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NEWS: 30.07.2011

„Wichtig für den Kopf“

„Wichtig für den Kopf“
In dieser Szene erzielt Abwehrmann Martin Stranzl das wichtige 1:0 gegen den SSV Jahn Regensburg.

Mit seinem Treffer zum 1:0 legte Innenverteidiger Martin Stranzl am gestrigen Abend gegen Regensburg den Grundstein zum Einzug in die zweite Pokalrunde. Am heutigen Training nahm der Innenverteidiger aufgrund einer Verletzung nicht teil, der 31-Jährige ließ sich an der Wade behandeln.

Hallo Martin, zuerst einmal Glückwunsch zum Einzug in die nächste DFB-Pokalrunde. Wie erleichtert seid ihr, dass der Auftakt in die neue Spielzeit geglückt ist?

Martin Stranzl: Natürlich ist es vom Kopf her wichtig, wenn man das erste Pflichtspiel der Saison gewinnt. Das gibt Selbstvertrauen und zeigt, dass man auf dem richtigen Weg ist. Wir haben gestern phasenweise wirklich guten Fußball gespielt, aber das Entscheidende ist, dass wir eine Runde weiter sind.

Ihr wolltet von Beginn an zeigen, dass eine Pokalsensation am gestrigen Tage ausbleibt, mit deinem Treffer zum 1:0 hast du den Grundstein gelegt. Kannst du den doch recht kuriosen Treffer aus deiner Sicht kurz beschreiben?

Martin Stranzl: Natürlich haben wir verschiedene Varianten bei Freistößen oder Eckbällen einstudiert. Der Ball sollte auf den ersten Pfosten kommen, dass er dann so reingeht, ist natürlich auch ein wenig Glück. Aber es kann immer mal passieren, dass man den Ball auf den Hinterkopf bekommt und er dann ins kurze Eck geht.

Vor allem bis zum Gegentreffer habt ihr das Spiel absolut kontrolliert und euch einige gute Torchancen erarbeitet. Dem Trainer hat aber auch gut gefallen, dass ihr nach dem 1:2 nicht nervös geworden seid, sondern weiter ruhig euer Spiel durchgezogen habt …

Martin Stranzl: Ich denke, das ist auch eine der wichtigsten Erkenntnisse der letzten sechs Monate. Wir haben gelernt, dass wir ruhig bleiben müssen und unseren Rhythmus nicht verlieren dürfen. Wir haben ein klares Spielkonzept und das müssen wir versuchen, durchzuziehen. Die Regensburger haben sich nicht rauslocken lassen, sondern standen auch nach dem 2:1 noch seht tief. Wir wussten aber, dass wir noch unsere Chance bekommen werden, wenn wir weiter clever und ruhig spielen und so ist es dann auch gekommen.

Was kann man aus dem gestrigen Spiel für die kommenden Wochen mitnehmen?

Martin Stranzl: Man kann das Ergebnis und das Erreichen in die nächste Runde mitnehmen. Das ist, wie gesagt, wichtig für den Kopf. Zu Saisonbeginn weiß noch keine Mannschaft, wie weit sie wirklich ist, weder wir, noch zum Beispiel die Bayern. Gestern sind wir als Favorit in die Partie gegangen, nächsten Sonntag sieht dies aber gänzlich anders aus. Die Bayern sind Titelfavorit Nummer eins, daher lässt sich das gestrige Spiel nicht mit dem nächsten vergleichen.

Du hast in der Schlussphase signalisiert, dass du ausgewechselt werden musst. War das eine reine Vorsichtsmaßnahme?

Martin Stranzl: Das muss man abwarten, ich denke und hoffe, dass es nichts Schlimmes ist. Ich hatte schon vor der Partie leichte Probleme mit der Wade und später habe ich dann gemerkt, dass die Wade immer härter wird. Morgen wird noch eine genaue Untersuchung stattfinden und ich werde mich weiter behandeln lassen. Aber ich denke, dass es nichts Größeres ist und ich am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteige.

Gestern hast du in Michael Hofmann (Schlussmann bei Jahn Regensburg) schon einen guten Bekannten aus dem Wettbewerb geworfen. Die Auslosung zur zweiten Runde ist am kommenden Samstag (bei Sky im Rahmen der Sendung "Samstag LIVE"). Hast du einen Gegner, auf den du gerne treffen würdest, vielleicht auf einen deiner ehemaligen Vereine 1860 München oder VfB Stuttgart?

Martin Stranzl: Stimmt, ein Kumpel ist schon mal raus. Nein, Spaß bei Seite, darüber habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht. Im Pokal kommt es so, wie es halt kommt, ein Wunschlos gibt es eh nicht. Selbst die vermeintlich leichten Gegner wachsen in diesem Wettbewerb über sich hinaus. Aber natürlich schaut man schon, wer noch im Pokal dabei ist und Peter Pacult, der mit Leipzig die Wolfsburger besiegt hat, oder Benny Lauth von 1860 München sind alte Bekannte, die man dort dann mal wiedersehen könnte.

Was die anderen Borussen zum 3:1-Sieg gegen Regensburg zu sagen haben, erfahrt ihr im Fohlen.TV.

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