Wir haben nach dem Relegations-Hinspiel zwischen Borussia und dem VfL Bochum Reaktionen aus den Lagern der beiden Teams gesammelt.
Martin Stranzl: Die Stimmung heute war sensationell. Es hat einfach nur richtig Spaß gemacht, hier zu spielen. Heute wollte einfach jeder – der eine oder andere vielleicht zu viel, das konnte man in mancher Situation sehen. Mit dem 1:0 sind wir natürlich zufrieden, das Ergebnis nehmen wir gerne mit, haken es aber jetzt ab und konzentrieren uns auf nächsten Mittwoch. Bochum hat heute gut gespielt, wir müssen den Druck aufrecht erhalten. Wir haben uns die Relegationsspiele in der Rückrunde hart erarbeitet – jetzt müssen wir das positiv zu Ende bringen und uns belohnen.
Mike Hanke: Natürlich haben wir damit gerechnet, dass das Tor noch fällt. Das Spiel ist dann zu Ende, wenn der Schiedsrichter abpfeift. Wir hatten heute super viele Chancen, unglaublich, was der Luthe heute gehalten hat. Letztendlich haben wir ihn aber einmal bezwungen. Ich verstehe die Euphorie im Stadion ja, das war unglaublich, selbst in der 90. Minute, als es noch 0:0 stand, herrschte eine sagenhafte Stimmung. Das 1:0 ist ein gutes, aber kein sehr gutes Ergebnis. Wir dürfen uns absolut nicht ausruhen.
Igor de Camargo: Das war kein Tor von Igor de Camargo, das war ein Tor von der ganzen Mannschaft. Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und sind mit diesem unglaublich wichtigen Tor in der Nachspielzeit belohnt worden. Es ist aber noch längst nicht vorbei, das Rückspiel in Bochum wird sehr schwer. Ich fühle noch ein wenig Schmerzen im Knie, aber ich musste für die Mannschaft Gas geben. Jetzt ist es noch ein Spiel, es ist noch alles offen. Wir müssen uns jetzt gut vorbereiten bis Mittwoch, dann machen wir den Klassenerhalt perfekt.
Marco Reus: Wir haben den Gegner auf keinen Fall zu leicht genommen und gewusst, dass es eine ganz schwierige Partie wird. Wir haben aber auch nicht unseren besten Tag erwischt, und nicht so gespielt wie wir uns das vorgenommen hatten, aber Bochum hat es aber auch sehr gut gemacht und diszipliniert verteidigt. Und am Ende zählt sowieso nur der 1:0-Sieg. Ich habe schon früh ein leichtes Ziehen in der Leistengegend gemerkt, deswegen musste ich am Ende auch raus. Ich muss jetzt abwarten, wie sich das Ganze in den nächsten Tagen entwickelt, aber ich hoffe natürlich, dass ich beim Rückspiel dabei sein kann.
Marc-André ter Stegen: Das Tor so spät zu schießen, war unglaublich. Dass der Treffer ein paar Sekunden nach der angezeigten Nachspielzeit gefallen ist, interessiert uns nicht sonderlich. Solange der Schiedsrichter nicht abpfeift, muss man weiter spielen und das haben wir getan. Wenn man bis zum Ende Gas gibt, kann man sich auch mit einem späten Tor belohnen. Bochum hat sehr kämpferisch gespielt und uns vorne sehr oft unter Druck gesetzt, deswegen dürfen wir beim Rückspiel keinen Deut nachlassen. Wenn uns das gelingt, werden wir die Klasse halten.
Andreas Luthe (VfL Bochum): Meine persönliche Leistung war ganz in Ordnung, aber ich bin sehr verärgert, dass es nicht zum 0:0 gereicht hat. Natürlich hätten wir gerne ein Auswärtstor erzielt, aber wir haben dennoch eine gute Leistung abgeliefert und sehr gut mitgespielt. Es ist natürlich schade, wenn man dann so spät noch einen Gegentreffer hinnehmen muss.
Lucien Favre, Trainer Borussia: Das war ein gutes Spiel, beide Teams wollten Fußball spielen. Bochum war in der ersten Halbzeit sehr gefährlich, wir haben zu überhastet und zu wenig über die Flügel gespielt. Anfangs war es kompliziert, wir waren zu wenig in Bewegung. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr Druck gemacht, wir haben es mehr über die Außen versucht und hatten viele Chancen – das Tor war nicht unverdient, auch wenn wir schon bereit waren, mit dem 0:0 zu leben. Bochum war sehr gefährlich und stark im Ballbesitz, wir wussten das. Ich bin optimistisch, aber in sechs Tagen erwartet uns erneut ein sehr schwieriges Spiel, das haben wir heute gesehen.
Friedhelm Funkel, Trainer VfL Bochum: Das war nicht nur ein aufregendes, das war ein gutes Spiel. Viele haben uns diese Leistung nicht zugetraut, aber wir sind nach unserer Serie von 37 Punkten selbstbewusst aufgetreten. Borussia ist defensiv sehr gut organisiert, wir wussten, dass es sehr schwierig wird, hier im Stadion ein Tor zu schießen. Ich bin mit der Leistung meiner Elf zufrieden, auch wenn der Druck Borussias nach und nach immer größer wurde und wir uns nicht mehr befreien konnten. Am Mittwoch wollen wir eine Trotzreaktion zeigen, wir haben noch eine Chance, die wollen wir nutzen.













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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