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Borussia News

NEWS: 07.03.2011

„Abstand verkürzt, aber noch nichts erreicht“

„Abstand verkürzt, aber noch nichts erreicht“
Borussias Sportdirektor Max Eberl.

Standpunkt: Sportdirektor Max Eberl über Borussias Chancen im Abstiegskampf, Igor de Camargo und Tony Jantschke sowie die erneute Falschmeldung einer Zeitung.

Max, durch den 2:0-Sieg gegen Hoffenheim hat Borussia den Abstand auf den Relegationsplatz auf drei und auf den ersten Nichtabstiegsplatz auf vier Punkte verkürzt. Wie siehst du die Chancen im Abstiegskampf?

Eberl: Nach jedem Spieltag werden unsere Chancen wieder neu analysiert. Im Winter und gerade auch nach dem Stuttgart-Spiel waren wir für viele schon abgestiegen, jetzt sagen dieselben Leute, dass wir wieder dran sind. Fakt ist, dass wir aus den bisher gespielten acht Rückrundenspielen zwölf Punkte geholt haben. Das ist absolut in Ordnung. Und ich habe von Anfang an gesagt, dass das keine kurzfristige Sache wird, sondern am letzten Spieltag entschieden wird, dann müssen wir über dem Strich stehen.

Der Sieg gegen Hoffenheim war der zweite Heimerfolg in Folge. Wieso läuft es jetzt besser im BORUSSIA-PARK als in der Hinrunde?

Eberl: Es gibt einfach Dinge im Fußball, die man nicht erklären kann. Wir haben ja auch in der Hinrunde zuhause einige gute Spiele abgeliefert, aber uns eben nicht mit den nötigen Punkten belohnt. Wie gesagt, es ist nicht zu erklären. Wichtig ist jetzt nur, dass wir das zweite Heimspiel gewonnen haben.

Im Express war heute zu lesen, dass Dante bei einem Abstieg Borussias eine Ausstiegsklausel hat und für acht Millionen Euro wechseln kann. Was ist da dran?

Eberl: Das stimmt ebenso wenig wie die vielen anderen Gerüchte, die diese Zeitung schon die gesamte Saison über verbreitet. Es gibt keine Ausstiegsklausel in Dantes Vertrag. Der Express versucht mit Unwahrheiten Unruhe in den Verein zu bringen, aber das wird dem Blatt nicht gelingen. Diese Meldung ist schlicht und einfach falsch.

Tony Jantschke stand das erste Mal in der Saison von Beginn an auf dem Platz. Wie bewertest du seine Leistung?

Eberl: Tony hat immer wieder nachgewiesen, dass er jede Menge Qualitäten hat und eine sehr gute Alternative ist. Er ist sehr Zweikampfstark, das hat er auch schon in der vergangenen Saison gezeigt. Leider ist er zu Beginn dieser Spielzeit mit einem Mittelfußbruch ungefähr 20 Wochen ausgefallen. Das war keine einfache Situation für ihn. Umso mehr freue ich mich, dass er gegen Hoffenheim das Vertrauen des Trainers bekommen hat und er es sehr ordentlich gemacht hat.

Igor de Camargo hat in den letzten fünf Begegnungen vier Tore erzielt …

Eberl: Igor wurde zu Beginn der Saison ja schon als Fehleinkauf bezeichnet, der nur viel Geld gekostet hat. Dabei wurde aber vergessen, dass er 14 Wochen verletzt war und erst am siebten Spieltag gegen Wolfsburg das erste Mal eingewechselt wurde. Wir waren immer von seinen Qualitäten überzeugt. Igor stand jetzt 14-mal in der Startelf und hat sieben Tore erzielt. Ich denke, dass das eine sehr gute Quote ist. Er sorgt vorne für Torgefahr und bringt sich auch in das gesamte Spiel sehr gut mit ein. Zudem hilft uns seine Erfahrung, er spricht viel mit den jüngeren Spielern und steht ihnen zur Seite.

Sowohl Bremen als auch Stuttgart haben am Wochenende gewonnen. Wie schätzt du die Gesamtsituation ein und welche Teams werden in deinen Augen letztendlich die Konkurrenten für Borussia im Abstiegskampf sein?

Eberl: Der Abstiegskampf wird diesmal interessanter als die Deutsche Meisterschaft und es ist schon ein Stück weit überraschend, dass Stuttgart, Bremen und Wolfsburg so weit unten stehen. Für uns ist sehr wichtig, dass wir seit der Winterpause den Abstand zu den Konkurrenten aus Kaiserslautern, Frankfurt und St. Pauli, aber auch zu Wolfsburg und Bremen verkürzen konnten. Wir müssen aber weiter nur auf uns schauen und versuchen die Schwankungen in unserem Spiel in den Griff zu bekommen. Dann werden wir auch am kommenden Spieltag in Bremen etwas mitnehmen. Insgesamt ist das eine sehr interessante Situation und ich denke, dass die Mannschaften absteigen, die zuerst die Nerven verlieren. Daher müssen wir alles um uns herum ausblenden und weiter alles für den Klassenerhalt geben. Unsere Chancen sind jetzt etwas gestiegen, aber geschafft haben wir noch nichts.

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