Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 3:2-Sieg bei Weder Bremen am 8. September 1973 zurück.
Als für Rainer Bonhof das Spiel in Bremen nach 55 Minuten mit einer Fahrt ins Krankenhaus endete, schien für den Bundesliga-Spitzenreiter die erste Saison-Niederlage unabwendbar. Bei einem Kopfballduell mit Werner Weist hatte sich Borussias heutiger Vizepräsident einen Unterkieferbruch zugezogen. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Fohlen bereits 0:2 im Hintertreffen. Doch dank großem Kampfgeist und toller Moral überwanden sie den Schock und drehten in den letzten 20 Minuten den Spieß noch komplett um.
Angefeuert von 32.000 Fans im Weserstadion hatten die Hanseaten den Gästen alles abverlangt. Vor allem im ersten Durchgang stand VfL-Torwart Wolfgang Kleff öfter im Blickpunkt als ihm lieb gewesen sein dürfte. Bei den beiden Gegentreffern von Weist (24.) und Horst-Dieter Höttges (43.) war aber auch der glänzend aufgelegte Schlussmann machtlos. Dazwischen ließen Dietmar Danner und Jupp Heynckes zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich aus.
Zum endgültigen K.o.-Schlag fehlte den Hausherren nach der Pause aber die Kraft. „Als Jupp Heynckes 20 Minuten vor dem Ende das Anschlusstor erzielte, war ich mir sicher, dass wir das Spiel noch gewinnen würden“, verriet Klaus Sieloff nach der Partie. Dietmar Danner und Christian Kulik forcierten jetzt aus dem Mittelfeld heraus das Tempo. Beide leiteten auch über Henning Jensen das Ausgleichstor ein, das Bernd Rupp (76.) in seinem 250. Bundesligaspiel per Kopf markierte. Jupp Heynckes sorgte dann drei Minuten vor dem Abpfiff mit seinem neunten Saisontreffer sogar noch für den doppelten Punktgewinn. „Am Ende waren wir alle geschafft. So schwer wie die Bremer hatte uns bisher noch kein Gegner zugesetzt, das hatten wir vorher kaum erwartet“, gab Rupp hinterher zu und ergänzte: „Unser Erfolg hat jedoch auch gezeigt wie gut der Teamgeist in unserer Mannschaft ist.“
„Ihr hättet uns von eurem Glück ein bisschen abgeben können“, sagte Werder-Coach Sepp Piontek nach dem Spiel zu Rupp, mit dem er von 1967 bis 1969 zusammen gespielt hatte. „Unsere Mannschaft fiel nach dem ersten Gegentor leider auseinander“, klagte der Bremer Trainer. „Das hätte schon früher passieren können, wenn nach dem 0:1 ein Tor für uns gefallen wäre. Die Chancen dazu waren da. Am Ende haben wir aber wirklich eine tolle Moral gezeigt“, meinte VfL-Coach Hennes Weisweiler. Mit dem fünften Sieg im sechsten Spiel und dem gleichzeitigen 5:5 des FC Bayern beim FC Schalke baute Borussia ihre Tabellenführung um einen Zähler aus. Am Ende der Saison stand aber doch der Rekordmeister auf Rang eins – die Fohlen mussten sich mit einem Punkt Rückstand mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben.














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Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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