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NEWS: 17.04.2011

„Wir glauben als Team dran“

„Wir glauben als Team dran“
War von der Mainzer Abwehr nie richtig in den Griff zu bekommen: Tempodribbler Marco Reus.

Mittelfeldspieler Marco Reus war gestern in Mainz an beinahe allen gefährlichen Aktionen der Borussen beteiligt. Wie er mit der bitteren Niederlage umgeht, erzählt er uns im Interview.

Marco, wie tief sitzt die Enttäuschung nach der gestrigen Niederlage noch?

Reus: Wir sind natürlich alle noch sehr enttäuscht, dass wir verloren haben. Vor allem weil es so bitter gelaufen ist. Die Entscheidungen die gegen uns getroffen wurden, das dumme Tor so kurz vor dem Ende – wirklich sehr, sehr bitter!

Nach dem Derby-Sieg seid ihr mit Selbstvertrauen nach Mainz gefahren. Doch die Mainzer haben euch das Leben vor heimischem Publikum sehr schwer gemacht …

Reus: Wir haben zu Beginn Schwierigkeiten gehabt, in die Partie zu finden, was aber vor allem an der guten Leistung der Mainzer lag. Ich denke, dass es aber trotzdem eine offene Partie war, mit Chancen auf beiden Seiten. Nach dem Seitenwechsel sind wir dann besser aus der Kabine gekommen, haben das Spiel ein wenig gedreht und waren am Drücker. Doch dann kam es zu den beiden von mir bereits angesprochenen Szenen …

Du sprichst zum einen den Platzverweis für Mike Hanke an, war das der Knackpunkt der Partie?

Reus: Nicht unbedingt. Ich denke, dass wir unsere Sache auch nach dem Platzverweis ganz gut gemacht haben. Auch zu zehnt haben wir vorne Nadelstiche gesetzt und nach hinten wenig zugelassen. Aber am Ende zählen eben nur die Punkte und da stehen wir mit leeren Händen dar.

Noch näher dran warst du bei der Szene in der 70. Minute. Wie verlief die Aktion aus deiner Sicht?

Reus: Ich sehe, dass Eugen Polanski den Ball nicht richtig angenommen hat. Darauf habe ich in dieser Szene spekuliert und bin voll auf den Ball gegangen und eine Tick eher dran gewesen. Er berührt mich klar, das zeigen auch die TV-Bilder. Das in der Szene dann sogar auf Abstoß entschieden wurde, passt zu diesem Abend. Aber ich denke dem Schiedsrichter geht es jetzt auch schlecht, weil er weiß, dass er da einen Fehler gemacht hat.

Du hast nach der Partie sogar das Gespräch mit ihm gesucht. Konntet ihr euch den einigen?

Reus: Ja, das war ein ganz offenes Gespräch. Er kam auf mich zu, hat sich entschuldigt und zugegeben, dass es in der Szene Elfmeter hätte geben müssen. Das nützt uns im Endeffekt natürlich wenig, da wir das Spiel verloren haben. Trotzdem habe ich das Gespräch gesucht, weil er mir noch auf dem Spielfeld gesagt hat, er sei sich 100-prozentig sicher, dass es kein Strafstoß war.

Trotz aller Widrigkeiten sah es lange danach aus, als ob man wenigstens einen Punkt mit nach Gladbach nehmen könnte. Wäre das in dieser Situation denn überhaupt hilfreich gewesen?

Reus: Das wird man am Ende sehen, doch ein Punkt ist immer wichtig egal in welcher Situation. Klar wollten wir die drei Punkte holen, aber wenn es so läuft wie gestern, hätten wir gerne zumindest einen Zähler mitgenommen. Nun müssen wir uns gegen Dortmund die Punkte wiederholen.

Glaubt ihr den noch an eure Chance den Klassenerhalt zu schaffen?

Reus: Ja, die Chance ist weiterhin da, keine Frage! Natürlich müssen wir jetzt von den restlichen Spielen am besten alle gewinnen. Das wird extrem schwer, ist aber möglich. Wir glauben als Team dran, dass wir das noch schaffen können und auch das Umfeld hat sich noch nicht aufgegeben. Nun muss man schauen was die nächsten Wochen bringen. Wir werden in jedem Fall um unsere Chance kämpfen!

Dabei ist man leider auch von der Konkurrenz abhängig, die heute spielt. Schaust du dir das an?

Reus: Natürlich schaut man sich das an. Es ist sehr wichtig für uns, wie die anderen Begegnungen laufen. Ab Montag beginnt dann die neue Woche und am Ende müssen wir die drei Punkte gegen Dortmund einfahren.

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