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NEWS: 10.07.2011

„Interessante Dinge gesehen“

„Interessante Dinge gesehen“
Mathew Leckie gelangen gegen Aberdeen seine ersten beiden Treffer im VfL-Trikot.

Das Resultat ist in einem Vorbereitungsspiel meist nicht das Wichtigste. Aber nicht nur deswegen zeigte sich VfL-Coach Lucien Favre nach dem gestrigen 5:2-Erfolg im Testspiel gegen den FC Aberdeen sehr zufrieden.

„Viele Tore zu schießen ist immer gut für das Selbstvertrauen. Zudem habe ich einige positive und interessante Dinge gesehen“, bemerkte der Schweizer. Beim ersten Test in heimischen Gefilden bekamen die 2.200 Zuschauer im Grenzlandstadion tatsächlich allerhand geboten – vor allem nach der Pause drehte der VfL auf und wies den schottischen Erstligisten deutlich in die Schranken. „In der Schlussphase war jeder Angriff gefährlich, so dass es am Ende auch 7:1 oder 8:1 hätte stehen können“, sagte Favre.

Leckie und Hanke stachen heraus

Vor allem zwei Spieler stachen nach dem Wechsel heraus, denn Mike Hanke und Mathew Leckie trugen sich jeweils doppelt in die Torschützenliste ein. Für den Australier waren es die ersten Treffer im VfL-Trikot überhaupt. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung traf er nach einer feinen Einzelaktion, und bei seinem zweiten Treffer entwischte er nach einem schönen Querpass von Patrick Herrmann seinem Gegenspieler und drückte die Kugel über die Linie. „Es ist ein schönes Gefühl, zum ersten Mal für seinen neuen Club zu treffen. In den anderen Vorbereitungsspielen hatte ich ein paar Chancen ausgelassen, umso mehr freue ich mich, dass es nun geklappt hat“, sagte Leckie.

Auch Favre war von der Leistung des Neuzugangs aus Down under angetan. „Bei einem Solo wurde er gefoult, sonst wäre er ein allein aufs Tor zugelaufen und hätte vielleicht noch einen weiteren Treffer erzielt. Er hat die Schnelligkeit und die Power – das war wichtig für mich zu sehen, denn das kann auch in der Bundesliga den Unterschied ausmachen“, lobte Borussias Trainer, bremste aber gleichzeitig auch die vielleicht zu hohen Erwartungen: „Mathew kommt aus Australien und muss noch sehr viel lernen. Mit einem Gegner im Rücken hat er noch Mühe, den Ball zu behaupten. Dennoch habe ich viele gute Dinge von ihm gesehen.“

„Einige gute Spielzüge“

Leckies Sturmpartner, Mike Hanke, ist schon ein alter Hase im Geschäft, dennoch war auch ihm die Freude über seine beiden Treffer anzumerken. „In der Winterpause habe ich in der Vorbereitung gar nicht getroffen. Jetzt hat es zweimal in einer Halbzeit geklappt, darüber bin ich sehr glücklich“, sagte Hanke, der zunächst nach einem verunglückten Schuss des japanischen Gastspielers Yuki Otsu abstaubte und keine zwei Minuten später einen Strafstoß sicher verwandelte. „Es war ein gutes Testspiel von uns. Wir haben im Training einige Spielzüge einstudiert und sie im Spiel sehr gut umgesetzt“, so Hanke.

Im ersten Durchgang wehrten sich die Gäste aus Schottland noch wesentlich mehr, deswegen schlug sich die Überlegenheit der Fohlen in dieser Phase noch nicht in Tore um. Lediglich Lukas Rupp war es in den ersten 45 Minuten vorbehalten, einen Treffer zu erzielen. Auch für ihn war es der erste im VfL-Dress. „Ich denke, auf dieser Leistung können wir aufbauen, auch wenn noch nicht alles 100-prozentig funktioniert hat“, meinte der 20-Jährige. Trotz seines Torerfolgs sieht er bei sich selbst noch Potenzial nach oben: „Meine Leistung war ganz ordentlich, aber in der Rückwärtsarbeit und auch im Spiel kann ich sicher noch mehr zeigen.“

Viel zeigen wollte auch Yuki Otsu, der als einziger Feldspieler 90 Minuten lang ran durfte. Dabei zeigte der Japaner einige gute Ansätze. „Er war sehr engagiert“, sagte Favre. Ob Borussia den offensiven Mittelfeldspieler verpflichten wird, ist aber noch offen. Favre: „Es ist extrem schwierig, jemanden nach drei Tagen zu beurteilen. In Arsenal werden die Gastspieler häufig für drei bis vier Wochen getestet. Wir werden überlegen und dann eine Entscheidung treffen.“

Montag trainingsfrei

Während Otsu heute die Heimreise antrat, stand für die Borussen eine weitere Trainingseinheit an. Alle Spieler, die gegen Aberdeen 60 Minuten auf dem Platz standen, liefen aus, für den Rest war eine normale Einheit angesetzt. Marco Reus, der gestern wegen Oberschenkelproblemen geschont wurde, konnte schon wieder ins Training einsteigen, und Havard Nordtveit (Reizung an der Schienenbeinkante) absolvierte individuelle Übungen. Gar nicht mit raus gingen die angeschlagenen Marc-André ter Stegen (Schulterproblem) und Bamba Anderson (Knieprobleme).

Am Montag haben die Borussen frei, ehe es am Dienstag mit zwei Einheiten (10 Uhr und 16 Uhr) weitergeht. Aufgrund des Halbfinalspiels der FIFA-Frauen-WM im BORUSSIA-PARK werden die Borussen ausnahmsweise nicht zuhause trainieren, sondern auf die Sportanlage „Am Haus Lütz“ ausweichen. Am Mittwoch ab 18.30 Uhr steht dann beim 1. FC Saarbrücken das nächste Testspiel an.

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