Einen Tag vor Borussias Auswärtsspiel bei Hannover 96 sprachen wir mit Hannovers Sportdirektor Jörg Schmadtke, der als Torwart und Co-Trainer von 1998 bis 1999 bei Borussia tätig war.
Herr Schmadtke, Hannover 96 spielt bislang eine sehr starke Saison, steht auf dem dritten Platz, der die Champions League-Qualifikation bedeutet. In der vergangenen Saison hat Hannover noch gegen den Abstieg gespielt. Was hat sich im Vergleich zur letzten Saison geändert?
Jörg Schmadtke: Wir haben aus der vergangenen Saison, die wahrlich nicht ganz einfach für uns war, viele Lehren gezogen. Es sind dann neue Spieler ins Team gekommen, die frischen Wind in die Mannschaft gebracht haben. Zudem ist der Kader inzwischen so leistungsstark, dass die Spieler mit großem Selbstvertrauen in die Partien gehen. Bisher mit viel Erfolg.
Glauben Sie, dass es bis zum Schluss gelingt, den dritten Platz zu verteidigen?
Jörg Schmadtke: Wir haben es selbst in der Hand, uns am Ende vor den Bayern zu platzieren. Und da die Münchener diese Saison ihre sonst so erfolgreiche Linie nicht konsequent verfolgen konnten und das ein oder andere Mal nicht überzeugend gespielt haben, ist es durchaus möglich, den dritten Platz zu verteidigen. Den Bayern fehlt es zurzeit an Stabilität, sie wirken nervös.
Welchen Verdienst hat Trainer Mirko Slomka am jüngsten Erfolg?
Jörg Schmadtke: Mirko Slomka hat aus den einzelnen Spielern ein schlagkräftiges Team geformt. Unser derzeitiger Tabellenstand bestätigt die Arbeit des Trainerteams.
Einen Europa League-Platz haben Sie bereits jetzt sicher. Ändert sich dadurch die Personalplanung für die kommende Saison?
Jörg Schmadtke: Wir haben bereits frühzeitig mit einigen Spielern verlängert, die einen wesentlichen Anteil an dieser erfolgreichen Saison haben. So konnten wir eine stabile Basis für kommende Spielzeiten schaffen. Mittlerweile wird es allerdings schwieriger, ablösefreie Transfers zu tätigen, weil die Märkte, die wir beobachtet haben, inzwischen auch von anderen abgegrast werden. Aber unserer Scoutingabteilung wird schon was einfallen.
Sie waren früher Spieler und Co-Trainer bei Borussia. Verbindet Sie heute noch etwas mit dem VfL?
Jörg Schmadtke: Die Zeit bei der Borussia war für mich schon etwas Besonderes. Auch heute noch gibt es stabile Kontakte.
Sie haben damals mit 21 Jahren ihr Bundesliga-Debüt im Tor von Fortuna Düsseldorf gegeben. Mit Ron-Robert Zieler (22) und Marc-André ter Stegen (18) werden am Samstag voraussichtlich zwei sehr junge Torhüter auflaufen. Wo sehen Sie, der selbst einmal zwischen den Pfosten stand, die Stärken und Schwächen der beiden und was trauen sie den beiden noch zu?
Jörg Schmadtke: Jeder der beiden hat seine Stärken. Zieler und ter Stegen sind, wie einige ihrer jungen Kollegen, die mittlerweile in der Bundesliga zwischen den Pfosten stehen, als Nummer eins gesetzt. Das kann eine große Bürde sein, bedeutet aber auch großes Vertrauen in ihre Leistung. Und so wie das aussieht, gibt es dieses Vertrauen zu Recht.
Glauben Sie, dass es im Moment ein Trend ist, auf junge Torhüter zu setzen?
Jörg Schmadtke: Ich glaube nicht, das ein Bundesligatrainer nur wegen eines Trends junge Torhüter aufstellt. Vielmehr zählt die Leistung. Fakt ist aber auch, dass dieser Torwartgeneration mit ihrer modernen Spielweise, quasi als elfter Feldspieler, die Zukunft gehört.
Im Hinspiel gab Borussia einen 1:0-Vorsprung noch aus der Hand und musste sich 1:2 geschlagen geben. Welchen Erinnerungen haben Sie an das Hinspiel und was erwarten Sie am Samstag für eine Partie?
Jörg Schmadtke: Nur gute – wir haben die drei Punkte mit nach Hannover genommen. Aber: Gladbach hat jetzt nach dem 1:0-Sieg gegen Dortmund wieder große Hoffnung, den Abstieg noch zu verhindern. Deshalb sollten wir auf der Hut sein und einen Sieg nicht als selbstverständlich einplanen.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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