Am Ende musste sich die U23 ärgern, im Regionalliga-Heimspiel gegen den Wuppertaler SV die Chancen der ersten Viertelstunde nicht genutzt zu haben.
Im Heimspiel gegen den Wuppertaler SV musste die U23 wie schon in Kaiserslautern auf Unterstützung aus dem Profikader verzichten. Fabian Bäcker, der möglicherweise zur Verfügung gestanden hätte, verletzte sich in der Trainingswoche. Dafür stand Julian Korb nach auskurierter Infektion erstmals wieder im Kader – und auch gleich in der Startelf.
Die Borussen zeigten ihre Gefährlichkeit erstmals in der dritten Minute, als es nach einem Pressschlag der Wuppertaler vor dem eigenen Strafraum plötzlich ganz schnell ging. Der in Szene gesetzte Marcel Platzek brachte seine Schnelligkeit ein, schob den Ball allerdings von der rechten Seite kommend knapp am linken Pfosten vorbei. Die U23 kombinierte weiter gefällig, und kurz darauf legte Sascha Tobor den Ball optimal in den Lauf von Marcel Podszus, der allerdings am Wuppertaler Schlussmann Sascha Samulewicz hängen blieb (8.). Wenig später war dann auch Borussen-Schlussmann Janis Blaswich erstmals gefordert, als sich der Ex-Borusse Bekim Kastrati, inzwischen nach mehreren Stationen in Wuppertaler Diensten, durchsetzte und nur an Blaswich scheiterte (11.). Praktisch im Gegenzug war es dann in einer ereignisreichen Anfangsphase Sascha Tobor selbst, der von seiner Einschusschance ein wenig überrascht schien, so dass es weiter beim 0:0 blieb.
Wuppertaler Führung kurz vor der Pause
In der Folge blieb es vor den Toren zunächst etwas ruhiger, was auch damit einher ging, dass die Wuppertaler nun zunehmend das Heft in die Hand nahmen. Anders als während der offensiven Anfangsphase der Borussen resultierten daraus jedoch zunächst überhaupt keine Chancen für die Gäste. Auch wenn ein Schussversuch von Marcel Podszus in der 34. Minute deutlich über das WSV-Tor ging, so steckte in dieser Szene dennoch mehr Gefahrenpotenzial als in dem, was die Wuppertaler trotz des vermehrten Ballbesitzes lange Zeit zustande brachten. In der 40. Minute gingen die Wuppertaler dann dennoch in Führung, nicht unverdient, aber dennoch nach einer aus Borussen-Sicht mehr als unglücklichen Situation. Nach einem Freistoß landete ein abgefälschter Schuss von Silvio Pagano bei Jerome Assauer, der aus zumindest stark abseitsverdächtiger Position zum 1:0 für den WSV aus zehn Metern traf. So gingen dann die Wuppertaler mit einer Führung in die Pause, nach der es in den ersten Minuten nicht ausgesehen hatte.
Entscheidung nach gut einer Stunde
Zu Beginn des zweiten Abschnittes, in dem es zunächst ohne personelle Veränderungen weiter ging, waren die Borussen bemüht, eher wieder an den Eindruck zu Beginn der ersten Hälfte anzuknüpfen. In der 48. Minute wurde Marcel Platzek bei einem Schussversuch geblockt, wenig später geriet Sascha Tobor ein Anspiel auf Platzek ein wenig zu kurz. Der Druck erhöhte sich weiter, doch noch standen die Offensivkräfte des VfL sich oft ein wenig selbst im Weg. Borussen-Coach Sven Demandt brachte jetzt Elias Kachunga für Marcel Podszus ins Spiel, und der war in der 59. Minute an einer Riesenchance zum Ausgleich beteiligt. Nach einem Angriff über Korb, Kachunga und Platzek stand Dennis Dowidat plötzlich frei vor dem Tor, konnte den Ball jedoch nicht über die Linie bringen. Im Gegenzug erhöhten die Wuppertaler dann auf 2:0. „Das war ein schöner Distanzschuss aus 20 Metern“, erklärte Demandt, der sich über eine solche Partie natürlich nicht freuen konnte. „Heute kann man wirklich sagen, dass wir das Spiel verloren haben. Wenn man in der ersten Viertelstunde dreimal frei auf das Tor des Gegners läuft, muss man eine der Chancen einfach auch nutzen“, fasste er zusammen. „Die Wuppertaler haben aus weniger Chancen einfach mehr gemacht, und so insgesamt auch nicht unverdient gewonnen. Wir haben nach dem guten Start die Kontrolle über das Spiel nicht zurück bekommen.“
Borussia: Blaswich – Schumacher (65. Heupt), Dams, Heubach, Schaaf – Bastürk (65. Kacar) – Dowidat, Korb,Tobor – Platzek, Podszus (53. Kachunga)
Tore: 0:1 Assauer (40.), 0:2 Holt (61.)
Zuschauer: 444













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