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NEWS: 14.03.2016

„Es tut weh, Gladbach zu verlassen“

„Es tut weh, Gladbach zu verlassen“
Havard Nordtveit fällt der Abschied von Borussia schwer.

Havard Nordtveit wird Borussia am Saisonende verlassen. Wir sprachen mit dem Norweger über die Gründe für seine Entscheidung.

Havard, Du hast Max Eberl in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Du Borussias Angebot für einen neuen Vertrag nicht annehmen wirst. Warum?

Nordtveit: Das war eine unheimlich schwierige Entscheidung für mich. Ich weiß, was ich an Borussia habe. Ich liebe diesen Klub, ich hatte hier fünfeinhalb wunderbare Jahre, habe Freunde im Verein und in der Mannschaft. Aber ich bin erst 25 Jahre alt und ich habe jetzt die Möglichkeit, meiner Karriere noch eine andere Richtung zu geben und ein anderes Abenteuer zu starten. Es tut mir weh, Gladbach zu verlassen, es ist keine Entscheidung gegen Borussia, sondern für etwas Neues.

Wohin zieht es Dich?

Nordtveit: Ich möchte es meinem neuen Verein überlassen, das bekannt zu geben, so haben wir es mit Rücksicht auf die aktuelle Situation dort abgesprochen. Aber ich kann sagen, dass es zurück nach England geht. Ich war ja als junges Talent schon einmal dort, bin als 17-Jähriger aus Norwegen zu Arsenal London gegangen. Aber ich habe noch kein Spiel in der Premier League gemacht. Für jeden Fußballer in Norwegen ist England das große Ziel, und ich möchte es noch einmal versuchen.

Gab es mehrere Klubs, die an Dir interessiert waren?

Nordtveit: Ja, aber ich habe die ganzen Vorgespräche meinem Berater überlassen, weil ich mich auf Borussia konzentrieren wollte. Am Ende war ich dann einmal in England, um dort mit dem Trainer meines neuen Klubs zu reden. Ich möchte mich auch bei Max Eberl bedanken, der in dieser ganzen Zeit so sehr um mich gekämpft hat und mir die Entscheidung total schwer gemacht hat.

Könnte es sein, dass es in der nächsten Saison ein Wiedersehen mit Dir in der Champions League oder in der Europa League gibt?

Nordtveit: Das könnte sein, darüber würde ich mich freuen. Ich werde jedenfalls in den letzten acht Spielen alles geben, damit Borussia nächstes Jahr in Europa dabei ist. Am liebsten wieder in der Champions League, aber auch die Europa League wäre nach dieser Saison ein super Ergebnis.

Du hast in Mönchengladbach eine sehr, sehr spannende Zeit erlebt. Glaubst Du wirklich, dass das in England noch aufregender werden kann?

Nordtveit: (lacht) Es stimmt, eigentlich ist das kaum zu toppen. Ich weiß noch, wie es war, als ich hier im Januar 2011 ankam, zugleich mit Martin Stranzl und Mike Hanke. Borussia war Tabellenletzter und für viele standen wir schon als Absteiger fest. Aber alle im Klub und vor allem die Fans haben noch daran geglaubt, dass der Klassenerhalt noch möglich ist. Was dann passiert ist, war der Wahnsinn. Und die Jahre danach sowieso. Unsere Fans werden mir fehlen, denn sie haben auch zu mir gehalten, als es mal nicht so gut für mich persönlich lief. Diese gewaltige Unterstützung, auch bei jedem Auswärtsspiel, das ist einzigartig.

Gibt es Teamkollegen, die Du besonders vermissen wirst?

Nordtveit: Oh ja, ich werde die ganze Truppe vermissen. Daran möchte ich aber jetzt noch gar nicht denken, es liegen ja noch zwei Monate vor mir und die will ich genießen. Die Zeit, um „Goodbye“ zu sagen, kommt noch. Und ich wünsche mir sehr, dass man mich hier in guter Erinnerung behalten wird. Ich kann jedenfalls sagen, dass dieser Klub, seine Menschen und seine Fans immer in meinem Herzen bleiben werden.

Zum Schluss noch eine Frage nach Deiner Verletzung. Du bist gegen Frankfurt wegen einer Innenbanddehnung im Knie ausgewechselt worden. Kannst Du am Freitag auf Schalke spielen?

Nordtveit: Ja, das wird gehen. Ich will jetzt kein Spiel mehr verpassen!

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