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NEWS: 25.02.2011

Borussia unterliegt Wolfsburg 1:2

Borussia unterliegt Wolfsburg 1:2
Wolfsburg Hasebe im Duell mit Idrissou.

Erst in der Schlussphase nach dem Anschlusstreffer zum 1:2 spielte Borussia in Wolfsburg wirklich wunschgemäß. In der starken Schlussphase reichte es jedoch nicht mehr zum Ausgleich.

Borussias Trainer Lucien Favre sah nach dem starken Auftritt beim ersten Heimerfolg der Saison gegen Schalke keine Notwendigkeit für Wechsel in der Startformation gegeben. Igor de Camargo, der in der Vorwoche gesperrt zusehen musste, gehörte zwar wieder zum Kader, nahm aber zunächst nur auf der Bank Platz. Bei den Wolfsburgern reichte es beim leicht angeschlagenen Patrick Helmes ebenfalls nicht für die Startelf, zudem verzichtete Wolfsburgs Coach Pierre Littbarski auch auf Tuncay. Dafür rückten Simon Kjaer und Dieudonné Mbokani in die Anfangself. Auch für den etatmäßigen Schlussmann Diego Benaglio kam das Spiel noch zu früh.

Die in hellblau gekleideten Borussen begannen in Wolfsburg hellwach, eroberten gleich in den ersten Minuten mehrfach gut den Ball und störten die Wolfsburger früh im Spielaufbau. Torchancen gab es jedoch in den ersten Minuten auf beiden Seiten nicht. In der neunten Minute hatten dann doch die Gastgeber die erste Gelegenheit, und gleich wurde es brandgefährlich. Nach einem Freistoß von Diego köpfte Mbokani den Ball an den Pfosten, Jan Polak konnte den Nachschuss nicht unterbringen. Polak stand zwei Minuten später wieder im Mittelpunkt, als er bei einem Konter in letzter Sekunde von Havard Nordtveit entscheidend gestört wurde, so dass Logan Bailly die Situation bereinigte. Wolfsburg erhöhte jetzt merklich den Druck, und in der 14. Minute konnten die Borussen froh sein, dass Mbokani bei einem Nachschuss im Abseits stand.

Doppelschlag von Diego vor der Pause

In der 19. Minute brachten die Borussen dann erstmals einen Ball auf das Tor der Wolfsburger. Patrick Herrmann war es mit dem Kopf, doch Marwin Hitz hatte mit dem Versuch kaum Mühe. Im Gegenzug verpasst Mbokani eine Flanke von Marcel Schäfer, weil Dante zur Stelle war. Torchancen hatten die das Spiel bestimmenden Wolfsburger dann zumindest eine Weile nicht mehr – bis zur 28. Minute. Dann brachte Juan Arango nach einem Pass von Diego Sascha Riether im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Jochen Drees entschied sofort auf Strafstoß. Die letzten drei Elfmeter hatten die Wolfsburger verschossen, und auch diesmal landete der Ball nicht im Tor. Diego drosch den Ball über den Querbalken, das Spiel blieb weiter torlos. Gut drei Minuten später hatte Borussia die bis hierher beste Chance des Spiels, als Marco Reus nach einem langen Pass Roman Neustädter einsetzte, dessen Schuss rechts am Tor vorbei ging. Im nun hektischer werdenden Spiel schien Borussia sich gerade ein paar Spielanteile mehr zu verschaffen, als die Gastgeber in Führung gingen. Diego blieb im Mittelfeld trotz eines Stolperers am Ball, spielte auf der rechten Seite Sascha Riether an, der in den Strafraum laufen und flanken konnte. In der Mitte fand er dann Diego wieder, der sich die Chance diesmal nicht entgehen ließ (36.). Lucien Favre reagierte gleich nach dem Rückstand, brachte Thorben Marx für Roman Neustädter. Bis kurz vor dem Pausenpfiff passierte wenig, in der Nachspielzeit des ersten Durchganges versetzte Diego den Borussen dann den nächsten Schlag. Bei seinem Freistoß aus gut 20 Metern nach einem Foul von Martin Stranzl konnte Logan Bailly nur wenig ausrichten. Das 2:0 zur Pause entsprach dem Druck, den die Wolfsburger auf die Borussen-Abwehr ausgeübt hatte.

