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Borussia News

NEWS: 19.03.2011

„Versuchen, das Unmögliche noch zu schaffen“

„Versuchen, das Unmögliche noch zu schaffen“
Nach dem Abpfiff tröstete Dante seinen Teamkollegen Logan Bailly. Rechts der enttäuschte Roman Neustädter.

Mit hängenden Köpfen schlichen die Borussen gestern nach dem bitteren 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern vom Platz, denn im Kampf um den Klassenverbleib bedeutete die Niederlage einen sehr herben Rückschlag.

„Es war wieder in Spiel, das wir gegen einen direkten Konkurrenten verloren haben, das macht die Sache natürlich nicht leichter. Wenn man diese wichtigen Punkte nicht holt, wird es extrem schwierig, im Abstiegskampf zu bestehen“, sagte ein enttäuschter Sportdirektor Max Eberl. „Das Spiel wäre eine gute Chance gewesen, oben heranzukommen, aber so bleiben wir unten hängen“, ergänzte Kapitän Filip Daems.

Dabei begann Borussia sehr schwungvoll und erspielte sich in der ersten Viertelstunde zwei, drei gute Möglichkeiten. „Zu Beginn des Spiels hatten wir eine ordentliche Druckphase, danach war es relativ ausgeglichen, die Partie plätscherte so dahin und war von der Spannung geprägt“, sagte Eberl. Borussia ging kein zu großes Risiko ein, weil sie um die Konterstärke der Pfälzer wusste. Eberl: „Solange es 0:0 stand, waren wir nicht in der Situation, bedingungslos nach vorne laufen zu müssen. Wir wussten, dass vielleicht ein Tor reicht und wir 90 Minuten lange Zeit haben, um diesen lucky punch zu setzen.“

Doch genau dieser glückliche Schlag gelang nach einer Stunde den Gästen, weil sich VfL-Keeper Logan Bailly den Ball nach einer Ecke von Christian Tiffert selbst ins Tor boxte. „Das 0:1 war – natürlich auch, so wie es entstanden ist – ein Schock für die Mannschaft, das hat man in den letzten 20 Minuten gesehen, da haben wir es nicht mehr geschafft, konstruktiv Druck aufzubauen und den Gegner zu Fehlern zu zwingen“, sagte Eberl und erklärte, wieso Borussia in der Schlussphase nichts mehr zuzusetzen hatte: „Jeder, der Fußball gespielt hat, weiß, wie kompliziert es im Abstiegskampf zugeht und der Kopf eine große Rolle spielt. Die Lauterer wurden von Minute zu Minute selbstbewusster und bei uns wurde die Verunsicherung immer größer.“

"Wichtige Schlacht verloren"

Nach der neunten Heimniederlage und dem Wissen, dass am heutigen Nachmittag die Konkurrenz gegenseitig aufeinander trifft und somit zwangsläufig Teams aus der unteren Tabellenregion punkten werden, wird die Lage für Borussia natürlich jetzt immer bedrohlicher. „Wir haben eine wichtige Schlacht verloren und verpasst, richtig heranzurücken. In dieser engen Situation gegen einen direkten Konkurrenten zu verlieren, wiegt natürlich doppelt schwer“, sagte Eberl. Den Mut hat Borussias Sportdirektor aber noch lange nicht verloren: „Die Spiele werden immer weniger, gegen die direkten Konkurrenten spielen wir nicht mehr, das lässt die Chancen natürlich sinken. Dennoch werden wir alles dafür tun, um den letzten Strohhalm zu kämpfen. Die Bundesliga ist ein Geschäft ist, in dem sich an jedem Wochenende etwas ändern und viel passieren kann. Wir werden die letzten sieben Spiele professionell angehen und versuchen, das Unmögliche noch zu schaffen.“

Da am kommenden Wochenende eine Länderspielpause ansteht, bleiben den Borussen nun zwei Wochen Zeit, um sich auf das Auswärtsspiel beim FC Bayern München vorzubereiten. Nach dem trainingsfreien Montag bittet VfL-Coach Lucien Favre sein Team am Dienstag zweimal (10 und 16 Uhr) auf den Platz. Nach aktuellem Stand werden mit Ausnahme der Nationalspieler, die zu ihren jeweiligen Nationalmannschaften unterwegs sind, sowie den verletzten Igor de Camargo, Marc-André ter Stegen und Jean-Sébastien Jaurès alle Spieler daran teilnehmen können. Zur Überbrückung der Länderspielpause bestreitet Borussia am kommenden Freitag ab 18 Uhr ein Testspiel beim niederländischen Zweitligisten FC Eindhoven.

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