Borussia spielte gestern 0:0 gegen den FC Porto, wegen einer frühen Gelb-Roten Karte 65 Minuten lang in Überzahl - sehr zum Leidwesen von Lucien Favre.
Dass Fußball im Oberhausener Niederrheinstadion vornehmlich gearbeitet wird, ist in jeder Ecke des Stadions spürbar. Hier heißt der Spielertunnel „Stolleneingang“, die Mannschaft „Malocherteam“. Am gestrigen Samstagabend war das altehrwürdige Stadion Schauplatz von Borussias Testspiel gegen den amtierenden Europa League-Gewinner FC Porto, und nach 25 Anfangsminuten, in denen die Portugiesen ihre fußballerische Klasse ausspielten und einige sehenswerte Angriffe hinlegten, wurde aus diesem Spiel das, was dem Austragungsort alle Ehre machte: ein Kampfspiel. Das „Startsignal“ dafür gab Stürmerstar Hulk, der nach zwei Unsportlichkeiten mit der Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt wurde, bis dato war es ein ansprechendes, aber ruhiges Spiel.
Hulk hatte zuvor die Gladbacher Hintermannschaft mehr als gut beschäftigt, der Rechtsaußen war Portos gefährlichster Mann und eine gute Herausforderung für die VfL-Viererkette. Wohl auch deswegen regte sich Borussias Trainer Lucien Favre so über den frühen Platzverweis auf. „Schade, dass wir so lange 11 gegen 10 spielen mussten“, so Favre hinterher. „Gegen elf Mann wäre es ein noch interessanterer Test gewesen. Aber keine Vorwürfe an den Schiedsrichter – er muss auch seinen Job machen.“
Doch auch mit zehn Mann war die Mannschaft von Vitor Pereira ein starker Gegner, fortan waren sie vor allem mit Kontern über Varela oder Kleber gefährlich. „Für eine Mannschaft, die ein 4-4-2 mit einem flachen Mittelfeld spielt, ist es gegen ein Team, das im 4-3-3-System spielt, immer schwierig“, erklärt Favre. Deswegen und natürlich auch wegen des Platzverweises baute er gestern in der Halbzeit auch um, aus der „Doppel-Sechs“, bestehend aus Roman Neustädter und Havard Nordtveit wurde ein System mit nur einem defensiven Mittelfeldspieler: Nordtveit rückte nach rechts, Neustädter sicherte zentral ab.
Und schon funktionierte es besser, im zweiten Abschnitt erspielte sich Borussia einige gute Chancen, auch wenn bei den Versuchen von Reus, Neustädter, de Camargo und Hanke immer ein wenig fehlte. „Wir können besser spielen und wir müssen besser spielen“, sagte Favre nach der Partie. „Wir haben jetzt noch zwei Wochen Zeit bis zum ersten Pflichtspiel, dem DFB-Pokalspiel bei Jahn Regensburg. In dieser Zeit müssen wir noch viel einstudieren, noch viele Abläufe automatisieren. Es dauert natürlich seine Zeit, die neuen Spieler zu integrieren.“
Eine gute Leistung brachte Keeper Marc-André ter Stegen, der auf dem Weg vom Platz in die Spielerkabine von den Journalisten mit „Da kommt der beste Mann heute“ begrüßt wurde. Trotz der schwierigen Platzverhältnisse – es hat die gesamte Spieldauer über stark geregnet – kam ter Stegen immer wieder weit aus seinem Tor, klärte aufmerksam lange Bälle, reagierte klasse beim Heber von Hulk und entschärfte auch einige gefährliche Konter des Gegners. „Dass er schon wieder in der Form der Rückrunde ist, gibt uns Sicherheit und ist wichtig für unser Spiel“, sagte Sportdirektor Max Eberl, der den Test insgesamt „ordentlich“ fand.
Ter Stegen selbst fand, dass der Gegner auch mit „zehn Mann sehr viel Druck gemacht hat und sehr aggressiv war“, und hatte damit recht. Es gab einige harte Zweikämpfe, aber zum Glück keine Verletzten. Die Mannschaft traf sich heute Vormittag zum Lauf. Nach dem morgigen freien Tag geht es am Dienstag um 10 Uhr mit einer weiteren harten Vorbereitungswoche weiter. Hier geht es zum Trainingsplan.













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Der Transfer ist perfekt: Herzlich Willkommen, Granit Xhaka! http://t.co/FQDNSwdc
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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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