Den Düsseldorfer Ausgleich in der 89. Minute hatten die Borussen sich am Ende selbst zuzuschreiben.
Die Borussen legten gleich in den ersten Minuten des Niederrhein-Derbys munter los und erspielten sich mit viel Spielfreude erste Einschussgelegenheiten. Nachdem Marcel Podszus schon in der zweiten Minute ein Anspiel von Sturmpartner Fabian Bäcker beinahe erreicht hätte, so wurde es in der siebten Minute schon gefährlicher, als der flach geschlagene Flankenball Bäckers diesmal Podszus fand, der jedoch verzog. Zwischen diesen beiden Szenen hatte Elias Kachunga bereits sehenswert den Ball zu Eric Schaaf weitergeleitet, der jedoch fand im Fortunen Schlussmann Schulze Niehues seinen Meister. Bei einem so massiven Druck war ein Treffer jedoch nur eine Frage der Zeit, und schon nach elf Minuten war es soweit. Diesmal suchte Fabian Bäcker seinen Sturmpartner mal nicht, schoss selbst aus 14 Metern sehenswert auf den Kasten und ließ diesmal dem Düsseldorfer Keeper keine Abwehrchance. Früh war also die Grundlage für einen Erfolg gelegt.
Kein zweites Tor vor der Pause
In der Frühphase gelang es den Gästen allenfalls, sich mit langen Bällen dem Borussen-Tor ein wenig zu nähern. Dann jedoch sorgte Borussias Schlussmann Marc-André ter Stegen, dem man die Verletzungspause nicht im mindesten anmerkte, souverän für eine schnelle Klärung der Situation. Nach vorne rollte der Borussen-Express indes weiter. Über vier, fünf Stationen landete der Ball bei Dennis Dowidat, dessen Flanke für den lauernden Fabian Bäcker allerdings etwas zu lang geriet (15.). In der 24. Minute spielte dann Eric Schaaf Marcel Podszus an, dessen Schlenzer am Tor vorbei ging. Insgesamt war nun kurzzeitig zu bemerken, dass sich die Gäste mehr ins Spiel einbrachten, doch es fehlten Ideen, dies wirklich in Torgefahr umzusetzen. Anders auf der Gegenseite. Nach knapp einer halben Stunde fasste sich Sebastian Schachten, der auf der linken Seite verteidigte, ein Herz, zog aus gut 20 Metern ab und der Ball strich nur knapp über den Querbalken. Im Gegenzug ließ sich ter Stegen in einen Zweikampf mit Fortuna-Stürmer Marco Königs verwickeln, was beinahe schief gegangen wäre. 32 Minuten waren dann gespielt, als Innenverteidiger Niklas Dams nach einem Freistoß von Dennis Dowidat gegen die Latte köpfte. An interessanten Szenen mangelte es nun wahrlich nicht. Mit Ecken und Freistößen geriet das Tor der Gäste unter Dauerbeschuss, doch das längst überfällige 2:0 wollte vor der Pause nicht fallen. Die beste Gelegenheit dazu hatte noch Dennis Dowidat in der 42. Minute, als er einen von Marcel Podszus von der Torauslinie zurückgelegten Ball nicht richtig traf. Zudem fischten die Gäste in der letzten Minute des ersten Abschnittes noch einen Kopfball von der Linie.
Später Ausgleich gegen zehn Borussen
Zu Beginn der zweiten Hälfte war das Spiel ziemlich zerfahren, die Gäste waren nach der Kabinenansprache zunächst das aktivere Team, hatten in der 48. Minute ihre erste echte Torchance, als Luka Tankulic aus sieben Metern über das Borussen-Tor schoss. Fünf Minuten später lenkte ter Stegen einen Kopfball der Fortunen über die Latte. Es blieb jedoch dabei, dass die Borussen nicht da anknüpfen konnten, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Das wurde nicht besser, als Jochen Schumacher in der 67. Minute Gelb-Rot sah. "Das war eine Szene im Mittelfeld, da muss er einfach weg bleiben", befand Demandt, der dann neben zwei Konterchancen von seiner Mannschaft nicht mehr viel im Spiel nach vorne sah. Stattdessen gab es dann in der 89. MInute noch das 1:1, als sich Eric Schaaf bei einer Hereingabe etwas verschätzte und Ben Abelski eine Bogenlampe in den Gladbacher Kasten köpfte. "Da gilt mal wieder eine alte Fußballweisheit: Wenn man das 2:0 schießt, ist ein 1:1 nicht mehr möglich", sagte Demandt, der am Ende den Düsseldorfer Punktgewinn noch als verdient akzeptieren musste.
Borussia: ter Stegen – Schumacher, Dams, Heubach, Schachten – Bastürk – Kachunga (63. Younes), Dowidat, Schaaf - Bäcker (74. Tobor), Podszus (85. Platzek)
Tore: 1:0 Bäcker (11.), 1:1 Abelski (89.)
Gelb-Rote Karte: Schumacher (67.)
Zuschauer: 306













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