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Borussia News

NEWS: 28.06.2011

"Darüber freue ich mich sehr"

"Darüber freue ich mich sehr"
Marco Reus ist wieder da, gestern schon checkte er mit "Howie" Nordveit (im Hintergrund) ins Hotel ein.

Marco Reus ist wieder bei der Mannschaft, und es scheint, als hätten sich die Kollegen so auf ihn gefreut wie er sich auf sie. Heute stand er nach dem Training Rede und Antwort:

Marco, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Wahl auf unserer Homepage zum Borussen der Saison 2010/11:

Reus: Besten Dank, darüber freue ich mich sehr. Ich war in Urlaub und habe das nicht immer verfolgen können. Aber nachdem ich letztes Jahr knapp hinter Dante gelandet bin, möchte ich mich vor allem bei Roman Neustädter bedanken, er hat oft für mich abgestimmt! Nein, ohne Spaß, vielen Dank an die VfL-Fans, ich hoffe, ich kann in der kommenden Saison auf dem Platz etwas davon zurückgeben, was ihr uns an Unterstützung Spiel für Spiel bietet.

Bist du schon wieder voll drin, voll im Saft nach dem Urlaub?

Reus: Nein, natürlich noch nicht. Ich habe mich darauf gefreut, dass es wieder los geht und dass ich die Kollegen wiedersehe. Aber ich werde noch ein paar Tage brauchen, um wieder richtig rein zu kommen.

Hattest du Gelegenheit, die erfolgreiche Aufholjagd am Ende der alten Saison richtig zu verarbeiten?

Reus: Ja, dadurch dass ich am Ende der Saison noch verletzt im BORUSSIA-PARK gearbeitet habe, konnte ich das alles nach und nach realisieren. Ich habe aber rund eine Woche dazu gebraucht. Wir dürfen auch heute noch ein bisschen stolz darauf sein, was wir da geschafft haben, aber jetzt steht ein Neubeginn für uns an, es geht wieder bei Null los.

Wie gehst du mit der gewissen Euphorie und der gestiegenen Erwartungshaltung der Fans um?

Reus: Wir müssen versuchen, den Schub aus dem Saisonendspurt mitzunehmen und in Regensburg im ersten Pflichtspiel genau damit anzufangen, womit wir aufgehört haben. Es ist gut, dass wir im Kern so zusammen geblieben sind, die Neuen werden wir schnell integrieren – und dann müssen wir alle sehr hart arbeiten, um eine bessere Saison zu spielen.

Viele junge Talente in der Mannschaft nennen dich als ihr Vorbild.

Reus: Das freut mich, wenn die Jungs so etwas sagen. Ich helfe ihnen, wo ich kann, gehe auf sie zu und unterstütze sie. Sie müssen hart an sich arbeiten und brauchen dasselbe Glück, das ich hatte. Vor allem aber müssen sie sich etwas zutrauen und selbstbewusst sein, um nach vorne zu kommen.

Du bist schnell nach vorne gekommen, musst du dich auch zu Beginn der dritten Saison bei Borussia manchmal kneifen, ob du das alles nicht träumst?

Reus: Nein, das nicht. Aber es ist wirklich wahnsinnig schnell mit mir gegangen. Jetzt musst du höllisch aufpassen, dass du den Faden nicht verlierst. Ich bin kein Typ, der abhebt, und mein Umfeld ist intakt und holt mich immer wieder auf den Boden. Ich weiß, woher ich komme. Ich möchte einfach nur mit Spaß Fußball spielen, dafür tue ich alles.

Spürst du eine Art Druck durch deinen Stellenwert im Team?

Reus: Nein, nicht der Einzelne ist wichtig, sondern die Mannschaft. Es ist doch egal, durch wen wir die Spiele gewinnen, wer die Tore schießt. Jedes Tor von jedem Spieler ist wichtig für Borussia. Ich sage das, weil oft mein Treffer in Bochum als der wichtigste genannt wird. Klar, der war wichtig, aber andere waren es auch.

Was sind deine Zukunftsziele, Titel?

Reus: Irgendwann möchte ich wie jeder Fußball einen Titel gewinnen, logisch. Aber vor allem möchte ich gesund bleiben, das ist die erste Voraussetzung, um erfolgreich Fußball zu spielen.

Was kannst du an deinem Spiel noch verbessern?

Reus: Es gibt ständig Dinge, die du verbessern kannst. Ich muss weiter an der Technik arbeiten, da ist in der starken Bundesliga sehr wichtig und in der kommenden Saison nicht anders.

Du hast sehr schnell erklärt, bei Borussia bleiben zu wollen.

Reus: Na klar, ich bin hier super aufgenommen worden vor zwei Jahren und habe mich vom ersten Moment an sauwohl gefühlt. Nur wenn ich mich wohl fühle, kann ich gute Leistungen zeigen. Das Umfeld ist super, und damit meine ich das Gesamte, nicht nur die Mannschaftskameraden. Ich sehe keinen Grund, warum ich nicht bei Borussia bleiben sollte.

Raul Bobadilla ist zurück gekommen…

Reus: …und das freut mich riesig. Für ihn ist es ein Neuanfang unter einem neuen Trainer. Schön, dass er wieder da ist.

Der Trainer siezt euch – auch auf dem Platz, ihr siezt den Trainer. Hat man so mehr Respekt?

Reus: Ich meine, man sollte vor jedem Menschen Respekt haben, egal, ob du ihn siezt und egal, ob er erfolgreich ist oder nicht. Lucien Favre siezt uns, das ist okay.

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