Michael Sternkopf spielte von 1991 bis 1995 für den FC Bayern und anschließend für anderthalb Jahre bei Borussia. Der heutige Organisationsleiter bei Drittligist Kickers Offenbach war auch bei Borussias einzigem Sieg in München dabei. Ein perfekter Gesprächspartner also vor Borussias morgigem Spiel in der Allianz-Arena.
Herr Sternkopf, morgen spielen mit dem FC Bayern und Borussia zwei ihrer ehemaligen Clubs gegeneinander. Werden Sie sich das Spiel anschauen?
Michael Sternkopf: Ja, das lasse ich mir nicht entgehen. Wir spielen bereits heute mit Offenbach gegen Unterhaching, da habe ich morgen Abend Zeit.
Und, Hand aufs Herz: Wem drücken Sie die Daumen?
Michael Sternkopf: Das ist wahnsinnig schwierig zu beantworten. Ich mag beide Vereine sehr und kann mich da nicht auf eine Seite schlagen. Wie schwer das ist, habe ich in der vergangenen Saison gemerkt. Da war ich beim 3:3 beider Teams gegeneinander zu Gast im BORUSSIA-PARK. Ich hoffe, dass beide Vereine gut in die Saison starten. Für Borussia wäre es sicher ein Erfolg, einen Punkt in München zu holen. Aber vor allem, wenn eine Saison beginnt, kann jeder jeden schlagen. Warum soll Borussia nicht auch bei den Bayern gewinnen?
Sie wissen, wie´s geht – immerhin standen Sie am 14. Oktober 1995 in der Borussen-Elf, die im Münchner Olympiastadion 2:1 gegen die Bayern gewonnen hat…
Michael Sternkopf: Ja, das wird wohl keiner von uns jemals vergessen. Immerhin war es Borussias erster und bis heute einziger Sieg bei den Bayern. Jedes Mal, wenn diese Partie ansteht, denke ich an das damalige Spiel. Ich weiß noch genau, wie Trainer Bernd Krauss uns gesagt hat, dass wir ohnehin jedes Mal in München verlieren und wir deswegen die Hotelkosten sparen und direkt am Spieltag hin- und wieder zurückfliegen. Also standen wir Samstagmorgens am Flughafen. In München war dichter Nebel, wir haben uns die ganze Zeit Gedanken darüber gemacht, ob wir dort überhaupt landen können und haben gar nicht an das Spiel gedacht. Vielleicht hat uns das im Endeffekt geholfen…
Es heißt, dass Sie an diesem Tag Ihr bestes Spiel für Borussia gemacht haben…
Michael Sternkopf: Ich glaube, dass eine gute Leistung gegen die Bayern immer höher bewertet wird als die gegen eine andere Mannschaft. Wir haben gerade in der Saison 1995/96 viele sehr gute Spiele gezeigt, das bei den Bayern war eines davon. Aber wenn das so gesagt wird, wehre ich mich natürlich nicht dagegen.
Haben Sie noch Kontakte zu Ihren beiden Ex-Clubs?
Michael Sternkopf: Oh ja. Ich habe noch viele Freunde in Mönchengladbach, bei Borussia etwa Uwe Kamps. Wenn es die Zeit erlaubt, bin ich immer gerne in eurem tollen Stadion. Zu alten Kollegen des FC Bayern ist der Kontakt etwas intensiver, das hat vor allem damit zu tun, dass ich seit drei Jahren bei den Bayern Allstars spiele, wir haben sechs bis sieben Spiele im Jahr.
Gab es schon ein Spiel gegen die Weisweiler-Elf?
Michael Sternkopf: Seit ich dabei bin, nicht. Aber es wäre eine sehr gute Idee!
Aber nun zu Ihnen: Nach sieben Jahren im Marketing des OFC sind Sie seit Sommer Organisationsleiter bei den Profis.
Michael Sternkopf: Ja, mir hat die Arbeit im Marketing großen Spaß gemacht, beide Jobs kann man sicher nicht miteinander vergleichen. Aber jetzt bin ich ganz nah an der Mannschaft dran, es fühlt sich für mich so an, wieder zu Hause sein. Natürlich ist vieles neu für mich, ich muss mich auch noch einarbeiten und einiges lernen. Aber das war bei meinem Job im Marketing auch schon der Fall.
Nicht nur Sie sind neu in der sportlichen Führung des Vereins, auch der Trainer ist neu und für Borussen ein alter Bekannter: Arie van Lent.
Michael Sternkopf: Wir sind davon überzeugt, dass Arie ein Trainer ist, der sehr gut zu uns passt. Wir haben eine junge Mannschaft, viele Talente, er kann mit ihnen umgehen. Es gibt keine Eifersüchteleien zwischen uns und keine Eitelkeiten, wie man sie im Fußballbusiness leider so oft hat, das macht das Arbeiten sehr angenehm. Es macht einfach Spaß.
Was wollen Sie gemeinsam mit dem OFC in dieser Saison erreichen?
Michael Sternkopf: Wir wollen eine ordentliche Saison spielen und dabei von Spiel zu Spiel schauen. Für ganz oben wird es möglicherweise nicht reichen, wenn es doch so kommen sollte: gerne. Mittelfristig soll dieser Verein wieder in die Zweite Liga, aber wie gesagt: Erst einmal wollen wir eine ordentliche Saison spielen. Und Borussia wünsche ich ebenfalls eine gute Saison!













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Der zweite Neuzugang ist da: Peniel Mlapa kommt von 1899 Hoffenheim und erhält einen Vierjahresvertrag. http://t.co/vY1v2AFq
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Borussia bestreitet zwei Testspiele: am 11. Juli (18.30 Uhr) in Velbert und am 15. Juli (16 Uhr) in Alstätte gegen Preußen Münster.
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