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Borussia News

NEWS: 07.04.2011

Historie: Sechs Tore und fünf "Alutreffer"

Historie: Sechs Tore und fünf "Alutreffer"
Uwe Rahn war beim 4:2-Sieg des VfL gegen Köln im September 1983 der überragende Spieler.

Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 4:2-Sieg gegen den 1. FC Köln am 24. September 1983 zurück.

Sechs Tore auf dem vollbesetzten Bökelberg, vier für Borussia durch Frank Mill, Wilfried Hannes, Uwe Rahn und Ewald Lienen, zwei für die Gäste durch Frank Hartmann und Pierre Littbarski, dazu drei Pfostenschüsse (Lienen – Hartmann, Klaus Allofs), und zwei Lattenknaller (Bernd Krauss – Klaus Fischer) – dieses rheinische Derby hatte wirklich allerhand zu bieten.

Die Gastgeber erwischten keinen guten Start, bereits in der neunten Minute verpasste ihnen Hartmann eine kalte Dusche. „Nach dem 0:1 sind wir aber nicht – wie sonst so oft – nervös geworden“, sagte Wilfried Hannes hinterher. Nur fünf Zeigerumdrehungen später sorgte Frank Mill für den 1:1-Ausgleich. Mit zahlreichen Doppelpässen brachte der VfL die Kölner Deckung immer wieder in Verlegenheit. Es brauchte jedoch einen Foulelfmeter, den Hannes in der 25. Minute sicher verwandelte, um den Spieß komplett umzudrehen. Im Anschluss hätte der starke Rahn, der vor der Pause an fast jeder gefährlichen Szene der Mönchengladbacher beteiligt war, bereits frühzeitig auf 3:1 erhöhen können, doch er vergab jeweils aus aussichtsreichter Position. Besser machte er es dann in der 43. Minute. Nach einem Freistoß von Michael Frontzeck sprang Rahn am höchsten und köpfte unhaltbar für FC-Keeper „Toni“ Schumacher ein.

Spielfluss ging nach der Pause verloren

In der Halbzeitpause klagte Rahn über Schwindelgefühle und wurde kurz nach dem Wiederanpfiff von VfL-Coach Jupp Heynckes ausgewechselt. Gleichzeitig ging damit der Spielfluss der bis dahin starken Borussen verloren. Mit zu viel Querspielerei ließen sie die Domstädter wieder ins Spiel kommen. Diese kamen durch eine direkt verwandelte Ecke von Littbarski auch schnell zum 2:3-Anschlusstreffer. Auf einmal stellten sich in der VfL-Abwehr Unsicherheiten ein, und das Mittelfeld setzte kaum noch Impulse nach vorne. So lag der Ausgleich in der Luft, Borussia war bei drei Aluminiumtreffern des „FC“ wahrlich mit dem Glück im Bunde. Erst in der Schlussphase fuhren die Hausherren ihre Konter wieder konsequent zu Ende, scheiterten dabei aber ebenso jeweils einmal an Latte und Pfosten.

Umso größer war der Jubel und vor allem die Erleichterung, als Lienen in der letzten Minute mit dem Tor zum 4:2 endgültig alles klar machte. „Mit der 3:1-Führung im Rücken wollten wir die zweite Hälfte vielleicht ein bisschen lockerer angehen, dafür hätten wir bald eine böse Quittung bekommen, aber es hat ja dann doch zum verdienten Erfolg gereicht“, fasste Hans-Günter Bruns die 90 spannenden Minuten zusammen. Der VfL setzte mit dem Derbysieg seine Erfolgsserie fort – mit 7:1 Punkten und 11:2 Toren aus den letzten vier Spielen kletterte er in der Tabelle hoch auf Rang vier. Am Ende der Saison belegte Borussia sogar Platz drei, Köln wurde am Ende Sechster.

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