Druckphase nach Anschluss kam zu spät

Mit dem Wiederbeginn der Partie wechselte Borussias Trainer zum zweiten Mal. Igor de Camargo ersetzte jetzt Patrick Herrmann. Am Bild des Spiels änderte sich jedoch wenig, bis auf die Tatsache, dass den Wolfsburgern jetzt auch die letzte Konsequenz fehlte, die Angriffe zu Ende zu spielen. In der 53. Minute hätte Diego jedoch beinahe mit dem Kopf seinen dritten Treffer erzielt. Die nun fahriger spielenden Wolfsburger ermöglichten den Borussen zwar nun immer häufiger Ballgewinne im Mittelfeld, doch im Spielaufbau wurden die Ansätze zumeist schon wieder unterbunden. Nach einer Stunde wurde mit der Einwechslung von Mike Hanke für Mo Idrissou bereits der letzte Tausch bei den Gladbachern vollzogen. Mehr als das Gefühl, dass bei einem möglichen Anschlusstreffer alles noch einmal kippen könnte, ergab sich bei den Gladbachern jedoch auch weiterhin nicht.

Das änderte sich erst in der 73. Minute, als Borussia von Schiedsrichter Drees ebenfalls einen Elfmeter zugesprochen bekam, nachdem sich Jan Polak bei Martin Stranzl aufgestützt hatte. Wie zuvor Diego zielte Borussias Kapitän Filip Daems ebenfalls auf die Tormitte, brachte den Ball jedoch sicher zum Anschlusstreffer unter (74.). Cicero hatte auf der Gegenseite die Chance zum 3:1, nur eine Minute später klärte Tobias Levels gegen Mbokani in höchster Not auf der Linie. Mit ein wenig Verspätung startete Borussia dann die Aufholjagd. Mit zwei gefährlichen Szenen setzte sich Marco Reus in Szene. Der erste ging abgefälscht knapp am Tor vorbei, beim zweiten parierte Marwin Hitz glänzend (80., 81.). In der 83. Minute lag der Ball zwar im Gladbacher Netz, doch das Tor wurde nicht gegeben, weil Simon Kjaer zuvor Dante weggestoßen hatte. Wenig später war Borussia wieder gleich zweimal am Zug, als Nordtveit sich aus der Distanz versuchte und bei der nachfolgenden Ecke Martin Stranzl plötzlich gut postiert war, den Ball aber artistisch über das Tor wuchtete (85.). Jetzt endlich spielte Borussia so, wie die Fans und wohl auch die Verantwortlichen sich das vorgestellt hatten. Leider kam die zehnminütige, starke Druckphase gegen eine Wolfsburger Mannschaft zu spät, die sich in der Schlussphase zum Sieg zitterte.

Lange Zeit unterlegene Borussen hätten sich in der Schlussphase beinahe noch einen Zähler erkämpft. So ging es am Ende ohne Punkte wieder nach Hause.

Wolfsburg: Hitz – Riether, Kjaer, Friedrich, Schäfer – Cicero, Hasebe – Pekarik, Polak – Diego (90. Koo) – Mbokani (80. Mandzukic).

Borussia: Bailly – Levels, Stranzl, Dante, Daems – Nordtveit, Neustädter (38. Marx) – Herrmann (46. de Camargo), Arango – Reus – Idrissou (61. Hanke).

Tore: 1:0, 2:0 Diego (36./45.), 2:1 Daems (Foulelfmeter, 74.).

Gelbe Karte: Friedrich, Polak, Diego, Mandzukic – Reus, Stranzl, de Camargo.

Zuschauer: 29.000.

Schiedsrichter: Dr. Jochen Drees.

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