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Borussia News

NEWS: 23.05.2011

Chat mit Max Eberl, eine Zusammenfassung

Eine neue Erfahrung für Borussias Presseabteilung und für Sportdirektor Max Eberl, der sich heute beim Facebook-Chat den vielen Fragen der Borussenfans stellte und möglichst viele davon beantwortete.

Zwei Kollegen gaben die Antworten ein, einer suchte die Fragen aus, Max Eberl saß mittendrin und beantwortete alles. Dabei ging es den Fans neben den derzeit aktuellen Themen rund um die bevorstehende Mitgliederversammlung vor allem um sportliche Themen. Wer wird verpflichtet, wer geht, sind vielleicht aktuelle deutsche Nationalspieler für Borussia bald ein Thema, wie sind die Ziele für die kommende Saison und die Zukunft. Und, was ändert sich an alledem, wenn das Spiel am Mittwoch nicht so läuft, wie wir uns das wünschen? Eberl erklärte auch, warum er nicht daran dachte und denkt, zurückzutreten, warum im Winter nicht der Trainer entlassen wurde und wie die miserable Hinrunde und die Aufholjagd nach der Winterpause zustanden kamen. Er sagte seine Meinung zur Initiative Borussia und zur Mitgliederoffensive und er räumte mit dem einen oder anderen Gerücht auf.

Im Folgenden ein paar Beispiele, den kompletten Chat gibt es auf unserer Facebookseite:

Christian Wendt: Hallo Max.... Ist der Transfer von Zimmermann schon perfekt?

Max Eberl: Momentan sind unsere Transferaktivitäten aufgrund des eminent wichtigen Spiels am Mittwoch hinten an gestellt. Aber wir haben uns schon intensiv Gedanken über neue Spieler gemacht, und da ist der Spieler Zimmermann wegen seines Profils, seiner Qualitäten und seiner Vielseitigkeit natürlich sehr interessant.

Sebastian Leuchter: Hallo Max, warum verleiht die Borussia so wenig Jugendspieler? Vereine wie Bayern und Bayer machen doch vor, was so etwas bringt, auch wenn die natürlich strukturell größer sind...

Max Eberl: Junge Spieler zu verleihen, die solche Spieler wie Robben, Ribery oder Altintop vor der Nase haben, macht Sinn. Bei einem Verein wie Borussia, wo wir sehr viel Wert auf junge Spieler legen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass diese Spieler Bundesligaeinsätze bekommen, schon wesentlich größer und deshalb behalten wir diese jungen Spieler auch im Kader.

Dominik Dominiks: Sehr geehrter Herr Eberl. Welche Hintergründe haben dazu geführt, dass man Bradley abgegeben hat, obwohl das offensichtlich zu einer sportlichen Verschlechterung führen müsste?

Max Eberl: Michael Bradley hat uns im Winter darüber informiert, dass er den Verein verlassen möchte. Wir wollten mit Spielern in die Rückrunde gehen, die sich zu 100 Prozent mit der Situation befassen. Und deswegen haben wir uns entschlossen, einem Transfer im Winter zuzustimmen. Es war nicht unsere Intention, sondern die des Spielers.

Finn Stallbaum: Hallo Max, nach welchen Kriterien wurde das Leistungszentrum eigentlich genau bewertet?

Max Eberl: Es gibt acht Dimensionen von Infrastrukturen über Personal, über Fußballausbildung, über Scouting bis hin zur Effektivität. In diesen acht Dimensionen müssen 500 Fragen abgearbeitet werden, die dann zu einem objektiven Ergebnis führen. Borussia hat diesen Fragekatalog mit herausragenden Leistungen abgeschlossen (u.a. vier best-practise-Beispiele, was zu drei Sternen geführt hat).

Sven Metternich: […] Was sind die Ziele für die kommende Saison, wenn wir in der ersten Liga bleiben?

Max Eberl: Voraussetzung dafür ist natürlich ein erfolgreiches Spiel am Mittwoch. Dann wird Borussia versuchen, eine sorgenfreie Saison zu spielen. Man hat bei Hannover gesehen, wie extrem die Bundesliga sein kann. Wir versuchen für die kommende Saison, wieder eine schlagkräftige Truppe zusammen zu stellen, um dann (hoffentlich verschont von Verletzungssorgen) im gesicherten Mittelfeld zu landen. Das muss unter normalen Umständen möglich sein.

Was denken sie über die Mitgliederoffensive??

Max Eberl: Ich finde, dass die Offensive sinnvolle Satzungsänderungsanträge eingebracht hat, denn einen Fanvertreter in einem Gremium zu haben halte ich für wichtig. Bezüglich der Direktwahl eines Präsidiumsmitglieds habe ich Bedenken.

Sven Fischer: Wie läuft die tägliche Kommunikation mit Lucien Favre? So wie man mal hört, gibt es Unstimmigkeiten, gerade in Bezug auf die Zukunft Borussias.

Max Eberl: Ganz im Gegenteil: die Kommunikation zwischen Trainer und Sportdirektor ist intensiv und im Sinne des Vereins. Ich halte kontroverse Gespräche für leistungsfördernd, um bestmögliche Entscheidungen zu treffen.

Johannes Mack: Muss man den unbedingt mobil gegen die "Initiative Borussia" werden? Reichen die kursierenden Fakten denn nicht? Jeder wirkliche Fan unserer Borussia wird am In einer Woche schon die richtige Entscheidung treffen und dagegen stimmen. An Herrn Eberl (Max) möchte ich nur noch ein wenig Durchhaltevermögen schicken! Viel Erfolg am Mittwoch und in der kommenden Erstligasaison!

Max Eberl: Vielen Dank für die Wünsche! Wichtig ist, dass alle Mitglieder am Sonntag zur Versammlung kommen und ihr Votum abgeben.

Peter Hermanns: Warum sind sie nicht mit Frontzeck gegangen??? Sie ließen sich doch an seiner Arbeit messen?

Max Eberl: Ich habe auf einer sehr emotionalen JHV 2009 gesagt, dass natürlich ein Sportdirektor an der Wahl des Trainers gemessen wird. Dies geschah im Zusammenhang, dass bevor Michael Frontzeck sein erstes Training absolvierte, er in der Öffentlichkeit schon diskreditiert wurde. Ich bin emotional, wie sie auch, und habe dafür gekämpft, dass der Trainer Michael Frontzeck eine faire Chance bekommt. Wenn jeder Sportdirektor nach der ersten Trainerentlassung auch seinen Hut nehmen muss, wird ein Verein nie eine Philosophie haben. Ich werde weiter nachhaltig für meine Entscheidungen kämpfen.

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