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Borussia News

NEWS: 13.03.2011

Ein Punkt für die Moral

Ein Punkt für die Moral
Nach dem Last-Minute-Ausgleich war die Erleichterung bei den Borussen (hier: v.l. Juan Arango, Dante, Mike Hanke, Marco Reus) groß.

„Dieser Punkt ist sehr, sehr wichtig für den Kopf“, machte VfL-Coach Lucien Favre deutlich, warum das 1:1-Unentschieden in Bremen mehr wert ist als nur ein Zähler.

Zum ersten Mal in der Rückrunde folgte auf einen Sieg keine Niederlage. Nach dem 2:0-Heimerfolg in der Vorwoche gegen Hoffenheim blieb Borussia in Bremen erneut in den Punkten. Das ist wichtig für die Moral, auch wenn das Unentschieden im Bremen sicherlich ein wenig glücklich zustande kam. Erst in der Schlussphase warfen die Gäste alles nach vorne und belohnten sich in der Nachspielzeit mit dem Last-Minute-Ausgleich durch Dante. Nach einer präzisen Freistoß-Flanke von Juan Arango ließ sich der Brasilianer, der sich in der Vorwoche das Nasenbein gebrochen hatte, auch nicht von seiner Gesichtsmaske stoppen und köpfte zum 1:1 ein. „Wir haben nie aufgesteckt und bis zur letzten Minute gekämpft – und das ist wichtig im Abstiegskampf“, meinte Innenverteidiger Martin Stranzl.

Vor allem im ersten Durchgang tat sich Borussia schwer, sich aus der Umklammerung zu befreien. Beflügelt von zuletzt vier Punkten aus den letzten beiden Partien machten die Bremer viel Druck und spielten sich einige gute Möglichkeiten heraus. „Werder hat sehr gut kombiniert und uns so unter Druck gesetzt, deswegen konnten wir nicht so selbstbewusst nach vorne spielen wie wir uns das vorgenommen hatten“, befand Stranzl. Doch die Fohlen konnten sich auf ihren Keeper Logan Bailly verlassen, der mehrfach glänzend parierte. Lediglich beim unhaltbaren Kopfballtreffer von Sandro Wagner Mitte der ersten Hälfte war auch der Belgier machtlos. Zudem war er kurz vor der Pause im Glück, als Tim Borowski die Kugel an die Unterkante der Latte nagelte. „In der ersten Hälfte waren wir nicht gut. Wir haben den Ball nicht laufen lassen und uns insgesamt zu viele Ballverluste erlaubt. Es hätte auch 2:0 oder 3:0 für Werder stehen können“, sagte Favre.

Umstellungen machten sich bezahlt

Bereits Mitte der ersten Hälfte stellte Borussias Trainer taktisch um, zog Marco Reus weiter nach vorne, um für etwas mehr Entlastung zu sorgen. „Wir wollten kein Harakiri, aber zumindest etwas offensiver spielen“, erklärte Favre. Diese Maßnahme fruchtete nach dem Wechsel, als der Druck der Bremer von Minute zu Minute nachließ. „Wir haben in der zweiten Hälfte deutlich besser gespielt, aber das war auch nicht schwer nach dem ersten Durchgang“, sagte Favre. Der VfL trug seine Angriffe nun konsequenter nach vorne. Dass der Ausgleichstreffer in der 92. Minute fiel, war ein glücklicher Umstand, den sich die Mannschaft zuvor aber auch mit Willen und Kampfgeist erarbeitet hatte. „Die Mannschaft hat Charakter gezeigt und immer dran geglaubt, noch ein Unentschieden erreichen zu können. Dieser Punkt war schwierig zu holen, denn Bremen hatte wieder viel Selbstvertrauen, sie waren sehr stark“, unterstrich Favre.

Der Coach richtete den Blick aber auch gleich wieder nach vorne, denn bereits am Freitag (Anstoß: 20.30 Uhr) steht im BORUSSIA-PARK das nächste wichtige Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern an. „Wir müssen dieses Spiel sehr, sehr gut vorbereiten. Nach dem Sieg gegen Freiburg könnte Kaiserslautern mit einem Unentschieden gut leben. Diese Situation wird nicht einfach für uns“, meinte Favre. Nach aktuellem Stand dürften ihm mit Ausnahme von Marc-André ter Stegen (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Jean-Sébastien Jaurés (Aufbautraining) und Igor de Camargo (Innenbanddehnung im Knie) alle Spieler zur Verfügung stehen. Zwar klagten Martin Stranzl (Knieprellung), Juan Arango (Prellung am Sprunggelenk) und Patrick Herrmann (Oberschenkelprobleme) nach dem Spiel über leichte Blessuren, alle konnten aber am Auslaufen am heutigen Vormittag teilnehmen und werden nach dem trainingsfreien Montag wohl auch am Dienstag ab 10 Uhr bei der ersten Einheit der neuen Woche mit auf dem Trainingsplatz erwartet.

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