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NEWS: 07.05.2011

Starke Saison abrunden

Starke Saison abrunden
Die Statistik von Papiss Demba Cissé spricht für sich: Der Angreifer erzielte 22 der insgesamt 41 Freiburger Saisontreffer.

Mit dem Abstieg haben die Freiburger längst nichts mehr zu tun, steht der Club mit aktuell 44 Punkten doch im gesicherten Mittelfeld der Liga. Der 2:0-Auswärtssieg beim Hamburger SV zeigte deutlich, dass die Saison aber bestimmt nicht „abgeschenkt“ wird.

Die Verantwortlichen beim SC Freiburg haben schon seit Wochen Planungssicherheit, was die kommende Spielzeit angeht. Mit 28 Punkten überwinterten die Breisgauer auf dem sechsten Tabellenplatz, und spätestens seit dem Durchschreiten der viel zitierten 40-Punkte-Grenze am 29. Spieltag steht fest, dass auch in der Spielzeit 2011/12 Erstligafußball im Breisgau zu sehen sein wird. Aktuell liegt der Club auf dem siebten Rang und hat acht Zähler Rückstand auf den Fünften aus Mainz.

Wer nun glaubt, die Freiburger würden die überaus erfolgreiche Saison nun ausklingen lassen und die restlichen Spiele als Freundschaftspartien ansehen, der hat sich getäuscht: Am vergangenen Wochenende unterstrich der SC deutlich seinen Anspruch, den siebten Platz zu verteidigen oder sogar noch den 1. FC Nürnberg auf Platz sechs einzuholen. Der überzeugende 2:0-Auswärtserfolg beim Hamburger SV war der fünfte Sieg auf fremden Platz, insgesamt holte der SC auswärts bisher 18 Zähler.

Kein starres Spielsystem

Einer der Schlüssel zum Erfolg ist in dieser Spielzeit die taktische Disziplin der Breisgauer. Das vorhandene Personal wird für das gesamte Team gewinnbringend eingesetzt, auffallend ist dabei die taktische Variabilität. Trainer Robin Dutt bevorzugt kein bestimmtes Offensiv- oder Defensivkonzept, wie er im Interview mit unserer Homepage verrät. Dadurch sind die Freiburger für jeden Gegner nur äußerst schwer „zu packen“. Durch ständiges Rochieren der Mittelfeldspieler sind die Südbadener nur schwer auszurechnen. Weiträumiges Spiel mit langen Bällen aus der Abwehr wechselt dabei mit schnellem und direktem Kurzpasspiel. Das zügige Umstellen von Forechecking auf Abwehrpressing haben die Dutt-Schützlinge längst verinnerlicht. Die Basis für erfolgreiches Spiel ist nach Dutts Auffassung, unabhängig von der jeweiligen taktischen Ausrichtung, aggressives Spiel gegen den Ball. Der Fußballlehrer verlangt von jedem Akteur einen hohen läuferischen Einsatz und aggressive, aber disziplinierte Zweikampfführung. Unnötige Foulspiele, vor allem vor dem eigenen Gehäuse, sind strikt untersagt.

Top-Torjäger Cisse ragt heraus

In Freiburg wird dem Kollektivgedanke wie schon in der Vergangenheit auch in diesem Jahr alles untergeordnet. Herausragend ist aber dennoch die Leistung des Top-Torjägers Papiss Demba Cissé einzuordnen. Der Senegalese ist mit seinen 22 Toren an über der Hälfte aller Saisontreffer (41) beteiligt und wird daher verständlicherweise schon seit Monaten mit einigen finanzstarken Clubs in Verbindung gebracht.

Dass der Teamzusammenhalt darunter aber in keiner Weise leidet, zeigt, wie homogen sich die Freiburger auf und neben dem Platz präsentieren. Das wollen sie auch in den verbleibenden zwei Partie zeigen und so die starke Saison insgesamt abrunden. Dass es im Vergleich zu den Freiburgern für Borussia heute im sehr viel geht, ist nicht nur Rechtsverteidiger Mensur Mujdza bewusst: „Wir hatten letztes Jahr auch Heimspiele, in denen es um alles oder um fast alles ging, gegen Nürnberg, Mainz, Wolfsburg. Da hat uns das ganze Stadion nach vorne gepusht, und so wird das auch jetzt für Gladbach sein. Ich freue mich auf eine heiße Atmosphäre, und wir werden voll dagegen halten und wollen auch dieses Spiel gewinnen.“

Gleiche Elf wie gegen Hamburg?

Personell dürften die Gäste mit einer ähnlichen Startelf wie gegen Hamburg auflaufen. Vor dem 20-jährigen Schlussmann Oliver Baumann bilden Mujdza, Pavel Krmas, Ömer Toprak und Heiko Butscher, der vom Innenverteidiger zum Linksverteidiger "umgeschult" wurde, die Viererkette. Im Mittelfeld übernimmt Julian Schuster den defensivsten Part der vier Akteure, als „Doppelsechs“ gesellt sich, je nach Spielverlauf, oft Cedrick Makiadi dazu. Über die Außenpositionen sorgen Maximilian Nicu und Jan Rosenthal für Druck. Auf dem Papier bilden Anton Putsila und Cissé die Doppelspitze, wobei der Weißrusse Putsila oft als hängend agiert, und Cisse den klassischen Stoßstürmer gibt.

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