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NEWS: 14.03.2016

"Wir kämpfen jede Woche um drei Punkte"

"Wir kämpfen jede Woche um drei Punkte"

Standpunkt: Mit dem 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt hat die Fohlenelf ihre Position im oberen Tabellendrittel der Bundesliga untermauert. In seiner Analyse sprach Trainer André Schubert über…

…die Ausgangsposition vor der Schlussphase der Saison: Wir tun gut daran, uns einzig und allein auf unsere Arbeit und unsere Spiele zu konzentrieren. Natürlich müssen wir damit leben, Woche für Woche mit der Tabellensituation konfrontiert zu werden, aber allzu viel schauen wir nicht darauf. Die Bundesliga ist extrem ausgeglichen. Gewinnt man ein, zwei Spiele befindet man sich gleich wieder in einer sehr guten Ausgangslage. Nach ein, zwei Niederlagen ist man aber genauso auch gleich wieder etwas hinten dran. Deshalb halte ich nicht so viel davon, von Endspielen gegen die direkte Konkurrenz oder dem Kampf um Platz drei zu sprechen. Wir bewahren die nötige Ruhe und versuchen, in jedem Spiel erfolgreich zu sein. Wir kämpfen jede Woche um drei Punkte, einzig und allein darum geht es.

…die Unterschiede in der Heim- und Auswärtsbilanz: Wir haben eine sehr junge Mannschaft und vielleicht tut sie sich mit der Unterstützung der Zuschauer zuhause auch etwas leichter als auswärts. Aber eine große Diskrepanz sehe ich lediglich in den Ergebnissen, denn wir spielen auswärts nicht viel schlechter als zuhause. Nicht nur gegen Frankfurt, sondern auch in Wolfsburg haben wir beispielsweise eine sehr gute Mannschaftsleistung gezeigt. Es hat mich geärgert, dass wir die zwei Gegentore relativ leicht hergeschenkt und verloren haben. Genauso ärgerlich war es, dass wir zuvor in Augsburg zwei Gegentreffer kassiert haben, weil wir zu passiv waren. Wir arbeiten daran, defensiv wenig zuzulassen, werden aber weiterhin offensiv agieren. Meine Mannschaft verfügt über solch ein enormes Potenzial, extrem viel Kreativität und Spaß am Offensivfußball, dass es aus meiner Sicht der falsche Ansatz wäre, sich fortan darauf zu beschränken, möglichst sicher zu stehen und zu kontern. Sicherlich haben wir zuhause jetzt drei Mal in Folge zu Null gespielt, aber das ist für mich nicht so entscheidend. Unsere Aufgabe ist es einfach, es auch auswärts hinzubekommen, die Spiele zu gewinnen. Das werden wir am Freitag auf Schalke wieder mit aller Macht versuchen.

…das Spielsystem: Ich bevorzuge kein bestimmtes Spielsystem. Wir suchen für jedes Spiel immer wieder die Lösung, die gegen den nächsten Gegner am sinnvollsten ist und die unsere Stärken bestmöglich unterstützt. Am Samstag haben wir mit einem tief stehenden Gegner gerechnet, wollten die Rückräume gut sichern und Konter vermeiden. Deshalb sind wir es gegen Frankfurt taktisch mit einer Dreierkette angegangen. Dass wir unser System durch die Auswechslungen der angeschlagenen Granit Xhaka und Havard Nordtveit dann auf ein 4-4-2 umstellen mussten, war nicht geplant. Meine Mannschaft hat sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen lassen, und weiter ihr Ding durchgezogen. Das war beeindruckend, zeigt aber auch, dass das System nicht mehr als eine Rahmenbedingung ist. Spiele werden nicht von taktischen Formationen, sondern durch die Qualität der Spieler entschieden.

…die taktische Flexibilität: Es ist für mich immer wieder beeindruckend, wie überragend die Jungs mit taktischen Umstellungen umgehen. Wir verfügen über eine herausragend zusammengestellte Mannschaft mit vielen Spielern, die auf mehreren Positionen wertvoll sein können. Andreas Christensen kann aus meiner Sicht beispielsweise sehr gut auf der Sechs spielen. Auch Lars Stindl ist ein Spieler, den wir immer wieder zwischen verschiedenen Positionen verschieben können, wenn irgendwo Not am Mann ist. Fabian Johnson ist als Leistungsträger und extrem vielseitiger Spieler in diesem Zusammenhang natürlich auch zu nennen. Um taktisch so flexibel agieren zu können, braucht es zum einen solche Spieler und zum anderen ein wenig Fantasie und Mut, den Jungs viele verschiedene Aufgaben zuzutrauen und sie dann auch auf verschiedenen Positionen einzusetzen. Wir arbeiten im Training immer wieder daran. Den Jungs ist es völlig egal, ob wir mit einer Dreier- oder Viererabwehrkette spielen. Sie fühlen sich in vielen verschiedenen Spielsystemen sehr wohl und deshalb fallen ihnen taktische Umstellungen im Laufe eines Spiels auch überhaupt nicht schwer. Nichtsdestotrotz ist dies natürlich ein langfristiger Prozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Wir müssen weiter an unserer Organisation, am Gegenpressing und dem Umschaltverhalten in beide Richtungen arbeiten. Das mache ich gemeinsam mit den Jungs mit viel Freude. Ich bin stolz, Trainer dieser Mannschaft sein zu dürfen.

…Mahmoud Dahoud: Mo ist ein großartiger Fußballer mit unglaublichen technischen Fähigkeiten. Er spielt seit Wochen auf konstant hohem Niveau und hat auch am Samstag ein tolles Spiel gemacht. Aufgrund seines noch jungen Alters ist es aber auch völlig normal, dass er noch einiges zu lernen hat. Meine Aufgabe als Trainer ist es, ihn weiterzuentwickeln und ihm dabei zu helfen, ein noch besserer Spieler zu werden. Dazu gehört es auch, gewisse Dinge, die aus meiner Sicht nicht ideal laufen, kritisch anzumerken. Mo hat am Samstag in manchen Situationen nicht einfach genug gespielt. Mit seiner herausragenden Technik sucht er - ohne groß darüber nachzudenken - immer wieder Lösungen, die seine Gegenspieler nicht besonders gut aussehen lassen. Es kann passieren, dass irgendwann ein Gegner kommt, der sich dadurch veralbert fühlt, und dann umso härter in die Zweikämpfe geht. Davor will ich ihn schützen. Deshalb habe ich Mo direkt nach dem Spiel am Samstag darauf aufmerksam gemacht, dass er es mit den Kabinettstückchen nicht übertreiben soll. Er hat das sofort eingesehen, hat allgemein sehr großen Respekt vor seinen Gegenspielern und geht mit dem Hype um seine Person sehr gut um.

…André Hahn: Ich freue mich sehr, dass André am Samstag nach langer Verletzungspause wieder im Kader stehen konnte. Aber es ist natürlich auch klar, dass wir bei ihm - genau wie bei Patrick Herrmann - noch Geduld brauchen. Sie sind zwar wieder gesund und fit, aber noch lange nicht bei 100 Prozent. Für André geht es jetzt darum, sich über Kurzeinsätze wieder heran zu kämpfen. Er ist bereit, eingewechselt zu werden und wieder eine Option. Das ist sehr positiv.

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