So viele Mitglieder kamen noch nie zu einer Jahreshauptversammlung Borussias: Zwischenzeitlich waren am gestrigen Sonntag mehr als 5000 VfL-Fans im BORUSSIA-PARK.
Selten zuvor allerdings hatte eine Jahreshauptversammlung im Vorfeld auch so viel Diskussionsstoff geliefert wie die gestrige. Mit monatelanger Vorlaufzeit hatte die so genannte „Initiative Borussia“ mit Stefan Effenberg an der Spitze versucht, die „feindliche Übernahme“ vorzubereiten. Doch ihr Antrag, in Zukunft das Präsidium direkt von den Mitgliedern wählen zu lassen, scheiterte gestern mehr als deutlich. Gerade einmal sieben Prozent der Anwesenden (335 Mitglieder) stimmten für die Initiative. 165 Mitglieder enthielten sich und nicht weniger als 4269 Mitglieder stimmten gegen den Antrag.
Von der erforderlichen 2/3-Mehrheit für die Satzungsänderung war die „Initiative“ damit weit entfernt. „Wir haben in den vergangenen sieben Monaten hart dafür gearbeitet, dass unsere Mitglieder die richtige Entscheidung treffen – und sie haben ein eindeutiges Votum abgegeben. Darüber freuen wir uns, denn es ist eine Entscheidung für Borussia“, freut sich Sportdirektor Max Eberl über das Abstimmungsergebnis.
Zwei Anträge wurden angenommen
Auch ein zweiter Antrag – gestellt von der „Mitgliederoffensive 2007/2011“ – wurde abgelehnt. Von den zu diesem Zeitpunkt noch 3417 anwesenden Mitgliedern stimmten bei 338 Enthaltungen 812 für, und 2267 gegen die Direktwahl eines Präsidiumsmitglieds durch die Mitgliederversammlung. Zwei weitere - von Borussia unterstützte - Anträge fanden dagegen Anklang unter den Mitgliedern und wurden mit großer Mehrheit angenommen. So wird in Zukunft der Vorsitzende des Fanprojekts im Ehrenrat sitzen, zudem dürfen die Mitglieder von nun an über den Verkauf von Vereinsanteilen mit entscheiden
Zuvor hatten in der Versammlung Präsident Rolf Königs, Sportdirektor Max Eberl und Geschäftsführer Stephan Schippers Reden gehalten. Insbesondere die Ansprache Eberls, in der er noch einmal die gesamte Saison im Detail Revue passieren ließ, wurde mit großem Applaus bedacht. In der offenen Aussprache wurde sehr emotional zwischen Mitgliedern, Präsidium und der sportlichen Führungscrew diskutiert. Vor allem Königs musste dabei auch Kritik einstecken: „Einer bekommt die Prügel, das ist der Präsident und damit ich. Ich kann den Unmut der Fans verstehen. Dennoch ich bin bis 2013 vom Aufsichtsrat gewählt und sehe es als Verpflichtung an, dieses Amt bis dahin auszuüben, solange der Aufsichtsrat das nicht anders sieht.“













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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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