwand auch in einer unterklassigen Liga nicht wesentlich geringer ist.

…ein mögliches Bedauern, die Karriere nicht schon vorzeitig beendet zu haben: Ich bereue überhaupt nichts. Verletzungen gehören zum Fußball dazu, und es war zum Zeitpunkt meiner letzten Vertragsverlängerung auch nicht absehbar, dass es sich in diese Richtung entwickelt. Wir haben in der vergangenen Saison etwas Großes erreicht. Ich wollte das noch mal mitnehmen und genießen. Und ich möchte die vielen schönen Momente, die wir in der Champions League erlebt haben, auch nicht missen. Bei den Choreografien im Stadion dabei zu sein und in einer unglaublichen Atmosphäre zu sehen, was meine Teamkollegen auf diesem hohen Niveau leisten – all das sind Momente, die man nicht vergisst.

…seine mehr als fünf Jahre bei Borussia: Die Zeit bei Borussia war sensationell. Das Miteinander hier im Verein ist außergewöhnlich – so etwas habe ich in meiner langen Karriere nirgendwo anders erlebt. Es war der absolut richtige Schritt im Januar 2011 hierher zu wechseln. Ich bin sehr stolz, ein Teil der Borussia-Familie zu sein und ein Stück zur langen Historie dieses Vereins beigetragen zu haben. Ich möchte mich bei allen Mitarbeitern des Vereins und besonders bei Max Eberl für die tolle Zusammenarbeit, und bei den Fans für die fantastische Unterstützung in den vergangenen Jahren bedanken.

…seinen aktuellen Gesundheitszustand: Meine Zielsetzung ist, an Gründonnerstag im Testspiel gegen Arminia Bielefeld wieder auf dem Platz zu stehen. In dieser Woche habe ich wieder mit leichtem Lauftraining begonnen. In den nächsten Tagen werden wir die Belastung weiter steigern und wenn alles optimal läuft, werde ich nächste Woche gemeinsam mit Athletiktrainer Andreas Bluhm individuell trainieren und darauf die Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

…seine Ziele für den Rest der Saison: Solange ich noch verletzt bin, möchte ich den Jungs abseits des Platzes weiter unterstützend zur Seite stehen. Zudem möchte ich mich unbedingt noch einmal zurückkämpfen und selbst noch einmal in der Bundesliga auf dem Platz stehen. Es ist mein großer Wunsch, mich auf dem Spielfeld von den fantastischen Fans, die mich während meiner Zeit hier immer bedingungslos unterstützt haben, verabschieden zu können und am Saisonende nochmal eine Party mit ihnen im BORUSSIA-PARK zu feiern. Ich habe mit den Fans in den vergangenen Jahren großartige Momente geteilt, und hoffe, dass in den nächsten Monaten noch weitere hinzukommen. Darauf arbeite ich jetzt hin.

…die Zeit nach der aktiven Karriere: Meine Familie und ich werden weiterhin im Rheinland wohnen bleiben, denn wir fühlen uns hier sehr wohl. Max Eberl hat mir bereits angeboten, dass ich Aufgaben im Verein übernehmen kann. Auch wenn mir der Abschied vom Fußball natürlich sehr schwer fällt, bin ich davon überzeugt, dass neue spannende Aufgaben auf mich warten. Es ist aber schwierig, jetzt schon zu sagen, welche das genau sein werden. Das gilt es, ab Sommer herauszufinden. Ich werde mir die Zeit nehmen, die richtige Herausforderung für mich zu finden.

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