Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 1:1-Unentschieden gegen 1899 Hoffenheim am 7. Februar 2009 zurück.
Die Situation vor dem Spiel war vergleichbar mit der aktuellen Lage. Borussia lag mit zwölf Zählern auf dem letzten Tabellenplatz, der Klassenerhalt war in höchster Gefahr. Deshalb fühlte sich die Punkteteilung nach dem Match auch an wie eine Niederlage, zumal sie sehr unglücklich zustande kam. Der Last-Minute-Schock durch Wellington traf die Borussen damals bis ins Mark. „Die Enttäuschung war riesengroß. In der Kabine hat niemand ein Wort gesprochen“, sagte Filip Daems. Auch Borussias Trainer Hans Meyer rang um Fassung: „Wären wir Zehnter oder Elfter, würden wir ein Fläschchen aufmachen. So sind es zwei verlorene Punkte. Das ist sehr, sehr bitter.“
Dabei hatte seine Mannschaft über weite Strecken eine vor allem kämpferisch starke Vorstellung geboten und die spielstarken Gäste kaum zur Entfaltung kommen lassen. „Gladbach hat unser Spiel zumindest 80 Minuten nicht zugelassen, sie haben richtig gut gespielt“, meinte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick. Zwar hatte sein Team im ersten Durchgang die ein oder andere Möglichkeit, doch VfL-Keeper Logan Bailly erwies sich dabei als sicherer Rückhalt seines Teams. In der 44. Minute gingen die Fohlen dann ein wenig überraschend, aber keineswegs unverdient in Führung. In Höhe der Mittellinie gab Tomas Galásek den Ball weiter zu Alexander Baumjohann. Der Mittelfeldspieler nahm sich ein Herz, zog aus rund 25 Metern ab, und die Kugel senkte sich als Bogenlampe über 1899-Torwart Daniel Haas hinweg in die Maschen.
Ba setzte Fallrückzieher an die Latte
Nach der Pause erhöhte Hoffenheim den Druck und hatte in der 55. Minute eine Doppelchance durch Sejad Salihovic. Zunächst parierte Bailly seinen Distanzschuss und im Anschluss bekam der Bosnier eine zweite Gelegenheit, die er aber ebenso nicht nutzen konnte. Auf der Gegenseite hatten die Borussen eine gute Kontermöglichkeit, als Rob Friend in den Strafraum eindrang, jedoch nicht kontrolliert zum Abschluss kam, den Nachschuss verzog Paul Stalteri. In der Schlussphase geriet die knappe Führung dann mehr und mehr ins Wanken. In der 78. Minute setzte Demba Ba einen Fallrückzieher an den Querbalken, zudem wehrte Bailly kurz darauf gefährliche Kopfbälle von Marco Terrazzino und Luiz Gustavo exzellent ab. In der 89. Minute kam es aber doch, wie es kommen muss, wenn man Letzter ist. Während Karim Matmour an der Seitenlinie behandelt wurde, trat Salihovic einen Freistoß in den Strafraum, Marvin Compper verlängerte per Kopf und am langen Pfosten stand der eingewechselte Wellington goldrichtig und drückte den Ball zum 1:1-Ausgleich über die Linie. „Insgesamt können wir mit unserer Leistung zufrieden sein, nur das Ergebnis stimmte nicht. So ein dummes Gegentor in der letzten Minute zu bekommen, ist total ärgerlich“, meinte Baumjohann.
Im Nachhinein erwies sich dieser eine Zähler aber noch als sehr wichtig, denn im Anschluss startete Borussia eine kleine Serie mit zehn Punkten aus den darauf folgenden fünf Begegnungen, mit denen sie die Weichen Richtung Klassenerhalt stellte, den der VfL dann am letzten Spieltag mit einem 1:1 gegen Borussia Dortmund endgültig perfekt machte.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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