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Borussia News

NEWS: 16.06.2011

Saisonrückblick: Die U23

Saisonrückblick: Die U23
Die U23 hatte oft genug Grund zum Jubeln.

Der Leitwolf unter den jungen Wilden: Michael Stuckmann wurde seiner Rolle trotz der langen Verletzungspause absolut gerecht

Worauf es bei Borussias Regionalliga-Elf ankommt, zeigte sich am 31. Spieltag trotz der 0:3-Niederlage bei Preußen Münster: Denn beim späteren Aufsteiger standen für die U23-Mannschaft des VfL zeitweise nur Akteure auf dem Platz, die auch bei Borussia in der Jugend ausgebildet worden waren. Das Endergebnis war an diesem Tag klarer als der Leistungsunterschied der beiden Mannschaften während der kompletten Saison, schließlich endete auch das Hinspiel 1:0 für Borussia.

Der VfL ging mit einer sehr jungen Mannschaft ins Regionalliga-Rennen, rund 80 Prozent des Spielerkaders bildeten Jungs, die schon in der Jugend im BORUSSIA-PARK spielten. Trainer Sven Demandt überwinterte mit seinen Talenten durchaus überraschend, aber verdient auf dem ersten Platz und spielte lange, sehr lange ganz oben mit. „Natürlich haben wir da auch angefangen zu träumen, aber ein paar Prozente fehlten dann doch, die letzte Erfahrung konnten wir gegenüber den Konkurrenten nicht wett machen“, sagt Michael Stuckmann, der vor der Spielzeit als Leitwolf geholt wurde. „Er sollte die Jungen als Führungsspieler auf dem Platz und außerhalb davon an die Hand nehmen, genau das hat er getan“, erklärt Roland Virkus, Direktor für Jugend und Amateure, wobei die Amateure die U23 darstellen oder wie Virkus sagt, „die höchste Jugendmannschaft“.

"Eine beeindruckende Erfahrung"

Im Dezember 2010 machte Stuckmann bereits seine Entzündung im Fuß zu schaffen, doch bis Februar hielt der Defensivmann durch, vielleicht auch zusätzlich motiviert durch die drei Kaderberufungen bei den Profis. „Das war eine beeindruckende Erfahrung, ebenso wie die Mitgliederversammlung kürzlich, bei der die Fans voll hinter Borussia standen“, sagt der gebürtige Bochumer, der nach der langen Zeit in der Rehabilitation hofft, in der Sommervorbereitung wieder mit den Kollegen mitmischen zu können. Denn seit Februar hat Stuckmann nicht mehr spielen können, und die ordnende Hand auf dem Platz fehlte der Mannschaft. Zwar holte Borussia in der Rückrunde nur drei Punkte weniger als vor der Winterpause, aber aus dem Aufstiegskampf musste sich das Team zum Saisonende hin dann doch verabschieden. „Gerade im Hinblick auf die vergangene Saison, als Borussia sportlich abgestiegen ist, war das eine sehr starke Spielzeit für uns, da hätte wohl niemand in dieser Art mit gerechnet“, meint der 31-Jährige, der neben Marcel Podszus (34) der „Alterspräsident“ der jungen VfL-Garde ist.

Einer der Jüngsten zeigte den anderen vielversprechenden Talenten, wie schnell es gehen kann und wofür sich die tägliche Arbeit lohnt: Marc-André ter Stegen stieg erst zum U23-Stammtorhüter und dann zum Bundesligaschlussmann auf. „Klar, er ist die Galionsfigur in Sachen Ausbildung, aber viele andere Jungs haben sich genauso entwickelt. Wir haben nicht nur in der Tabelle alle unsere Ziele in dieser Saison erreicht“, stellt Virkus heraus, der für die kommende Saison beinahe nur auf interne Zugänge aus der Jugend setzt: Martin Kompalla, Tim Harmes, Alexander Bieler, Jesse Weißenfels, Christopher Mandiangu und Nerciwan Khalil Mohammad kommen aus der U19 und werden im Sommer ihr erstes Jahr bei den Senioren beginnen. Die Zahl der Zugänge ist höher als die der Abgänge, warum? „Weil einige Jungs auf dem Sprung nach oben sind“, sagt der Nachwuchsdirektor, der in Maik Odenthal bislang nur einen externen Neuzugang präsentiert hat: der Linksfuß kommt aus der A-Jugend des Bonner SC und passt bestens in die Ausbildungsphilosophie des VfL. Julian Korb und Elias Kachunga sind zum Ende dieser Saison zwei heiße Kandidaten für die Lizenzabteilung, aber auch Janis Blaswich, Dennis Dowidat, Niklas Dams sowie Amin Younes machen die kommende Vorbereitung ab dem 23. Juni bei den Profis und Trainer Lucien Favre mit. Der VfL bildet mannschaftsunabhängig aus, wenn ein Spieler zu den Profis beordert wird, dann geht er hoch, egal, ob er der U23 im täglichen Punktspielbetrieb fehlt. Und wenn mal ein „Alter“ gebraucht wird, dann geht er ebenfalls hoch: siehe Stuckmann!

Stuckmann ist für die Talente da

Die U23 startet am 27. Juni in die Sommervorbereitung, und in die kommende Regionalligasaison geht sie nicht mehr als Absteiger, der sich wegen der Lizenzverstöße anderer Clubs in der Liga gehalten hat. Nein, diesmal wird Trainer Demandt mit seiner jungen Mannschaft mit der "Hypothek" von Platz fünf aus der Vorsaison starten. Stuckmann wird dann wieder für die vielen Talente da sein, auf dem Platz als erfahrene Stütze und daneben als jemand, der bei der SG Wattenscheid, dem Wuppertaler SV und in Liechtenstein beim FC Vaduz viele Facetten des Fußballs mitbekommen hat. „Ich hoffe, nach dem Urlaub wieder richtig trainieren zu können und den Kopf von der Reha frei zu haben“, sagt Stuckmann, der in Unna wohnt und weiter bei der Ausbildung der VfL-Talente als aktiver Posten mithilft. „Dafür bin ich hier."

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