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Borussia News

NEWS: 28.04.2011

Historie: 4:2-Sieg bei heimstarken Niedersachsen

Historie: 4:2-Sieg bei heimstarken Niedersachsen
Hans-Jörg Criens erzielte am 7. Mai 1988 in Hannover das 3:2.

Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 4:2-Sieg bei Hannover 96 am 7. Mai 1988 zurück.

„Endlich haben wir auch einmal das nötige Quäntchen Glück gehabt“, meinte der damalige VfL-Coach Wolf Werner nach dem ersten Auswärtssieg seines Teams in der Rückrunde. Vor allem in der turbulenten Schlussphase stand Glücksgöttin Fortuna den Gästen zur Seite, denn beim Stand von 2:2 setzte Gregor Grillemeier den Ball aus fünf Metern freistehend über den Kasten. Das war für die Borussen das Signal, noch einmal selbst das Heft in die Hand zu nehmen – mit Erfolg. Nach einer wunderbaren Hereingabe von Jörg Neun markierte Hans-Jörg Criens die 3:2-Führung. Vier Minuten später schloss Uwe Rahn den entscheidenden Konter zum 4:2-Endstand ab.

Sichtlich erleichtert war Trainer Werner vor allem über die wieder gewonnene Zielstrebigkeit seiner Angreifer. Vier Tore in einem Spiel – das waren zwei Drittel der in den zwölf voran gegangenen Partien erzielten Treffer. Dabei hatten die Borussen einen denkbar schlechten Start in die Begegnung erwischt. Grillemeier hatte die heimstarken Niedersachsen, die aus ihren vergangenen sieben Heimspielen 13:1 Punkte errungen hatten, bereits in der zweiten Minute in Führung gebracht. Doch Borussia zeigte sich davon unbeeindruckt und glich nur fünf Minuten aus. Libero Hans-Günter Bruns legte Effenberg den Ball auf, und dessen 18-Meter-Linksschuss schlug unhaltbar ein.

Hochstätter drehte den Spieß um

Kurz vor der Pause drehte Christian Hochstätter den Spieß komplett um. Nach einer Flanke von Michael Frontzeck köpfte er unbehindert zum 2:1 ein. Diese Führung hatte nicht allzu lange Bestand, denn nur drei Minuten nach Wiederbeginn glich Peter Hobday zum 2:2 aus. In der Folge hatten die Hausherren mehr vom Spiel, aber auch Borussia blieb stets gefährlich. Zunächst traf Criens in der 71. Minute nur den Pfosten, ehe er es dann kurz vor Schluss besser machte und damit die Weichen für den Auswärtssieg stellte.

„Nach einer solch deprimierenden Rückserie besteht zum Ausflippen nicht der geringste Anlass, obwohl ich mich über den doppelten Punktgewinn natürlich sehr freue“, sagte Werner. Die krisengeschüttelten Borussen (4:20-Punkte in der Rückrunde) schielten nun plötzlich wieder Richtung UEFA-Cup, doch am Ende verpasste sie das internationale Geschäft und schlossen die Saison auf Rang sieben ab. Aufsteiger Hannover wurde Zehnter.

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