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NEWS: 19.08.2011

Personalkarussell dreht sich weiter

Personalkarussell dreht sich weiter
Trainer Felix Magath zeigt die Richtung an: Für den VfL Wolfsburg soll es in dieser Saison wieder nach oben gehen.

In Thomas Hitzlsperger präsentierte Wolfsburg zwei Tage vor der heutigen Partie gegen den VfL (Anstoß: 20.30 Uhr) einen weiteren Neuzugang, der erfahrene Mittelfeldspieler soll für mehr Stabilität im Mittelfeld sorgen. Ungeachtet dessen wollen sich die "Wölfe" nach dem unglücklichen 0:1 gegen Bayern die Punkte gegen die Fohlen „zurückholen.“

Dass Wolfsburgs Trainer Felix Magath ein ausgewiesener Fachmann ist, zeigt allein schon seine beeindruckende Fußballer-Vita. Der 58-Jährige ist einer von nur sechs Personen in der Bundesliga-Historie, dem es sowohl als Spieler als auch als Trainer gelang, Deutscher Meister zu werden. Als Aktiver gewann er dreimal mit dem Hamburger SV den Titel (1979, 1982, 1983), als Coach zweimal mit dem FC Bayern (2005, 2006) und vor zwei Jahren überraschend mit dem VfL Wolfsburg. Dorthin ist der Coach am Ende der vergangenen Spielzeit zurückgekehrt, rettete den Club vor dem Abstieg und will nun wieder an alte Erfolge anknüpfen.

Dabei wird Magath aktuell nicht müde, zu betonen, dass sich sein VfL im Umbau befindet: „Auch die nächsten beiden Auswärtspartien werden noch keine endgültige, gefestigte Mannschaft hervorbringen.“ Das erste dieser beiden Spiele führt die "Wölfe" am heutigen Abend nach Mönchengladbach in den BORUSSIA-PARK.

Vor allem der erste Pflichtspielauftritt der Wolfsburger in dieser Saison bestätigte Magaths These, dass der Umbau Zeit brauche: 2:3 unterlag der Bundesligist dem Viertligisten RB Leipzig. Den deutlichen Worten des Übungsleiters im Anschluss an die Partie ließen seine Jungs in der Bundesliga bisher Taten folgen. In den ersten beiden Bundesligaspielen bewies der VfL, dass er sehr wohl über eine kompakte und homogene Mannschaft verfügt, die durchaus in der Lage ist, das gesteckte Ziel – ein Platz unter den besten Sechs – zu erreichen.

Beim überlegenen und nie gefährdeten 3:0-Auswärtserfolg beim 1. FC Köln stellte Wolfsburg auch seine spielerische Qualität unter Beweis. Vor allem Patrick Helmes meldete sich in eindrucksvoller Art und Weise zurück und traf gegen seinen Ex-Club gleich doppelt. Und eben jener Helmes war es auch, der die Wölfe am zweiten Spieltag gegen Bayern München „eigentlich“ in Führung schoss – aber eben nur eigentlich. Sehr zum Ärger Magaths wurde dieser Treffer in der 39. Minute zu Unrecht aberkannt. Die weitere Geschichte des Spiels ist bekannt. Die Gastgeber dominierten zumeist den Rekordmeister und erspielten sich immer wieder gute Torgelegenheiten. Als sich alle Beteiligten schon auf ein torloses Remis eingerichtet hatten, fiel doch noch das Tor des Tages - aber auf der anderen Seite.

Ja-Cheol fehlt, Ochs fraglich, Hitzlsperger dabei

„Wenn man kurz vor Schluss ein Gegentor kassiert und dadurch verliert, kann ich letzten Endes nicht zufrieden sein“, erklärte Magath, schob aber sofort nach: „Dennoch sind wir gut in die Saison gestartet, allerdings kostet die Niederlage Punkte, und das kann durchaus entscheidend für den Saisonverlauf sein.“ Die ersten beiden Spiele lassen Magath ohne jeden Zweifel auf eine bessere Saison als die vergangene schließen. „Unsere gute Leistung gegen die Bayern wurde leider nicht mit Punkten bedacht, die verlorenen müssen wir jetzt wieder reinholen“, erklärte der Coach bei der Pressekonferenz vor der Partie gegen Borussia. Für die heutige Begegnung steht den Niedersachsen Koo Ja-Cheol nach seinem Außenbandriss am linken Sprunggelenk nicht zur Verfügung. Fraglich ist zudem der Einsatz von Patrick Ochs; der Neuzugang aus Frankfurt kämpft aktuell mit Oberschenkelproblemen. Nachdem er zuletzt Einzel- und Lauftraining absolviert hatte, kehrte Ochs unter der Woche zwar wieder ins Mannschaftstraining zurück, allerdings traten im Anschluss die Beschwerden wieder auf. Magath: „Sein Einsatz steht auf der Kippe.“

Dem Kader für die Partie gehört hingegen Neuzugang Thomas Hitzlperger an. „Er hat mir gesagt, dass er gut vorbereitet ist – sodass seinem Einsatz nichts im Wege steht“, so Magath. Auch Hitzlsperger selbst brennt auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga seit Januar 2010. „Ich bin froh, dass ich noch einmal zeigen kann, was in mir steckt. Ich will erfolgreich sein. Der VfL und ich haben dieselben Ziele. Der Kader hat gutes Potenzial, jetzt kommt es auf die Konstanz an.“ Genau diese Einstellung schätzt Magath an seinem aktuellsten Neuzugang, denn auch er weiß zweifelsohne um die vorhandene Qualität des Kaders: „Wir werden uns im Laufe der Vorrunde steigern und jeder seine Rolle finden – um am Ende der Saison zu den besten Clubs zu gehören.“

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