Standpunkt: Lucien Favre über die Niederlage in Wolfsburg, die Chancen im Abstiegskampf und die Vorbereitung auf das Spiel gegen Hoffenheim.
2:1 gegen Schalke gewonnen und gut gespielt, 1:2 in Wolfsburg verloren und nicht gut gespielt. In den beiden Spielen unter Ihrer Regie hat sich die Mannschaft sehr unterschiedlich präsentiert. Woran liegt das?
Lucien Favre: In Wolfsburg waren dieselben Spieler auf dem Platz wie gegen Schalke. Dass wir nicht so gut gespielt haben, hat auch mit den Gegnern zu tun. Wolfsburg war besser als Schalke.
In Wolfsburg hat vieles von dem gefehlt, was gegen Schalke gut gemacht wurde: Es war weniger Laufbereitschaft da, das Zweikampfverhalten stimmte nicht. Von außen ist dann schnell vom „fehlenden Willen“ die Rede.
Lucien Favre: Nein, das war nicht der Grund für die Niederlage. Die Daten zum Spiel zeigen, dass die Mannschaft auch in Wolfsburg nicht zu wenig gelaufen ist. Es war keine Frage des Willens. Wolfsburg war einfach besser, sie haben den Ball gut laufen lassen, schnell gespielt und sie hatten in Diego einen Spieler auf dem Platz, der den Unterschied gemacht hat.
Durch die Niederlage ist Borussias Abstand auf die Plätze 15 und 16 wieder etwas größer geworden. Zehn Spiele sind noch zu spielen. Wie schätzen Sie die Chancen auf den Klassenerhalt ein?
Lucien Favre: Dass es schwierig wird, ist klar. Jeder kann die Tabelle lesen. Aber ich bin trotzdem überzeugt, dass es uns noch gelingen kann, den Abstieg zu vermeiden. Es sind noch 30 Punkte zu vergeben.
Das nächste Spiel ist am Samstag gegen Hoffenheim. In dieser Woche haben Sie sieben Trainingseinheiten angesetzt, so wie in der Woche vor dem Schalke-Spiel.
Lucien Favre: Ja, es gibt viele Dinge, an denen wir arbeiten müssen und dafür müssen wir jede Gelegenheit nutzen. Wir haben nicht mehr viel Zeit und müssen konzentriert und präzise arbeiten. Im Fußball sind manchmal Details entscheidend, an diesen Details müssen wir arbeiten.
Waren Sie überrascht oder enttäuscht von der Leistung der Mannschaft in Wolfsburg?
Lucien Favre: Wenn eine Mannschaft in der Tabelle auf Platz 18 steht, dann ist das kein Zufall, dann gibt es dafür Gründe. In Wolfsburg konnte man die Gründe erkennen.
Zum Beispiel?
Lucien Favre: Zum Beispiel unser Defensivverhalten, die Mannschaft hat nicht gut zusammen gearbeitet. Gegen Schalke haben wir bis auf die Szene in der 2. Minute, die zum Gegentor geführt hat, keine Torchance zugelassen. In Wolfsburg waren es viel zu viele. Wir hatten zu viele Ballverluste, weil wir es zu kompliziert gemacht haben.
Sie haben gegen Schalke und in Wolfsburg zweimal dieselbe Mannschaft auflaufen lassen. Kann es sein, dass es gegen Hoffenheim eine veränderte Aufstellung geben wird?
Lucien Favre: Das ist möglich. Es ist aber noch zu früh, das jetzt zu sagen, wir haben noch eine ganze Trainingswoche vor uns. Aber natürlich habe ich in Wolfsburg einige Dinge gesehen, die mir nicht gefallen haben.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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