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Borussia News

NEWS: 28.07.2011

Einen Schritt voraus

Einen Schritt voraus
Auf intensiv geführte Zweikämpfe der Jahn-Akteure können sich die Borussen morgen (Freitag) einstellen. Hier weiß Regensburgs Mittelfeldmann Tobias Schlauderer (r.) beim Ligastart gegen Babelsberg Benjamin Kauffmann zu stoppen.

Im Gegensatz zu den Borussen hat Jahn Regensburg das erste Pflichtspiel schon hinter sich und somit schon erste wichtige Erkenntnisse gewonnen. Dennoch geht der Drittligist vom Papier her als Außenseiter in die morgige Pokalpartie (Anstoß: 20.30 Uhr).

Ein Statement, wie gut eine Vorbereitung insgesamt gelaufen ist, wollen Fußball-Trainer meist erst nach dem ersten Pflichtspiel abgeben, denn so wichtig Testspiele auch sind, der Spielcharakter eines Wettkampfes lässt sich nur bedingt simulieren. In dieser Hinsicht ist Jahn-Trainer Markus Weinzierl seinem morgigen Gegenüber schon einen Schritt voraus, denn für die Schützlinge von VfL-Trainer Lucien Favre ist die Pokalpartie das bekanntlich erste „richtige“ Spiel in dieser Spielzeit. Die Gastgeber aus Mittelbayern haben in der Liga schon den ersten Spieltag absolviert und daraus erste wichtige Erkenntnisse gezogen.

Am ersten Spieltag der Dritten Liga trennte sich Jahn zuhause vom SV Babelsberg 1:1. Dabei setzte Regensburgs-Trainer Weinzierl zum Saisonauftakt auf zwei Neuzugänge. Die beiden Ex-Fürther Ronny Philp und Jim-Patrick Müller kamen in der Startelf zum Einsatz, ein weiterer stand leider noch nicht zur Verfügung und wird dies auch am morgigen Tage gegen Borussia nicht sein. In der vergangenen Woche gab Regensburg die Verpflichtung des Zweitligastürmers Sebastian Hofmann vom FC Ingolstadt bekannt. Aber schon kurz darauf gab es betrübte Mienen beim Jahn, denn der 27-jährige Offensivmann musste verletzt sein erstes Training mit der Mannschaft abbrechen. Eine Kernspinuntersuchung ergab, dass er sich einen doppelten Bänderriss im Sprunggelenk zugezogen hat, damit fällt der Routinier auch für die Pokalpartie aus.

Dennoch zeigt die Verpflichtung Hofmanns, dass der Kader des Drittligisten aktuell immer mehr Kontur annimmt. Zur neuen Saison trennte sich der Club von gleich 20 Spielern, zumeist nicht aus Leistungsgründen, sondern aufgrund finanzieller Aspekte. „Statt bisher 2,1 Millionen Euro stehen uns jetzt nur 1,2 bis 1,5 Millionen zur Verfügung. Damit haben wir den geringsten Etat in der dritten Liga. Außerdem soll eine neue Heimspielstätte gebaut werden. Dies will der Stadtrat in den nächsten Wochen beschließen. Das altehrwürdige Jahn-Stadion von 1926 mit einer Kapazität für 11.800 Zuschauer ist nicht mehr zeitgemäß. Die neue Anlage soll für bis zu 15.000 Zuschauer ausgelegt sein“, erklärt Coach Weinzierl. Derzeit stehen dem Übungsleiter daher lediglich 16 Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung. Dennoch sind sich die Verantwortlichen sicher, dass die Qualität des Kaders ausreicht, um die Liga zu halten.

In der Vorbereitung machte Regensburg vor allem durch ein 0:0-Unentschieden gegen den niederländischen Top-Club Ajax Amsterdam auf sich aufmerksam und auch im ersten Ligaspiel wusste Jahn größtenteils zu überzeugen. Gegen Babelsberg waren die Regensburger von Beginn an tonangebend, verpassten aber die Führung und mussten überraschend das 0:1 hinnehmen. Danach verloren die Regensburger, die sich in der Defensive einige Unsicherheiten leisteten, den Faden. Nach dem Seitenwechsel reagierte Markus Weinzierl und brachte in Mahmut Temür und Neuling Thomas Kurz zwei frische Kräfte, die auch morgen in der Startformation stehen könnten. Nach einer Freistoßflanke von Selcuk Alibaz köpfte Innenverteidiger André Laurito nach 77 Minuten den mehr als verdienten 1:1-Ausgleich.

Danach drängten die Regensburger auf den Siegtreffer, in der 90. Minute scheiterte Tobias Schweinsteiger mit einem gekonnten Heber aber am starken Babelsberger Schlussmann. Der ältere Bruder von Bayern-Star Bastian ist neben Schlussmann Michael Hofmann (zuvor 1860 München) auch der bekannteste Jahn-Akteur. In der vergangenen Spielzeit war der Jahn-Kapitän mit neun Toren der treffsicherste Angreifer, auf ihn dürfte die Borussen-Defensive ein besonders Auge haben.

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