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NEWS: 24.02.2011

Abstiegskampf ist Neuland

Abstiegskampf ist Neuland
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Borussia und dem VfL aus Wolfsburg gab es im Wintertrainingslager vor ein paar Wochen in Spanien: Endstand 0:0.

Rein statistisch betrachtet braucht sich der VfL Wolfsburg im Abstiegskampf keine Sorgen zu machen – denn im Saisonendspurt haben die Wölfe in den letzten Jahren immer ordentlich gepunktet.

27 Punkte holten sie in der Saison 2008/09 ab dem 24. Spieltag; damals wurde der VfL beinahe sensationell unter Trainer Felix Magath Deutscher Meister – lang ist es her. Im vergangenen Jahr reichte dieselbe Anzahl Spiele für 22 Punkte, wobei Wolfsburg am 23. Spieltag auf dem 12. Platz elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz hatte. In diesem Jahr ist die Mannschaft von Interims-Cheftrainer Pierre Littbarski punktgleich mit dem Tabellen-16. aus Kaiserslautern; und da haben wir auch schon den Grund, weswegen die Statistik den Wölfen nicht weiter hilft: Abstiegskampf ist Neuland für den VfL Wolfsburg, der mit der Deutschen Meisterschaft vor nicht einmal zwei Jahren seine Ambitionen deutlich gemacht hatte.

Seit sechs Heimspielen wartet der VfL auf einen Sieg in der heimischen VW-Arena. Die Borussen haben mit ihrem 2:1-Sieg gegen den FC Schalke dafür gesorgt, dass das derzeit in dieser Disziplin die längste Negativserie in der Bundesliga ist. Littbarski, der seit zwei Spielen die Verantwortung für den entlassenen Steve McClaren übernommen hat, durfte noch kein Erfolgserlebnis feiern, auch wenn Wolfsburg vor allem am letzten Wochenende beim 1:2 in Freiburg zu gefallen wusste. Das Debüt für „Litti“ an der Seitenlinie ging mit einem 0:1 gegen den Hamburger SV gründlich daneben, und so kommt es also zum allseits als eminent wichtigen „Nicht-Endspiel“ bezeichneten Aufeinandertreffen der beiden VfLs im Abstiegskampf.

Individuell bestens bestückt

Wolfsburg hat einen Spielerkader, der individuell bestens bestückt ist und eigentlich keine Hauptrolle in den Niederungen der Tabelle spielen sollte. Aber kann man das von Borussia nicht auch sagen? Alleine der Transfer von Diego vor der Saison hatte Erwartungen geschürt, die das Team in dieser Spielzeit zu keinem Zeitpunkt erfüllen konnte. Nur acht Tore nach Standards sprechen nicht für den Stareinkauf, ohnehin hat Wolfsburg sich so wenige Torchancen erarbeitet wie keine andere Bundesligaelf. So kommt eine Serie zustande, die nur einen Sieg aus 13 Spielen ausweist, sechs Unentschieden hintereinander beinhaltet und nun schon mit vier Pleiten in Folge vor dem Spiel gegen Borussia zuschlägt. Zuletzt gewonnen hat der VfL gegen den FSV Mainz 05 am 19. Spieltag.

Gegen Borussia wird Diego Benaglio vermutlich nicht im Tor stehen, der Schweizer hat Rückenprobleme. Marwin Hitz könnte erneut eine Chance erhalten, so wie beim 1:1 im Hinspiel, als er eingewechselt wurde. Simon Kjaer hat seine Sperre abgesessen, Patrick Helmes – der Winter-Neuzugang – seine Oberschenkelprobleme behoben. Mario Mandzukic ist wieder fit, dagegen werden wohl Josué und Grafite angeschlagen fehlen. Die Partie steht unter der Leitung von Dr. Jochen Dress, er pfiff Borussia zuletzt beim 0:4 gegen Eintracht Frankfurt in der Hinserie.

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