Nach dem heutigen Vormittagstraining sprachen wir mit Tony Jantschke, der beim 2:0-Sieg gegen Hoffenheim zum ersten Mal in dieser Saison in der Startelf stand.
Tony, wie war es für dich, mal wieder in einem Pflichtspiel von Beginn an auf dem Platz zu stehen. Hattest du Eigewöhnungsprobleme?
Jantschke: Klar war es ein super Gefühl nach so langer Zeit, endlich mal wieder durchzuspielen. Dazu haben wir gut gespielt und drei Punkte geholt – besser kann es natürlich nicht laufen. Eigewöhnungsprobleme hatte ich keine, ich habe mich sofort gut zurecht gefunden.
Gehst du davon aus, dass du jetzt in der Mannschaft bleibst?
Jantschke: Gesetzt ist niemand. Man muss weiter gut trainieren, dann spielt man auch. Wir haben in dieser Woche noch ein paar Einheiten vor der Brust und dann werden wir sehen, wer in Bremen in der Startelf steht. Natürlich würde ich mich freuen, auch dort wieder dazuzugehören.
Du hast in der Jugend die meiste Zeit als Innenverteidiger oder auf der Sechs gespielt. Sowohl in der U21-Nationalmannschaft als auch bei Borussia bist du nun Rechtsverteidiger. Wie kommt das?
Jantschke: In der U18- und U19-Nationalmannschaft hat mich mein damaliger Trainer Heiko Herrlich zum ersten Mal dort aufgestellt. In der vergangenen Saison hat es Michael Frontzeck auch ein paar Mal getan, und so hat sich das ergeben. Mir ist es eigentlich relativ egal, wo ich spiele, ich fühle mich im defensiven Bereich auf fast allen Positionen wohl.
Du bist gut mit deinem Konkurrenten auf dieser Position, Tobias Levels, befreundet. Euer Verhältnis leidet aber aufgrund der sportlichen Rivalität nicht, oder?
Jantschke: Nein, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Wir verstehen uns weiterhin sehr gut – zudem kann sich im Fußball ohnehin alles sehr schnell wieder ändern. Hinzu kommt, dass im Moment nicht der Einzelne, sondern nur das Wohl des Vereins und unser sportliches Ziel, der Klassenverbleib, im Fokus steht – dem müssen wir uns alle unterordnen.
Ihr spielt nun in Bremen und dann gegen Kaiserslautern gegen zwei direkte Konkurrenten. Würdest du diese beiden Partien als Schicksalsspiele bezeichnen?
Jantschke: Die beiden Partien sind extrem wichtig, aber wir haben insgesamt noch neun Spiele und es gibt auch danach noch einige Punkte zu holen. Dennoch man kann natürlich nicht abstreiten, dass die Duelle gegen die direkten Konkurrenten extrem wichtig sind, und man diese Spiele nicht verlieren sollte, weil die Situation sonst immer schwieriger wird.
Was erwartest du von dem Spiel im Weserstadion und wie könnt ihr dort bestehen?
Jantschke: Wir wollen in Bremen mindestens einen Zähler mitnehmen, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Bremen hat eine große individuelle Qualität, und wir müssen versuchen, sie mit Kompaktheit, große Laufbereitschaft, Einsatz und Kampf nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Wenn uns das gelingt und wir vorne unsere Chancen nutzen, ist mit Sicherheit etwas für uns drin.














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