Standpunkt: Das Trainingslager ist beendet, zwei Testspiele sind absolviert, die meisten Borussen sind jetzt beim VfL im Training. Die richtige Zeit, sich mit Sportdirektor Max Eberl über das Eine oder Andere zu unterhalten.
Max, welche Erkenntnisse hat das Trainingslager in Bad Wörishofen für dich gebracht, bist du zufrieden mit der Arbeit und den Bedingungen im Allgäu?
Max Eberl: Ja, das bin ich aus zweierlei Gründen. Die Mannschaft hat intensiv und hart gearbeitet. Die Nachzügler, die etwas später ins Training eingestiegen sind, sind schnell reingekommen, die Neuzugänge sind bereits gut integriert. Ein Trainingslager ist auch immer wichtig, damit sich die neue Mannschaft findet, damit sie zusammenwächst. Nicht zuletzt sind alle gesund geblieben, von ein paar kleinen Problemen abgesehen. Zum zweiten waren die Bedingungen ideal, die Plätze waren in einem sehr guten Zustand, die Wege kurz und die Angestellten des Hotels waren sehr geübt im Umgang mit Fußballteams. Sie haben alle unsere Wünsche und auch die kurzfristigen Änderungen immer sehr schnell und sehr gut umgesetzt. Das war eine klasse Organisation.
Ihr habt einen Testspieler dabei gehabt, wie geht es weiter mit Asmir Kajevic?
Max Eberl: Asmir hat sich reingehängt, er konnte leider gegen Heidenheim nicht auflaufen, da er Blasen an den Füßen hatte. Er soll heute Abend im Derby-Cup noch einmal eingesetzt werden, wenn es geht. Er muss körperlich zulegen, ist aber technisch und spielerisch stark. Nach dem Spiel heute Abend werden wir uns zusammensetzen und über die Möglichkeiten sprechen.
Täuscht es oder sind die Testspielgegner in diesem Jahr von einem anderen Kaliber als in den vergangenen Vorbereitungen?
Max Eberl: Die Testspiele hängen immer von der Trainingsbelastung ab und sollten unsere Spieler immer fordern. Wir haben unter den Gegnern mit Saarbrücken und Heidenheim zwei Drittligisten, das ist sehr gut im Hinblick auf den Saisonstart im DFB-Pokal bei Jahn Regensburg. Dass die Partien gegen die internationalen Gegner besondere Herausforderungen sind, ist klar, außerdem darf man sich die Möglichkeit, gegen den FC Porto spielen zu können, nicht entgehen lassen. Es gibt keine generelle Vorgehensweise, die Testspielgegner hängen in erster Linie von den Verfügbarkeiten und unseren eigenen Terminvorstellungen ab.
Es wird in diesen Tagen sehr viel über Transfers und die Qualität des Spielerkaders gesprochen und geschrieben – angeblich hattest du eine Diskussion mit Lucien Favre deswegen.
Max Eberl: Es ist doch normal, dass Trainer und Sportdirektor über den Kader reden. Wir sind in dieser Hinsicht immer aktiv, Trainer, Sportdirektor und die Scoutingabteilung sind im ständigen Austausch. Und in einem Trainingslager gibt es immer über den Alltag hinaus zusätzliche Möglichkeiten, gewisse Dinge ausführlich miteinander zu besprechen. Wir haben immer gesagt, dass wir den Markt beobachten, wir wollen immer bereit sein, zu agieren und zu reagieren. Es sind noch neun Wochen bis zum Ende der Transferperiode.
Ein Thema in der Berichterstattung sind auch die Finanzen…
Max Eberl: Wir können nur das Geld ausgeben, das wir zur Verfügung haben. Kaderplanung ist ein ständiger Prozess, wir wollen uns stetig verbessern im Rahmen unserer Möglichkeiten. Fünf Neuzugänge – inklusive des Rückkehrers Raul Bobadilla – haben wir geholt, darunter sind vier Nationalspieler beziehungsweise Jugendnationalspieler. Es sind junge Spieler, aber wir haben den Kader mit Qualität verstärkt und den Konkurrenzkampf erhöht.
Werden wir konkreter, was passiert mit Michael Bradley?
Max Eberl: Es gibt Anfragen für Michael. Er kommt im Laufe der Woche nach Mönchengladbach zurück. Dann setzen wir uns zusammen und unterhalten uns über die aktuelle Situation.
Marcel Meeuwis?
Max Eberl: Es liegt uns ein Angebot aus Holland vor, wir sind in Gesprächen. Aber wir sollten jetzt nicht alle Namen durchgehen, wir haben es immer so gehalten, dass wir etwas verkünden, wenn es konkret ist. Wir haben allen Spielern offen unsere Vorstellungen dargelegt, wir werden sehen, ob noch etwas passiert.
Eine Personalie müssen wir trotzdem noch ansprechen, wie geht es bei Joshua King weiter?
Max Eberl: Er ist am Dienstag operiert worden und wir sind im ständigen Austausch mit Manchester United und den behandelnden Physiotherapeuten. Wir müssen den Heilungsverlauf beobachten und sind nach den jetzigen Prognosen weiter an einem Transfer interessiert. Stand heute, kann Joshua in vier Wochen schon wieder spielen.
Themenwechsel, morgen am Dienstag steht das zweite Weltmeisterschaftsspiel an, Deutschland trifft bei der FIFA Frauen-WM 2011 im BORUSSIA-PARK auf Frankreich.
Max Eberl: Ein Klassiker, auf den ich mich freue. Aus unserer Sicht wäre es zwar auch schön, wenn Deutschland nicht gewinnt und dann nochmal im Halbfinale nach Mönchengladbach kommt, aber das kannst du nicht planen. Deswegen hoffe ich auf deinen deutschen Sieg.
Behindert die Weltmeisterschaft den Trainingsablauf der Profis?
Max Eberl: Nein, wobei wir ein bisschen flexibel sein mussten. Wir haben wegen der WM das Trainingslager zu diesem Zeitpunkt gemacht, spielen heute den Derby-Cup und dann macht die Mannschaft zwei Tage frei. Danach gibt es noch ein Spiel, aber das beeinflusst uns nicht besonders.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
Gestern
Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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