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NEWS: 16.03.2011

"Die richtige Balance finden"

"Die richtige Balance finden"
VfL-Coach Lucien Favre

Mit der Unterstützung ihrer Fans peilt Borussia am Freitag (Anstoß: 20.30 Uhr) im Kellerduell gegen den 1. FC Kaiserslautern den dritten Heimsieg in Folge an.

Sowohl der VfL als auch der FCK schöpften am vergangenen Wochenende durch Last-Minute-Treffer neuen Mut im Abstiegskampf. Borussia holte durch das Dante-Tor in der Nachspielzeit einen Punkt in Bremen, Kaiserslautern kam durch einen ebenso späten Treffer von Erwin Hoffer sogar zu einem 2:1-Erfolg über den SC Freiburg. „Ich habe mir eine DVD von dem Spiel angesehen und muss sagen, dass Kaiserslautern einen sehr guten Eindruck gemacht hat. Sie sind aggressiv in den Zweikämpfen, läuferisch sehr stark und haben eine große, individuelle Qualität“, sagte VfL-Coach Lucien Favre in der heutigen Pressekonferenz.

Dennoch hofft der Schweizer am Freitag auf einen erneuten Heimerfolg. Zuversicht macht ihm der Auftritt seines Teams nach der Pause in Bremen. „In der ersten Hälfte haben wir uns zu viele Ballverluste und taktische Fehler erlaubt. Im zweiten Durchgang haben wir das korrigiert, viel besser agiert und vier klare Chancen heraus gespielt“, sagte Favre. An diese Leistung will seine Mannschaft am Freitag gegen die Roten Teufel anknüpfen, ohne dabei aber den Gästen ins offene Messer zu laufen. „Kaiserslautern kontert sehr gefährlich, deswegen müssen wir die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive finden“, sagte Favre. Derzeit steht der FCK auf Rang 14 und hat fünf Zähler mehr auf dem Konto als Borussia. Aufgrund dieser Tabellenkonstellation sieht Borussias Trainer die Pfälzer im Vorteil. „Sie könnten hier mit einem Punkt gut leben, das macht die Sache für uns sicher nicht leichter “, so Favre.

Direkte Duelle im Abstiegskampf

Der 27. Spieltag könnte im Keller schon einige Weichen im Abstiegskampf stellen, denn die unteren sechs Teams treffen allesamt aufeinander: Neben der Partie am Freitag zwischen Borussia (18.) und Kaiserslautern (14.), empfängt am Samstag Eintracht Frankfurt (15.) den FC St. Pauli (16.) und am Sonntag der VfB Stuttgart (13.) den VfL Wolfsburg (17.). „Es wird noch extremer als an anderen Spieltagen Gewinner und Verlierer geben – und es wäre natürlich wünschenswert, wenn wir unseren positiven Reigen fortsetzen können und weiter an Boden gut machen“, sagt VfL-Sportdirektor Max Eberl. Dafür müssten die Fohlen ihre Bilanz die direkten Konkurrenten aber verbessern, denn mit Ausnahme des 1:0 in Frankfurt (Hinspiel: 0:4) konnten sie bislang kein Team aus dem unteren Tabellendrittel schlagen. Das Hinspiel gegen die Pfälzer ging mit 0:3 verloren, und aus den Partien gegen Werder Bremen, den VfB Stuttgart, den FC St. Pauli und den VfL Wolfsburg holte Mönchengladbach lediglich zwei Zähler.

„Uns hängt ein wenig nach, dass wir diese direkten Duelle nicht für uns entschieden haben. Nicht zuletzt deshalb wurden wir von vielen Experten bereits mehrfach abgeschrieben“, sagte Eberl. Nichtsdestotrotz habe der VfL in der Rückrunde schon 13 Zähler gesammelt, was in der Rückrundentabelle Rang acht bedeutet. „Es kann hinten heraus durchaus ein Vorteil für uns sein, dass wir momentan einen positiven Trend haben, während andere Teams gegen einen negativen Lauf kämpfen“, so Eberl. Borussias Sportdirektor weiter: „Selbstverständlich müssen wir uns vorrangig auf uns selbst konzentrieren und selber die Punkte einfahren. Aber natürlich müssen wir auch ein wenig auf die anderen schauen und versuchen, ihre Schwächeperioden auszunutzen, um bis zum letzten Spieltag die Chance zu wahren, den Klassenerhalt zu schaffen.“

Daems-Einsatz noch fraglich

Auf vier Spieler muss Borussia am Freitag definitiv verzichten. Die Ausfälle von Igor de Camargo (schwere Innenbanddehnung im Knie), Marc-André ter Stegen (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Jean-Sébastien Jaurès (Trainingsrückstand nach Knieproblemen) waren im Vorfeld klar. Zudem muss auch Jens Wissing passen, der am gestrigen Dienstag wegen einer Verdrehung des Sprunggelenks arthroskopisch operiert wurde. Ob Kapitän Filip Daems mitwirken kann, ist noch offen. Der Belgier absolvierte nach seiner Grippe heute immerhin schon wieder ein leichtes Trainingspensum. „Wir müssen abwarten, wie er auf die Belastung reagiert, aber ich bin optimistisch, dass er spielen kann“, erklärte Favre.

Borussia rechnet für das Spiel gegen den FCK mit rund 46.000 Zuschauern. Tickets gibt es noch für alle Bereiche mit Ausnahme der Nordkurve. Die Tageskassen öffnen am Freitag um 18 Uhr, und bis zwei Stunden vor dem Anpfiff auch online per print at home.

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