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Borussia News

NEWS: 11.05.2011

"Selbstvertrauen ist das Wichtigste"

"Selbstvertrauen ist das Wichtigste"
Havard Nordtveit

Seit dem 28. Spieltag bildet Havard Nordtveit gemeinsam mit Roman Neustädter Borussias Doppel-Sechs. Wir sprachen mit dem Norweger über seine Rolle im Team und die Lage im Abstiegskampf.

Borussia kann am letzten Spieltag noch direkt absteigen, auf dem Relegationsplatz landen oder sogar die die direkte Rettung schaffen. Wie gehst du mit diesem hohen Druck um, den ihr schon seit Wochen habt?

Nordtveit: Ich komme ganz gut damit klar. Wir stehen ja schon in der gesamten Rückrunde enorm unter Druck, aber so etwas bringt dich als junger Spieler weiter. Du kannst daraus sehr viel lernen, wenn du gewisse Dinge einfach versuchst und keine Angst zeigst. Ich hätte im Winter ja auch in Arsenal bleiben können, doch ich wollte diese Erfahrungen mit Borussia unbedingt machen. Es war schließlich zu diesem Zeitpunkt bereits klar, dass es eine enorm schwierige Rückrunde für uns wird. Dass wir beispielsweise in Martin Stranzl oder Dante sehr erfahrene Spieler haben, ist dabei sehr wichtig. Du kannst jederzeit zu ihnen gehen und sie um Rat fragen.

Du bildest seit einigen Wochen gemeinsam mit Roman Neustädter die defensive Mittelfeldzentrale. Wie klappt deiner Meinung nach euer Zusammenspiel?

Nordtveit: Roman war der erste Spieler, den ich getroffen habe, als ich das erste Mal in Mönchengladbach war. Er hat mir die Kabine und die ersten wichtigen Dinge gezeigt. Seit diesem Tag verstehen wir uns auch außerhalb des Platzes hervorragend und sprechen sehr viel miteinander. Wir kennen uns daher sehr gut und das hilft auch auf dem Spielfeld weiter. Wir wissen immer genau, wo der andere sich befindet. Wenn ich mit nach vorne gehe, sichert er mich ab und wenn er sich offensiv einschaltet, bleibe ich hinten – und dieses Zusammenspiel funktioniert ganz gut.

Wie schätzt du euer letztes Saisonspiel beim HSV ein?

Nordtveit: Hamburg hat vor allem in der Offensive eine sehr starke Mannschaft. Aber das galt auch für Hannover, Dortmund oder Freiburg – und diese Teams haben wir zuletzt auch geschlagen. Diese drei Siege haben uns viel Selbstvertrauen gegeben – und das ist unserer Lage das Wichtigste. Wir müssen uns in dieser Woche nur auf dieses Spiel fokussieren, um am Samstag 110-prozentig bereit für das Saisonfinale zu sein.

Für die Hamburger ist die Saison mehr oder weniger gelaufen. Könnte das ein Vorteil für euch sein?

Nordtveit: Das denke ich nicht. Sie werden sicherlich versuchen, sich mit einem Sieg von ihrem Publikum zu verabschieden, deswegen glaube ich nicht, dass dadurch die Sache für uns leichter wird. Doch das sollte für uns auch gar keine große Rolle spielen, wir sollten uns nur auf uns und unsere Stärken konzentrieren. Wir sind inzwischen ein gut funktionierendes Kollektiv und wenn wir das am Samstag erneut unter Beweis stellen, haben wir auch gute Chancen, in Hamburg zu gewinnen.

Zeitgleich spielt der VfL Wolfsburg bei 1899 Hoffenheim, und Eintracht Frankfurt bei Borussia Dortmund. Informierst du dich auf dem Platz über die Zwischenergebnisse eurer Konkurrenten?

Nordtveit: Als wir gegen Freiburg gespielt haben, habe ich auch versucht, mich nur aufs eigene Spiel zu konzentrieren. Ich wusste beispielsweise gar nicht, dass Frankfurt zurück liegt. Ich habe das erst nach dem Abpfiff auf der Anzeigetafel gesehen. Ich mache mir über die Spiele der Konkurrenten erst einmal keine Gedanken, denn das Wichtigste ist, dass wir selbst gewinnen. Wenn wir drei Punkte holen, können wir schauen, was die anderen gemacht haben und dann sehen wir, für was es am Ende reicht.

Wie zuversichtlich bist du, dass ihr das „Wunder“ am Samstag vollendet?

Nordtveit: Ich denke immer sehr positiv, deswegen bin ich fest davon überzeugt, dass wir es schaffen. Die vergangenen Wochen waren sehr hart für uns, doch wir haben dem Druck stand gehalten und in dieser Phase viele Erfolgserlebnisse verbucht. Das hat uns mental sehr stark gemacht. Wir wissen jetzt, dass wir jeden Gegner schlagen können, wenn wir unsere beste Leistung abrufen. Mit diesem Wissen fahren wir nach Hamburg und wollen dort den letzten Schritt zur Rettung machen. Wir werden dafür hart arbeiten und am Ende hoffentlich ein Tor mehr erzielen als der HSV.

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