Bereits am morgigen Freitagabend (Anstoß: 20.30 Uhr) tritt Borussia beim VfL Wolfsburg an. Bei der heutigen Pressekonferenz kündigte VfL-Coach Lucien Favre eine offensive Ausrichtung seiner Mannschaft an.
Eine kurze Trainingswoche liegt hinter den Borussen, denn nach dem 2:1-Sieg am vergangenen Sonntag gegen den FC Schalke 04 blieben nur vier Tage Zeit, um sich auf das wichtige Kellerduell in Wolfsburg vorzubereiten. „Wir haben jeden Tag gut trainiert, und möglicherweise werden wir morgen früh in Wolfsburg noch eine leichte Einheit absolvieren, da die Zeit bis zum Spiel ansonsten zu lang ist“, sagte Favre. Am heutigen Nachmittag nicht mit in den Zug in die Autostadt stiegen Torwart Marc-André ter Stegen (Muskelfaserriss), Jean-Sébastien Jaurès (Aufbautraining nach Knieproblemen) und auch Karim Matmour, der mit einer Grippe das Bett hüten muss.
„Ansonsten sind alle Spieler fit und stehen uns zur Verfügung“, so Favre. Ob er gegenüber dem Heimspiel gegen Schalke Änderungen in der Startelf vornehmen wird, wollte der Schweizer nicht verraten: „Nach so einer Partie überlegt man sich natürlich sehr gut, ob man etwas ändern soll. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob wir mit der gleichen Formation beginnen, aber es ist sehr gut möglich.“ Nach Ablauf seiner Rotsperre drängt beispielsweise Igor de Camargo wieder in die Mannschaft. „Ich kenne seine Qualitäten, man kann sehr gut mit ihm Fußball spielen, zudem ist er als Persönlichkeit sehr bedeutend für das Team“, sagte Favre.
"Mit Selbstvertrauen auftreten"
An der taktischen Ausrichtung dürfte sich am Spiel der Fohlen ebenfalls nicht allzu viel ändern. „Wir müssen auch auswärts mit Selbstvertrauen auftreten, nach vorne spielen und ein Risiko eingehen“, so Favre. Dabei dürften seine Schützlinge aber die Defensivaufgaben nicht vernachlässigen, denn trotz ihres derzeit nur 15. Tabellenplatzes habe Wolfsburg eine Mannschaft mit großem individuellem Potenzial. Allen voran natürlich der brasilianische Spielmacher Diego, für den Favre aber zunächst wohl keinen Sonderbewacher abstellen wird. „Sollten wir Schwierigkeiten wegen ihm bekommen, können wir notfalls immer noch während des Spiels darauf reagieren“, sagte Favre, der den Hausherren mit gemeinschaftlicher Arbeit gegen den Ball den Zahn ziehen möchte. Favre: „Gegen diesen Gegner müssen wir sehr gut organisiert sein und viele Bälle erobern, das wird der Schlüssel zum Erfolg sein.“
Obwohl Borussia mit einem Sieg bis auf einen Zähler an den VfL Wolfsburg heranrücken könnte, misst Favre dem Duell keine allzu spezielle Bedeutung bei. „Es sind noch 33 Punkte zu vergeben, das ist viel. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen in jeder Partie punkten, egal gegen welchen Gegner. Natürlich fahren wir auch nach Wolfsburg , um dort etwas mitzunehmen, ist doch klar“, betonte der VfL-Coach. Knapp 27.000 Tickets sind bereits für das morgige Spiel verkauft, Borussia wird von rund 3.000 Fans unterstützt.













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