Zwischen den Bühnenbauern und den ersten fleißigen Borussen, die sich trotz des unsympathischen Wetters an die letzten Vorbereitungen für den Familientag machten, machten sich auch die Borussen von Trainer Lucien Favre auf den Weg zur Arbeit.
Der Coach hatte für heute 9 Uhr das Auslaufen und Spielersatztraining angesetzt, und bis kurz nach 10.30 Uhr trainierten vor allem jene Akteure hinter den noch von der Frauen-Weltmeisterschaft übrig gebliebenen nahezu blickdichten Zaunfolien am Trainingsplatz, die gestern wenig oder gar nicht beim 0:0 gegen den FC Sunderland gespielt hatten. Alle anderen VfL-Akteure liefen wie nach einem Bundesligaspiel gewohnt aus. Verletzte gibt es auch nach dem letzten Test vor dem Start in die Saison zum Glück keine zu beklagen, auch wenn es gestern hin und wieder „englisch“ zur Sache ging. Weswegen auch der Unparteiische in den Blickpunkt geriet.
Favre regte sich in der 71. Minute derart auf, als habe Schiedsrichter Christian Bandiurski einen Borussen vom Platz gestellt, allerdings sah Titus Bramble die Gelb-Rote Karte und der VfL spielte fortan in Überzahl, weil der FC-Verteidiger zum wiederholten Male rüde zur Sache gegangen war. „Ich hätte natürlich trotzdem in diesem Testspiel lieber gegen elf Mann weiter gespielt. Für unsere Offensive aber spielte das keine große Rolle, denn Sunderland blieb in der Abwehrformation und griff mit einem Mann weniger an.“
Torabschlusstraining
Borussia hatte in den letzten Tagen bereits Torabschlüsse trainiert und wird das vermutlich auch in den kommenden bis zum DFB-Pokalspiel bei Jahn Regensburg noch tun. Denn mit dem Verhalten vor dem Tor wird Favre nicht unbedingt so zufrieden gewesen sein wie mit dem Spiel vor dem gegnerischen Strafraum. Favre: „Wir haben einige Male die falsche Entscheidung getroffen, haben uns aber zumindest diese und weitere Chancen heraus gespielt. Wir kommen in der Vorbereitung weiter voran. Wie weit wir sind, kann ich nicht sagen. Das weiß man nie vor dem Start in eine Saison, das weiß kein Trainer.“
Aber Favre wusste gestern nach dem torlosen Saisoneröffnungsspiel gegen den englischen Erstligisten auch positive Dinge zu berichten. „Mathew Leckie braucht noch ein wenig Zeit, um sich an das höhere Niveau zu gewöhnen. Aber er kann spezielle Dinge auf dem Platz, er ist schnell, spielt Tempofußball. Joshua King läuft bereits wieder, kommt Anfang August und wir dann Schritt für Schritt ins Team integriert. Lukas Rupp macht es richtig gut, aber ob er am Freitag in Regensburg von Beginn an aufläuft, weiß ich jetzt noch nicht“, beantwortete der VfL-Coach die Fragen der Journalisten.
Juan Arango (siehe extra News) kommt für die Partie in Regensburg verständlicherweise noch nicht infrage, aber über das mögliche Personal fürs erste Pflichtspiel wollte der Trainer nicht so gerne sprechen. „Wir werden uns weiter vorbereiten, es kommt langsam, ich bin ganz zufrieden mit dem Spiel gegen Sunderland.“ Fünf Tage sind es noch bis zum Start in die Saison, ein paar Tage mehr bleiben zur Vorbereitung auf die Bundesliga. Morgen am Montag hat die Mannschaft frei, am Dienstag startet dann die Arbeit am Feinschliff mit zwei Trainingseinheiten um 10 und um 16 Uhr. Dann ist auch Yoki Otsu mit dabei, der Japaner wird morgen in Mönchengladbach erwartet, um einen Tag später die Arbeit bei seinem neuen Club aufzunehmen.












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Vom 18.05.2012
Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
Vom 15.05.2012
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