Er ist der Shootingstar der Saison: Der 18-jährige Mario Götze ist Stammspieler beim Tabellenführer Borussia Dortmund und seit November der drittjüngste Nationalspieler der Nachkriegszeit.
Vor der Partie im BORUSSIA-PARK sprachen wir mit dem Mittelfeldspieler.
Hätte Ihnen vor einem Jahr jemand gesagt, welche Entwicklung Ihre Karriere in kürzester Zeit nehmen würde, was hätten Sie geantwortet, und hätten Sie das überhaupt jemals geglaubt?
GÖTZE: Ganz bestimmt hätte ich ihn für einen Märchenerzähler gehalten, weil ich mir dieses rasante Tempo nicht hätte vorstellen können. Dass mir der Schritt in die Bundesliga so schnell gelingen würde, ist schon großartig.
Was war das für ein Gefühl, erstmals in den Signal-Iduna-Park einzulaufen?
GÖTZE: Ich kenne dieses Stadion ja schon lange, weil ich hier Balljunge sein durfte. Jetzt mit der Mannschaft auf den Platz zu laufen, ist ein sensationelles Gefühl. Dieses Stadion macht dir jedes Mal eine Gänsehaut.
Sie haben bereits mit 17 Jahren mit den Profis trainiert. Was war für Sie die größte Umstellung beim Sprung aus der Jugend in den Profi-Kader?
GÖTZE: Ganz eindeutig ist das die Physis. Tempo und Athletik bei den Profis sind mit den Gegebenheiten im Jugendbereich überhaupt nicht zu vergleichen.
Sie haben im vergangenen Jahr sehr viel erlebt, sind Stammspieler beim Tabellenführer der Bundesliga und haben auch schon in der Nationalelf debütiert. Ist es manchmal schwierig, trotzdem auf dem Boden zu bleiben?
GÖTZE: Nein, das empfinde ich überhaupt nicht. Ich habe eine wunderbare Familie und einen Freundeskreis, die dafür sorgen, dass ich immer schön auf dem Boden bleibe. Auch mein Berater hilft mir dabei. Aber zum Abheben neige ich sowieso nicht.
Was sind in Ihren Augen die Gründe, warum es für ihr Team in dieser Saison so gut läuft?
GÖTZE: Wir sind eine echte Mannschaft, in der jeder für den anderen da ist, in der jeder Mitspieler dem anderen hilft und in der jeder weiß, dass er sich auf jeden einzelnen seiner Mannschaftskameraden verlassen kann.
Sie spielen in einer sehr jungen Mannschaft, trotzdem scheint das Team schon sehr gefestigt, da es Woche für Woche sehr gute Leistungen zeigt. Wie erklären Sie sich das?
GÖTZE: Das hat ganz sicher mit der Tatsache zu tun, dass wir einen sehr guten Trainer haben, der es versteht, uns auf jedes Spiel und auf jeden Gegner richtig einzustellen. Dazu kommt, dass wir eine Mannschaft mit starken Fußballern haben, die auch menschlich sehr gut harmoniert.
Sie sind 2009 zusammen mit Borussias Torwart Marc-André ter Stegen mit der U17-Nationalmannschaft im eigenen Land Europameister geworden. Jetzt spielen Sie beide bereits in der Bundesliga. Haben Sie noch Kontakt untereinander?
GÖTZE: Ja, über Facebook.
Was halten Sie von Marc-André, und was trauen Sie ihm noch zu?
GÖTZE: Ich halte ihn für einen sehr talentierten Torwart, und ich bin ganz sicher, dass er sich in der Bundesliga durchsetzen wird.
Wem aus ihrem damaligen Team trauen Sie noch den Sprung in die Bundesliga zu? Auf wen sollten die Vereine besonders achten?
GÖTZE: Da fällt mir zum Beispiel Reinhold Yabo aus Köln ein. Und auch die Bremer Lennart Thy und Florian Trinks sollte man auf dem Zettel haben.














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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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