Aufgrund seiner Oberschenkelverletzung musste Marco Reus das Quartier der deutschen Nationalmannschaft vorzeitig verlassen. Wir sprachen mit dem Offensivakteur, der heute 22 Jahre alt wird.
Marco, alles Gute zum Geburtstag. Wie verbringst du deinen heutigen Ehrentag?
Reus: Danke! Außer den Behandlungen steht nichts Besonderes an. So stellt man sich doch seinen 22. Geburtstag vor (lacht). Vielleicht werde ich heute Abend noch zu meiner Familie fahren und im ruhigen Kreis mit ihr feiern.
In den vergangenen Tagen warst du beim Nationalteam. Wie war es?
Reus: Es war sehr interessant, mal hineinzuschnuppern und die Leute kennen zu lernen. Deswegen wollte ich auch unbedingt hinfahren, weil ich ja schon die letzten beiden Male die Einladung nicht annehmen konnte. Leider hätte ich wegen meiner Verletzung nicht spielen können, weil das Risiko zu groß gewesen wäre, dass ich längerfristig ausfalle. Deswegen haben wir entschieden, dass ich abreise und mich nun im BORUSSIA-PARK behandeln lasse.
Wie sehr ärgerst du dich, dass du dein Debüt im DFB-Team erneut verschieben musstest?
Reus: Klar ärgere ich mich darüber, denn ich hätte sehr gerne in der Nationalmannschaft gespielt – und die Geschichte wiederholt sich ja irgendwie ständig wieder. Aber ich war jetzt wenigstens dort, habe die Gegebenheiten und Leute kennen gelernt, so dass ich schon einmal einen Schritt weiter bin.
Hast du mit Bundestrainer Jogi Löw gesprochen, wie es weiter geht?
Reus: Klar haben wir miteinander geredet. Er hat sich gefreut, dass ich nach Frankfurt gekommen bin und fand es natürlich auch sehr schade, dass ich nicht trainieren und spielen konnte. Aber ich hoffe, ich bekomme noch einmal die Chance und beim vierten Mal klappt es dann endlich mit meinem Debüt.
Ich vermute aber, dass du trotz dieser verpassten Chance nicht bereut hast, im Relegations-Rückspiel mitgewirkt zu haben…
Reus: Auf keinen Fall! Es hat sich definitiv gelohnt – und ich würde es jederzeit wieder so machen. Mein großer Dank geht hiermit auch noch mal an die medizinische Abteilung, die mich wirklich super behandelt und gepflegt hat, so dass ich rechtzeitig für dieses wichtige Spiel fit geworden bin.
Die Saison hat mit dem verspäteten Klassenerhalt ein gutes Ende gefunden. Wie bewertest du sie rückblickend?
Reus: Es war eine Saison mit vielen Höhen und Tiefen. Am Ende hat sich aber glücklicherweise unsere Qualität und der Glaube an den Klassenerhalt durchgesetzt, und mit der fantastischen Unterstützung der Fans haben wir es geschafft, in der Liga zu bleiben. In der nächsten Saison hoffe ich, dass es etwas ruhiger zugehen wird. Aber jetzt geht es nach den Behandlungen erst einmal in den Urlaub, bevor wir am 23. Juni in die Vorbereitung starten.













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