Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 4:2-Sieg gegen Borussia Dortmund am 14. Februar 1970 zurück.
In dieser Partie des 23. Bundesliga-Spieltages der Saison 1969/70 bekamen die Gäste vor 22.000 Zuschauern im Bökelbergstadion deutlich zu spüren, dass der VfL seinen ersten Titelgewinn anstrebt, denn rein vom Spielverlauf war das 4:2 für den BVB durchaus schmeichelhaft. Die Gastgeber ließen eine ganze Reihe erstklassiger Torgelegenheiten aus. „Wir hätten aufgrund der Spielanteile und der Chancen höher gewinnen müssen. Ich bin aber mit der Mannschaft sehr zufrieden, und vom kämpferischen Einsatz her sind alle Spieler zu loben“, sagte der damalige VfL-Coach Hennes Weisweiler.
Lediglich in der Anfangsphase hielt die BVB-Abwehr dem Sturmlauf der Mönchengladbacher stand, ehe ausgerechnet Klaus Sieloff in der 21. Minute den Torreigen eröffnete. „Ich freue mich, dass er jetzt auch sein Tor gemacht hat. Er war ja bei uns der einzige Feldspieler, der noch keinen Treffer erzielt hatte“, sagte Weisweiler. Der überragende Günter Netzer erhöhte in der 34. Minute auf 2:0. Der Mittelfeldregisseur war mit einem angeschnittenen Eckstoß, den Herbert Laumen per Kopf in die Maschen beförderte, auch maßgeblich am 3:0 (38.) beteiligt.
Kurz nach der Pause sorgte der eingewechselte Jürgen Schütz für einen kurzzeitigen Hoffnungsschimmer der Gäste. Doch im direkten Gegenzug stellte Horst Köppel mit einem sehenswerten Volleyschuss den alten Abstand wieder her. Die Weisweiler-Elf schaltete nun ein, zwei Gänge herunter und ließ es etwas gemächlicher angehen. So war es nicht verwunderlich, dass die Dortmunder in der 73. Minute durch Werner Weist noch auf 2:4 verkürzen konnten. In Gefahr geriet der Sieg aber in der Schlussphase nicht mehr. „Die Platzherren waren in allen Belangen überlegen und hatten die größeren Spielerpersönlichkeiten. Ich glaube, dass wir heute gegen den kommenden Deutschen Meister gespielt haben“, prophezeite BVB-Coach Hermann Lindemann nach dem Abpfiff. Er sollte Recht behalten – am Saisonende feierte Borussia Mönchengladbach tatsächlich ihren ersten Meistertitel.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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