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NEWS: 12.05.2011

Historie: "So schön kann Fußball sein"

Historie: "So schön kann Fußball sein"
Christian Kulik traf beim 6:2-Sieg in Hamburg im April 1978 doppelt.

Vor jeder Bundesligapartie beleuchten wir ein Spiel aus der Historie gegen den aktuellen Gegner. Heute blicken wir auf Borussias 6:2-Sieg beim Hamburger SV am 22. April 1978 zurück.

„So schön kann Fußball sein, aber so ist das eben, wenn beide Mannschaften offensiv spielen“, sagte der damalige VfL-Coach Udo Lattek nach 90 atemberaubenden Minuten. Neben den insgesamt acht Toren gab es mindestens noch ein weiteres Dutzend hochkarätiger Torchancen – gerecht verteilt auf beide Seiten. Doch während sich die Gäste vor 61.000 Zuschauern im Volksparkstadion zumindest in der Schlussphase konsequent zeigten, scheiterte der HSV an seiner Abschlussschwäche.

Dabei erwischten die Hausherren einen Start nach Maß. Nach einer Ecke von Georg Volkert brachte Horst Bertl sie bereits in der sechsten Minute in Front. Die Borussen zeigten sich davon unbeeindruckt und nahmen in der Folge das Heft in die Hand, doch trotz einiger guter Möglichkeiten verpassten sie den Ausgleich. Auf der Gegenseite hätte der HSV durch Kevin Keegan, der mit einem Heber an der Latte scheiterte, die Führung ausbauen können. „Ihr könnt in der zweiten Hälfte gar nicht mehr so viele Chancen vergeben. Ihr müsst nur weiter stürmen, dann schaffen wir es“, sagte Lattek in der Halbzeitpause zu seinen Schützlingen.

Bonhof erzielte den Ausgleich

Und genau so kam es auch. Nach dem Wechsel nutzte Borussia direkt ihre erste Möglichkeit, um auszugleichen. Rainer Bonhof nagelte einen Freistoß zum 1:1 in die Maschen. Das war der Beginn eines offenen Schlagabtauschs. Mit einem Schuss aus zwölf Metern brachte Ferdinand Keller (58.) den HSV zunächst erneut in Führung. Ab der 70. Minute spielten dann aber nur noch die Gäste, die das Spiel mit vier Treffern innerhalb von 14 Minuten für sich entschieden. Erst schnürte Carsten Nielsen binnen 120 Sekunden ein Doppelpack und drehte den Spieß damit um. Im Vier-Minuten-Takt erhöhten Christian Kulik, der ebenfalls doppelt traf, und Jupp Heynckes auf 6:2. Nach dem Schlusspfiff ging VfL-Manager Helmut Grashoff in die Kabine und sagte: „Danke, dass ihr so schön gespielt habt.“

In der Tabelle lag Borussia nun vor dem letzten Spieltag punktgleich mit dem 1. FC Köln an der Spitze. Das Ergebnis ist bekannt. Zwar gewannen die Fohlen zum Abschluss 12:0 gegen Dortmund, doch dieser Kantersieg reichte nicht zum Titel, weil zeitgleich der 1. FC Köln 5:0 in St. Pauli gewann. Den furiosen 6:2-Erfolg in Hamburg in der Vorwoche behielten die VfL-Anhänger dennoch in bester Erinnerung.

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„Es ist schade, dass es nicht zum angestrebten Sieg gereicht hat. Aber wir können auch nicht erwarten, dass wir jetzt jeden Gegner in der Bundesliga aus den Schuhen spielen“, schätzte Tony Jantschke die Situation nach dem gestrigen 1:1 gegen den HSV völlig richtig ein.

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Der Blick auf die Statistik verrät, dass das 1:1-Unentschieden zwischen Borussia und dem HSV letztlich gerecht war.

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