Zehn Jahre nach der verpflichtenden Einführung von Leistungszentren im deutschen Profifußball zogen Ligaverband und Deutsche Fußball Liga (DFL) am heutigen Dienstagvormittag bei einer Pressekonferenz im BORUSSIA-PARK Bilanz.
Dass das Gespräch mit den Medienvertretern in Mönchengladbach stattfand, war kein Zufall. „In Sachen Nachwuchs wird bei Borussia vorbildlich gearbeitet“, sagte Andreas Rettig, Vorsitzender der Kommission Leistungszentren des Ligaverbandes. Im Anschluss an die rund einstündige Pressekonferenz führte Roland Virkus, VfL-Direktor für Jugend und Amateure, den gesamten Tross auch noch durch den BORUSSIA-PARK und zeigte ihm wichtige Punkte des Leistungszentrums.
Zuvor zogen Ligapräsident Dr. Reinhard Rauball, Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, und Andreas Rettig aber ein mehr als positives Zwischenfazit. „Spätestens die überragenden Auftritte unserer Nationalmannschaft bei der WM 2010 haben deutlich gemacht, dass die Maßnahmen, die der Ligaverband und die 36 Proficlubs in Deutschland im Jahre 2001 beschlossen haben, vollkommen richtig waren“, sagte Rauball. „Mit der Einführung der Leistungszentren für Nachwuchsspieler wurde vor zehn Jahren der Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft des deutschen Fußballs gelegt. Heute können wir die Früchte der geleisteten Arbeit ernten, und ich bin mir sicher, es werden noch viele weitere folgen.“
Umdenken nach der EURO 2000
Das Umdenken in Deutschland begann nach dem desaströsen Abschneiden Deutschlands bei der EURO 2000 in Belgien und den Niederlanden, als die deutsche Nationalmannschaft sang- und klanglos in der Vorrunde ausschied. Das Talentförderprogramm wurde aus der Taufe gehoben, die Leistungszentren für alle Clubs verpflichtend als eine der Voraussetzungen zum Erhalt der Lizenz eingeführt. Dank des starken Unterbaus ist der Anteil der deutschen Spieler im Lizenzfußball mit über 64 Prozent auf den höchsten Wert seit der Saison 1998/99 gestiegen.
Mehr als 600 Millionen Euro steckten die Clubs in den vergangenen zehn Jahren in die Leistungszentren. Diese Investitionen zahlten sich aus – denn die Bundesliga eroberte auf internationaler Ebene jüngst den dritten direkten Startplatz in der Champions League zurück und ist in der UEFA-Fünf-Jahreswertung Spanien dicht auf den Fersen. In den Leistungszentren, die im Rahmen der ersten Generalversammlung des Ligaverbandes am 28. Februar 2001 obligatorisch wurden, sind momentan mehr als 5.400 Spieler in 282 Mannschaften aktiv. 52,5 Prozent aller Spieler der Bundesliga stammen aus den Nachwuchs-Einrichtungen, jeder Verein hat demnach im Schnitt rund 15 Spieler im Kader, die in einem dieser Zentren geschult wurden.
Nachwuchsarbeit zahlt sich aus
„Die Entwicklung der Leistungszentren ist ohne Zweifel eine Erfolgsstory, auf die Clubs, Ligaverband und DFL gemeinsam stolz sein können. Die vor zehn Jahren begonnene, konsequente Nachwuchsarbeit zahlt sich immer mehr aus. Dies belegen die vielen jungen Spieler in der Bundesliga und in der A-Nationalmannschaft ebenso wie die Erfolge der Jugendauswahlteams des DFB. In punkto Nachwuchsarbeit müssen wir uns vor keiner Fußballnation mehr verstecken“, erklärte Rauball. Er bedankte sich bei allen Vereinen, Trainern und dem DFB für die geleistete Arbeit.
Damit die Talente auch in Zukunft nicht ausbleiben, arbeitet die ebenfalls 2001 gegründete Kommission Leistungszentren ständig an Möglichkeiten zur Verbesserung und zum Ausbau der Nachwuchsarbeit. Die Riege mit dem Vorsitzenden Andreas Rettig an der Spitze soll dafür Sorge tragen, dass die positive Entwicklung in den kommenden Jahren nicht stagniert. „Wir dürfen uns von den jüngsten Erfolgen der jungen Spieler in der Bundesliga und in der Nationalelf nicht blenden lassen. Das aktuelle Jubiläum sollte für uns alle vielmehr ein Anlass sein, darüber nachzudenken, wie wir auch in zehn Jahren noch stilbildend in der Nachwuchs- und Eliteförderung sein können“, sagte Rettig. Der Geschäftsführer des FC Augsburg will vor allem die Kooperationen der Clubs mit den Schulen weiter ausbauen. So werde derzeit darüber nachgedacht, den Schulen als Dienstleister Fußballtrainer zur Verfügung zu stellen. Zudem will die Kommission verstärkt Themen wie Integration und demographischen Wandel in ihre Arbeit aufnehmen.












Borussias Twitter Feed
Die Uefa war heute zu Gast im BORUSSIA-PARK: Es war ein erster Besuch wegen der Champions League. Ende Juni kommt erneut eine Delegation.
Vor ca. 2 Stunden
Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
Vorgestern
Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bei Facebook
Borussia bei Youtube
Videos aus unserem Youtube-Kanal