Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 1:1-Unentschieden beim FSV Mainz 05 am 6. November 2004 zurück.
Neunmal trafen die beiden Vereine bislang in der Ersten Bundesliga aufeinander, in drei der vier Auswärtsspiele kassierte Borussia jeweils eine Niederlage. Lediglich beim allersten Duell vor rund sechseinhalb Jahren holte sie zumindest einen Zähler. Vor der Begegnung waren die Augen vor allem auf den damaligen neuen VfL-Coach Dick Advocaat gerichtet, der kurz zuvor die Nachfolge von Holger Fach angetreten hatte.
In der Anfangsphase sahen die 20.300 Zuschauer im Bruchwegstadion überlegene Hausherren, die bereits in der vierten Minute eine große Chance durch Conor Casey hatten, VfL-Torwart Darius Kampa wehrte den Schuss des Amerikaners aber aus kurzer Distanz per Fußabwehr ab. Borussia hatte zunächst große Mühe, ein geordnetes Aufbauspiel zu betreiben. So bedurfte es eines groben Schnitzers von Niclas Weiland zur überraschenden 1:0-Führung. Der Mainzer spielte den Ball in der 13. Minute unbedrängt genau in den Lauf von Vaclav Sverkos. Der Tscheche nahm das Spielgerät dankend auf, zog ab und da der Ball von Marco Rose noch abgefälscht wurde, war FSV-Keeper Dimo Wache ohne Abwehrchance. Der Gegentreffer warf die Mainzer ein wenig aus der Bahn, Borussia bekam die Partie nun besser in den Griff. Jedoch beschränkte sich das auf die Defensive, denn nach vorne blieb auch bei den Gästen vieles Stückwerk. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde es dann für den VfL doch noch einmal gefährlich. Ein langer Ball flog in den Strafraum, Marcelo Pletsch verschätzte sich und Casey köpfte haarscharf am Tor vorbei.
Die Hausherren kamen wild entschlossen aus der Kabine. Nachdem Benjamin Auer bereits 42 Sekunden nach Wiederanpfiff mit einem fulminanten Schuss von der Strafraumgrenze Kampa zu einer spektakulären Flugparade gezwungen hatte, verwandelte Nikolce Noveski in der 58. Minute per Kopf eine Ecke von Antonio da Silva zum Ausgleich. Borussia war im Anschluss bemüht, wieder mehr nach vorne zu spielen, agierte aber häufig zu umständlich, so dass klare Gelegenheiten Mangelware blieben. Sverkos vergab in der 68. Minute die einzige nennenswerte Möglichkeit. Auch Mainz fehlte es an zwingenden Aktionen und dem notwendigen Druck, um Borussia noch einmal in Gefahr zu bringen, so dass es am Ende beim gerechten 1:1 blieb. „Das war ein sehr wichtiger Punkt für uns gegen ein Mainzer Team, das hier schon Bremen, Hamburg und Leverkusen geschlagen hat“, meinte Advocaat, der die Punkteteilung bei seinem Einstand als „sehr gutes Ergebnis“ bezeichnete. Auch FSV-Coach Jürgen Klopp war mit dem Unentschieden zufrieden. „Nach dem unglücklichen 0:1-Rückstand können wir mit dem Remis gut leben“, sagte er.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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