Vier Jahrzehnte ist es nun her, dass am Bökelberg vor der Nordkurve der Pfosten brach und Herbert Laumen ein Stück Fußballgeschichte schrieb. Am Sonntag jährt sich das Ereignis zum 40. Mal.
Am 3. April 1971 flog Laumen beim Stand von 1:1 zwischen Borussia und Werder Bremen in der 88. Minute ins Netz, das Spiel wurde abgebrochen und gegen Borussia gewertet: Die Geschichte ist bekannt – und auch ihr gutes Ende. Borussia wurde trotzdem Deutscher Meister, und Laumen hatte ausgesorgt. In heutigen Zeiten würde mancher Böses denken, denn Laumens Wechsel zu Werder Bremen stand schon fest, als er im Tornetz am Bökelberg hing und den Bremern zumindest einen Zähler sicherte. „Ja, ich bin oft darauf angesprochen worden in Bremen, aber es war ja genau andersherum. Günter Netzer und ich hatten uns einen Plan ausgedacht, für den Fall, dass es einmal nicht so läuft. Deswegen hatten wir die Torpfosten am Bökelberg angesägt und haben die Szene unendlich oft im Training geübt“, sagt Laumen heute, 40 Jahre nach dem Pfostenbruch. Damals waren sich die beiden Jungstars einig, gegen Bremen musste der Geheimplan greifen: „Wir waren sicher, in so einem Fall müsse die Partie wiederholt werden, aber da hat uns der DFB einen Strich durch die Rechnung gemacht! Ich bin heute noch saufroh, dass wir trotzdem Meister geworden sind, obwohl das Spiel gegen uns gewertet wurde“, sagt der zweitbeste VfL-Bundesliga-Angreifer aller Zeiten.
Trotzdem war der Pfostenbruch ein Glücksfall für Laumen. Fußballerisch allzu oft darauf reduziert, vergessen die Fußballfans zu oft, dass er von 1962 bis 1971 beim VfL für Furore sorgte und hinter Heynckes Borussias bester Torschütze war. Er gehört zur Fohlen-Ära wie Netzer, Heynckes, Vogts und Co. – den VfL-Fans erzählt man damit nichts Neues. Dass aus ihm kein Trainer oder Manager wurde, lag schlicht und ergreifend an seiner Geschäftstüchtigkeit außerhalb des Fußballplatzes. Denn nach dem Pfostenbruch gründete er bereits während seiner aktiven Zeit bei Werder sein eigenes Imperium: LAUbau: „Die damaligen Holzpfosten der Fußballtore mussten nach meinem ‚Unfall‘ alle ausgetauscht werden, das war der Startschuss der heute bekannten runden Aluminiumpfosten. Damals bin ich auf eine Idee gekommen“, erklärt Laumen, warum er mit seinen Kumpel Elmar nach Brasilien ging, um Bauxit abzubauen. Bauxit ist der Rohstoff, der der Aluminiumgewinnung zugrunde liegt, „und in Brasilien gibt es jede Menge davon. Als wir merkten, dass wir offensichtlich eine Goldgrube entdeckt haben, gründeten wir die Firma Alumar, die mein Geschäftspartner als Namensgeber auch gleich geleitet hat. Ich wollte schließlich noch ein bisschen Fußball spielen“, sagt der Ex-Borusse, der nach seiner aktiven Karriere einige Jahre als Vorstandsboss Alumars durch die Welt reiste. „Deswegen konnte ich auch nie einen Trainerlehrgang besuchen, sonst wäre das auch eine gute Sache für mich gewesen.“
1985 verkaufen die beiden Freunde ihr Unternehmen und kamen zurück an den Niederrhein, aber auch heute machen sie noch gemeinsame Sache. Laumen, mittlerweile Ehrenratsmitglied Borussias, und Elmar Kreuels kümmern sich um die Traditionspflege bei Borussia. So hat Herbert Laumen oft die Gelegenheit, sich mit alten Weggefährten über den Pfostenbruch und dessen Folgen zu unterhalten, wenn er die Ehemaligen als Gäste im BORUSSIA-PARK empfängt. Gerade in diesen Wochen muss Laumen seine Erfolgsgeschichte immer und immer wieder erzählen…














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Die Uefa war heute zu Gast im BORUSSIA-PARK: Es war ein erster Besuch wegen der Champions League. Ende Juni kommt erneut eine Delegation.
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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Vom 18.05.2012
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