Bei einem Sieg über den VfL Wolfsburg am Freitagabend (20.30 Uhr, BORUSSIA-PARK) wäre Borussia zumindest für eine Nacht Tabellenführer. Für VfL-Coach Lucien Favre spielt das allerdings keine große Rolle.
„Für unsere Fans wäre das natürlich eine schöne Sache, und auch ich würde mich freuen, wenn wir nach dem Spiel sieben Punkte auf dem Konto hätten, alles andere interessiert mich aber nicht. Ich konzentriere mich nur auf das Spiel, das wird sehr hart“, sagte der Schweizer in der heutigen Pressekonferenz. Vor allem der Auftritt der „Wölfe“ bei der unglücklichen 0:1-Heimniederlage gegen den FC Bayern München beeindruckte Favre: „Die Wolfsburger haben in den gesamten 90 Minuten nur eineinhalb Torchancen zugelassen, das sagt alles aus. Sie stehen extrem kompakt, sind sehr gut organisiert und verfügen dazu über große individuelle Qualität.“
Ähnliches konnte man auch über den VfB Stuttgart sagen, gegen den Borussia zuletzt ein 1:1-Unentschieden errang. Allerdings war Favre in dieser Partie längst nicht mit allen Dingen einverstanden. „Wir haben zu häufig durch die Mitte gespielt und dadurch zu viele Ballverluste gehabt“, bemängelte der Coach. Gegen Wolfsburg soll sich das möglichst wieder ändern. „Wir müssen weniger kompliziert, mehr über die Außen und insgesamt intelligenter nach vorne spielen, um ein paar Lücken zu finden“, forderte Favre.
Brouwers, Stranzl und de Camargo fallen aus
Auf drei Spieler muss der VfL-Trainer am Freitag definitiv verzichten. Roel Brouwers ist nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Stuttgart-Spiel gesperrt, Martin Stranzl muss nach wie vor wegen muskulären Problemen passen, und Igor de Camargo darf wegen eines Abrisses des Dornfortsatzes an einem seiner Brustwirbel weiterhin weder spielen noch trainieren. Eine Untersuchung am Freitag wird Aufschluss darüber geben, wie es bei dem Angreifer weitergeht. „Es sind alles drei wichtige Spieler für uns, aber wir können es nicht ändern“, erklärte Favre. Vor allem im Abwehrzentrum gibt es durch die Ausfälle von Stranzl und Brouwers einen kleinen personellen Engpass.
„Es ist möglich, dass wir Havard Nordtveit zurückziehen oder Filip Daems von der linken Seite in die Innenverteidigung rückt, aber noch habe ich mich nicht entschieden“, sagte Favre. Sollte Nordtveit nach hinten rücken, wäre Thorben Marx ein Kandidat für die Startelf. Spielt Daems innen, dürfte Oscar Wendt ihn als Linksverteidiger ersetzen. Eine weitere Änderung könnte es im Angriff geben, wo Favre mehrere Optionen hat. „Bis zum Spiel sind es noch mehr als 48 Stunden, ich werde meine Entscheidung erst nach dem Abschlusstraining morgen treffen“, ließ sich der Coach aber nicht in die Karten blicken.
Bislang 38.300 Tickets verkauft
Borussia rechnet am Freitagabend mit mehr als 40.000 Zuschauern, bislang wurden für das Spiel gegen Wolfsburg 38.300 Karten verkauft. Tickets gibt es noch in allen Bereichen mit Ausnahme der Stehplätze der Nordkurve. Die Plätze im Süden kosten gegen die „Wölfe“ nur 19,90 Euro, Eltern zahlen für ihre Kinder im Langnese-Familienblock nur zusätzlich sechs Euro.
Tageskarten zu diesem Spiel sind ab 10 Uhr in den Fanshops sowie ab 18 Uhr an den Ticketcountern rund ums Stadion erhältlich. Zudem ist es möglich, sich im Online-Ticketportal per print@home ein Ticket bis zwei Stunden vor Spielbeginn bequem zuhause auszudrucken. Wer es nicht in den BORUSSIA-PARK schafft, kann das Spiel auch ab 20.20 Uhr live im Borussia-Liveticker verfolgen.













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