Suchen

Borussia News

NEWS: 14.05.2011

"Ich hoffe auf Borussias Rettung“

"Ich hoffe auf Borussias Rettung“
Marcell Jansen konnte in dieser Saison "nur" zwei eigene Tore bejubeln.

Mehr als sein halbes Leben schnürte Marcell Jansen seine Schuhe für Borussia. Seit drei Jahren spielt der gebürtigen Mönchengladbacher nun schon für den HSV. Wir sprachen vor dem heutigen Spiel Borussias in Hamburg mit dem Linksverteidiger.

Marcell, der HSV hat den Einzug in das internationale Geschäft verpasst, und du hast aufgrund von verschiedenen Verletzungen nur knapp die Hälfte aller Bundesligaspiele bestritten. Wie fällt dein persönliches Saisonfazit aus?

Jansen: Selbstverständlich bin ich mit dieser Saison überhaupt nicht zufrieden. Ich persönlich hatte recht viel Verletzungspech und bin dadurch nur zu 16 Einsätzen gekommen – das hatte ich mir natürlich anders vorgestellt. Hinzu kam, dass wir unser sportliches Ziel verfehlt haben. Deshalb habe ich hinter diese Spielzeit auch schon einen Haken gemacht und konzentriere mich bereits jetzt auf die neue Saison. Ich werde die Sommerpause nutzen, um verstärkt an meiner Fitness zu arbeiten und möchte in der nächsten Saison sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft wieder voll angreifen.

Das heißt, du wirst aufgrund der Folgen einer Zerrung im Hüftbeuger auch heute beim Saisonfinale gegen Borussia nicht mitwirken?

Jansen: Es sieht momentan ganz gut bei mir aus, aber nach nur einer Trainingseinheit sofort wieder zu spielen, ist einfach zu riskant. Wenn es für uns noch um alles gehen würde, wäre es vielleicht etwas Anderes, aber so gehe ich lieber keine Gefahr ein, mich nachher erneut zu verletzen und damit die Vorbereitung auf die kommende Saison zu gefährden.

Wahrscheinlich bist du auch ganz froh, dass du so deinen Ex-Verein, an dem nach wie vor dein Herz hängt, möglicherweise nicht in große Nöte bringen musst, oder?

Jansen: Das stimmt, ich habe 14 Jahre bei Borussia gespielt, das würde mir schon sehr weh tun. Ich bin sehr froh, dass Borussia sich noch in eine so gute Ausgangsposition gebracht hat, und dass sie im Falle eines Sieges von Dortmund gegen Frankfurt, auf jeden Fall den Relegationsplatz inne hat. Die Traumkonstellation für mich wäre heute ein tolles Fußballspiel mit vielen Toren und einem Unentschieden. Gleichzeitig verlieren Frankfurt und Wolfsburg – so wäre Borussia auf direktem Weg gerettet.

Du sagst selbst, die meisten hatten Borussia schon abgeschrieben. Hättest du persönlich denn damit gerechnet, dass die Mannschaft noch einmal so zurückkommt?

Jansen: Wenn ich ehrlich bin, nein. Die Borussen haben auch unter Michael Frontzeck teilweise recht gut gespielt, hatte aber häufig viel Pech – beispielsweise mit der unberechtigten Roten Karte in St. Pauli. Nach der 0:1-Niederlage des VfL gegen Kaiserslautern habe ich aber nicht mehr dran geglaubt, obwohl ich immer noch gehofft habe, weil die anderen Vereine im Keller auch nicht so viel gepunktet haben. Aber zum Ende der Saison drei Siege in Folge gegen Dortmund, Hannover und Freiburg zu landen, ist schon Wahnsinn. Dadurch ist Borussia wieder mitten im Geschäft – und die Stadt und die Fans haben es auch verdient, dass der Club in der Ersten Liga bleibt.

Die VfL-Spieler haben in den vergangenen Wochen trotz der schwierigen Lage immer betont, dass sie noch fest an die Rettung glauben. Viele haben das als Durchhalteparolen tituliert. Wie schätzt du das als Profi ein?

Jansen: Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Mannschaft immer dran geglaubt hat, sonst wäre diese Aufholjagd gar nicht möglich gewesen. Man weiß genau, dass mit der drei-Punkte-Regelung vieles möglich ist. Den Grundstein hat der VfL mit dem Sieg gegen Dortmund gelegt. Danach wusste die Mannschaft, dass noch etwas drin ist, wenn sie weiter punktet – und so ist es dann ja auch gekommen.

Kommen wir zurück zum HSV: Wieso ist der Verein hinter den Erwartungen zurück geblieben?

Jansen: Woran das im Einzelnen liegt, steht mir nicht zu, darüber zu urteilen. Fakt ist, dass einiges nicht so gelaufen ist, wie es sein sollte. Aus diesem Grund erfolgt jetzt ein Umbruch – und der muss auch kommen. Wenn man zwei Jahre nacheinander mit so einem starken Kader seine Ziele verpasst, muss es Veränderungen geben. Ich hoffe, dass beim HSV zukünftig wieder eine Perspektive geboten wird. Dabei kommt es gar nicht unbedingt auf die Platzierung an, sondern vielmehr darauf, etwas zu entwickeln und aufzubauen – das wäre der erste wichtige Schritt in die richtige Richtung.

Wirst du ein Teil dieses Umbruchs sein?

Jansen: Ich spiele jetzt seit drei Jahren für den HSV, hatte eine sehr schöne erste Saison, für mich persönlich lief auch die Vorsaison recht erfolgreich. Nur dieses Jahr war verkorkst. Dennoch habe ich noch zwei Jahre Vertrag beim HSV und fühle mich sauwohl in Hamburg. Das ganze Drumherum passt – und deshalb gehe ich auch davon aus, dass ich dabei bin. Das hängt natürlich auch von den Planungen des Vereins ab. Da muss man unserem zukünftigen Sportdirektor Frank Arnesen auch ein wenig Zeit geben. Er kommt ja erst im Juni hierhin – und dann werden wir uns gut vorbereiten.

Weitere News

Kein Rückschlag

Kein Rückschlag 26.02.2012

„Es ist schade, dass es nicht zum angestrebten Sieg gereicht hat. Aber wir können auch nicht erwarten, dass wir jetzt jeden Gegner in der Bundesliga aus den Schuhen spielen“, schätzte Tony Jantschke die Situation nach dem gestrigen 1:1 gegen den HSV völlig richtig ein.

Zahlen zum Spiel gegen den HSV

Zahlen zum Spiel gegen den HSV 26.02.2012

Der Blick auf die Statistik verrät, dass das 1:1-Unentschieden zwischen Borussia und dem HSV letztlich gerecht war.

Der BORUSSIA-PARK in 3D

Der BORUSSIA-PARK begehbar in 3D, sieh dir das Stadion an, wann immer du willst, tritt ein, 24 Stunden am Tag.

Voting

Voting

bet-at-home.com

Zu unserem Twitter-Profil
Zu unserer Facebook-Seite
BöklunderBitburger